Kunst

Die Rubrik KUNST beinhaltet Malerei, Bildhauerei, in ihr werden Künstlerinnen und Künstler, Ausstellungen und Museen des Baskenlandes vorgestellt.

01paz auschw500 Jahre Friedensverträge

In der Europäischen Kulturhauptstadt Donostia – San Sebastián 2016 wurde im Juni die künstlerische Hauptattraktion vorgestellt, eine historische Ausstellung mit dem Titel „1516–2016. Friedensverträge“. Mittels 600 Kunstwerken aus verschiedenen Epochen wird die Geschichte von 500 Jahren Friedensverträgen dargestellt, darunter Werke von berühmten Künstler aus bekannten Museen und Sammlungen der Welt. Hintergrund der Ausstellung ist das zentrale Thema „Wege des Zusammenlebens“ der Kulturhauptstadt.

sonar01Träumen von der Krise

Unter dem Projektnamen „Words Alive“ hat der aus Madrid stammende Urban-Art-Künstler SpY im Jahr 2015 in Bilbo zwei Wandbilder realisiert, die aus riesigen Buchstaben bestehen. Landesweit ist er einer der bekanntesten Künstler der noch relativ jungen Kunstrichtung Urban-Art. Weil er möchte, dass allein seine Werke für sich sprechen, bevorzugt er die Anonymität. „Künstler aus Madrid, Autodidakt, Generation 75“. Mit diesen kargen Worten im Telegrammstil resümmiert SpY seine künstlerische Laufbahn.

gonzalo01Retrospektive Europäische Kulturhauptstadt

Wenn von Chillida die Rede ist, denkt die Welt – nicht nur im Baskenland – an Eduardo Chillida, den bekannten Bildhauer aus Donostia, dessen Skulpturen zwischen Gipuzkoa und Berlin zu finden sind. Sein Bruder Gonzalo Chillida, ebenfalls Maler und Fotograf, erreichte nie den Grad an Bekanntheit und Anerkennung, im Gegenteil, er gilt bis heute als einer der großen unbekannten der baskischen Kunst. Dieser Eindruck soll durch die Ausstellung korrigiert werden, im Rahmen des Kultur-Programms San Sebastian 2016.

herbst01nagelKunst aktuell in Bilbao

Die Museen in Bilbo ändern aktuell das Angebot ihrer Ausstellungen. Nach den Sommer-Themen, die in erster Linie auf Tourismus und ausländisches Publikum zugeschnitten waren (darunter der unsägliche Jeff Koons), werden nun wieder kleinere Brötchen gebacken. Um eigene Archive zu entstauben widmet sich Bellas Artes der Plakatkunst. Der silberne Klotz am Fluss hingegen wirft seine Blicke nach Übersee, erst nach Afrika mit zeitgenössischem Design, dann nach USA mit dem Popartisten Alex Katz.

bourgeois01Ausstellung in Bilbao

Louise Bourgeois (1911-2010) war eine zeitgenössische französische Bildhauerin, die sich früher als andere Kolleginnen mit Installationen auseinandersetzte. Sie lebte und arbeitete seit 1938 in New York City, USA. Gegen Ende ihrer Schaffenszeit kreierte sie eine Serie von Käfigen und Zellen, in die sie symbolisch auch persönliche Gegenstände integrierte. Populär und bekannt wurden vor allem ihre Spinnen-Darstellungen, Maman, mit denen sie eine als Weberin arbeitende schützende Mutter darstellte.

basquiat01Retrospektive Ausstellung in Bilbao

Auch wenn es der Name nahe legen könnte: Jean-Michel Basquiat (1960-1988) hat mit dem Baskenland nichts zu tun. Basquiat war in den 80ern der erste afroamerikanische Künstler, der in der hauptsächlich “weißen“ Kunstwelt der USA den Durchbruch schaffte. Jean-Michel Basquiat hinterließ mehr als 1000 Gemälde und Objekte sowie 2000 Zeichnungen, sein turbulentes Leben war mehrfach Anlass für Verfilmungen. In Bilbao ist nun eine Ausstellung des jung verstorbenen Talents aus New York zu sehen.

warhol01Warhol, Shadows, Schatten

Bis zum 2. Oktober 2016 ist im Guggenheim Museum Bilbao erneut Andy Warhol zu sehen. Bereits im Jahr 2013 hatte der Parade-Vertreter des us-amerikanischen Pop-Art die Galerien des berühmten Museums in der bizkainischen Hautpstadt gefüllt. Nun ist seine Serie „Shadows“ an der Reihe (Sombras - Schatten), ein monumentales Werk, das aus 102 Einzelwerken besteht und im Gegensatz zu seiner sehr gegenständlichen Pop-Art eher abstrakt daherkommt. Mit Warhol hat das Museum somit seine Sommer-Attraktion.

cronica01Franquismus-kritische Kunst der 60er Jahre

Originalität, Kreativität und die kritische Vision einer Gesellschaft, die von einer Dikatutur erstickt wurde – so wird das künstlerische Projekt beschrieben, das drei Künstler aus dem mediterranen Valencia Mitte der 60er-Jahre in Gang brachten: Equipo Crónica – das Chronik Team. Während sich das Regime versuchte, mit Kunst und Tourismus seine Misere zu übertünchen, gründeten drei Maler die Gruppe, um diese rückwärtsgewandte Gesellschaft künstlerisch-kritisch zu beschreiben.

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