Die Kategorie KRIEG1936 behandelt die Ereignisse nach dem Militär-Aufstand vom 18.Juli 1936, insbesondere die Folgen des Krieges für das Baskenland: die Vernichtung der Stadt Gernika durch die Legion Condor, Geschichte des Picasso-Gemäldes. Konsequenzen der Diktatur in den baskischen Regionen, die nazistische Intervention während des 2.Weltkriegs in Südfrankreich, das Konzentrationslager Gurs, die Maquis-Guerrilla. Generelles Thema ist die Aufarbeitung von Krieg, Kriegsverbrechen und Diktatur.

Vom Putsch zur sozialen Revolution
Während das Baskenland und Nafarroa zwischen faschistischen und republikanischen Kräften gespalten war, schuf der Militärputsch vom 18. Juli 1936 in anderen Teilen des Staates optimale Voraussetzungen dafür, dass die anarchistische Bewegung mit der Verwirklichung ihres lang ersehnten Traumes von der gesellschaftlichen Gleichheit beginnen konnte: die soziale Revolution. Vor allem in der Pyrenäen-Region Aragon machten diese revolutionären Anstrengungen beachtliche Fortschritte – mitten im Krieg.
Lager für Republikaner und Nazis
Konzentrationslager wurden nicht von den Nazis erfunden. Dort, wo die Franquisten siegreich waren, richteten sie ab 1936 Lager dieser Art ein. Im Baskenland: Deustu und Urduña. Das Lager von Miranda, das zu Kriegsbeginn eingerichtet wurde, war am längsten in Betrieb. Seine Geschichte ist einzigartig. Anfangs Internierungslager für republikanische Gefangene, am Ende. Gefängnis für französische Nazis und Faschisten, die vor den Alliierten flohen. Von 1937 bis 1947 wurden hier mehr als 70.000 interniert.
Vergessene Kämpferinnen
Clara Morán Miguel, Milizionärin aus Gallarta, die im Alter von 19 Jahren im Kampf bei Kanpazar fiel - Cecilia García de Guilarte, Kriegsreporterin aus Tolosa - Manuela Gavilán, aus Bilbao stammend und Verbindungsfrau der Angriffs-Truppen – das sind nur einige der Namen, an die in diesem „republikanischen April“ erinnert wird: 90 Jahre nach dem Militärputsch von Juli 1936, 89 Jahre nach der Zerstörung von Gernika durch die Legion Condor der Nazis und 95 Jahre nach Ausrufung der Spanischen Republik.
Campo de rojos y nazis
Los campos de concentración no fueron inventados por los nazis. Allí donde los franquistas salieron victoriosos, a partir de 1936 establecieron campos de este tipo. En el País Vasco: Deustu y Urduña. El campo de Miranda de Ebro, creado al inicio de la Guerra, fue el que más tiempo permaneció activo. Su historia es única. Empezó siendo un lugar de internamiento de prisioneros republicanos. En sus últimos días sirvió para encerrar a nazis y fascistas franceses que huían de los aliados. Entre 1937 y 1947, pasaron más de 60.000 personas.
Verhört von CIA und Franquisten
Die Bedrohung des Faschismus während des Spanienkriegs (Spanischer Bürgerkrieg) führte dazu, dass die baskische Regierung in Einverständnis mit den Eltern im Jahr 1937 Tausende von Minderjährigen ins Exil schickte, nach Belgien, England, Skandinavien, auch in die Sowjetunion, um sie vor der Verfolgung durch die Faschisten zu retten. Diese Kinder wurden später als „Kriegskinder“ bezeichnet, oder „Die Kinder von Gernika“. Als sie aus der UdSSR zurückkehrten, erlebten die „Kriegskinder“ die Hölle.
Huellas nazis del 1936
Cuando se habla de la Legión Cóndor en la Guerra Española, la mayoría piensa inmediatamente en el devastador bombardeo de Gernika, en Bizkaia. Es mucho menos conocido que en Durango también murieron cientos de personas en un ataque. Y todavía menos se conoce la historia de Nafarroa (Navarra). Dos autores han recopilado en un libro las pocas huellas que dejó la Legión Cóndor en este territorio: “La Legión Cóndor en Navarra: la guerra en el aire 1936-1939”, publicado por el Gobierno de Navarra.
Antifaschistische Erinnerung
So lange die Geschichte des Spanienkrieges und der 40-jährigen Diktatur nicht vollständig aufgearbeitet ist, wird weiter die Notwendigkeit bestehen, mit allen Kräften zu bestehen auf der Historischen Erinnerung oder Memoria Historica – so wird die antifaschistische Erinnerung im Baskenland und im spanischen Staat genannt. In Euskal Herria wird viel getan in dieser Hinsicht, in den meisten Gegenden Spaniens fast nichts. Weil es daran kein Interesse gibt. Weil die alten Franco-Kader um ihren Ruf fürchten.
Andauernde Spuren
“Viele Leute verstehen nicht, dass der Franquismus ein Völkermord war, der unauslöschliche Spuren hinterlassen hat.“ – Mónica Puertas leitet ein Projekt, das damalige Exilanten aus dem spanischen Staat mit symbolträchtigen Orten in Buenos Aires verbindet. Sie äußert sich überrascht darüber, dass weite Teile der baskischen Bevölkerung die typischen Merkmale des “Völkermords“ während der Franco-Diktatur nicht kennen, wie beispielsweise die “Übertragung der Schuld auf die Opfer selbst“.