Künste

Die Kategorie KÜNSTE umfasst sechs Themenbereiche: Kunst, Musik, Theater, Film, Fotografie und Architektur.

chill01Der den Wind kämmte

Zwei Jahrzehnte sind seit dem Tod des baskischen Künstlers Eduardo Chillida vergangen, eine bedeutende Figur der Bildhauerei des 20. Jahrhunderts. Er starb 78-jährig am 19. August 2002 in seiner Geburtsstadt Donostia (San Sebastian). Chillida war vieles gleichzeitig: Architekt, Beobachter, Torhüter und Kunstschaffender. Seine Kunstwerke sind in der halben Welt zu finden. Chillida selbst bezeichnete sich als "Architekt der Leere". Zwanzig Jahre ohne Eduardo Chillida, den Bildhauer, der den Wind kämmte.

itziarren1Itziars Sohn - Itziarren semea

Im Jahr 1969 wurde in baskischer Sprache ein Lied mit dem Titel “Itziarren Semea“ (Itziars Sohn) veröffentlicht. Grundlage für den Liedtext war die wirkliche Geschichte eines mehrfach verhafteten und gefolterten baskischen Aktivisten. So wurde das Lied zum Plädoyer gegen Folter. Itziars Sohn war einer von vielen, die während des Franquismus in den Folterkellern der Guardia Civil schwer misshandelt wurden. Systematische Folter sollte den baskischen Widerstand brechen und das soziale Umfeld schwächen.

25gug01Das ungeliebte Museum

Ein Vierteljahrhundert Museumsgeschichte – das muss auf besondere Art gefeiert werden. Dachten sich die Verantwortlichen des Guggenheim Museum Bilbao und konzipierten eine Reise durch 25 Jahre Kunstgeschichte der New Yorker Zweigstelle. Die Ausstellung "Sections/Intersections. 25 Jahre Sammlung des Guggenheim-Museums" führt die Besucher*innen durch alle drei Stockwerke des Titanbaus, um das Jubiläum mit Einzelwerken zu feiern, die unter dem Stichwort “Raum“ jedoch auch im Zusammenhang stehen.

pasto1Simone Veil 2022 in Muskildi

Pastoral bedeutet eigentlich seelsorgerisch und wird Priestern als Aufgabe zugeschrieben. Im französischen Baskenland – Iparralde – handelt es sich um ein Volkstheater, das jedes Jahr den Ort wechselt. Das Pastorala-Theater hat ebenfalls einen religiösen Ursprung, der über die Jahrzehnte langsam weltlichen Themen gewichen ist. Spielort war in diesem Jahr Muskildi, ein Dorf südlich der Stadt Maule. Thema war Simone Veil (2027-2017), Holocaust-Überlebende und spätere Präsidentin des Europa-Parlaments.

iratxe1“Alles muss auf den Tisch“

Spanien ist ein demokratisches Land, in dem gefoltert wurde. Das zeigt der Dokumentarfilm “Bi Arnas“ über Iratxe Sorzabal, Gefangene aus der ETA. Ein Gespräch mit dem Produzenten Kima Arzuaga. Im Mittelpunkt des Films stehen Personen aus dem Umfeld von Verhafteten, die von der spanischen Polizei gefoltert wurden. Unter anderem Mari Nieves Díaz, die Mutter von Iratxe Sorzabal. Folter wurde von baskischen Behörden anerkannt und eingeräumt, im spanischen Staat nicht. Von Ralf Streck (Neues Deutschland).

otchi01Kreativer Dialog zweier Giganten

Die Ausstellung "Jorge Oteiza und Eduardo Chillida. Dialog in den 50er und 60er Jahren" ist seit Februar 2022 im Museum San Telmo von Donostia zu sehen. Zum ersten Mal werden Werke der beiden baskischen Künstler, die zu den wichtigsten Vertretern der europäischen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts gehören, gemeinsam ausgestellt, zwei Jahrzehnte nach ihrem Tod. Die Kunstschau zeigt Parallelen und Differenzen im künstlerischen Schaffen, sowie zwei unterschiedliche, wenn nicht gegensätzliche Charaktere.

thinkfoot1Fußball-Filmfest Athletic, 10. Ausgabe

Thinking Football Film-Festival 2022 – die erste Gelegenheit nach der Coronavirus-Pandemie, zur Essenz des Filmfests der Stiftung Athletic Bilbao zurückzukehren. Nach zwei Jahren von Absagen und Notprogramm wurde nun die zehnte Ausgabe des Fußball-Film-Festivals vorgestellt. An insgesamt sechs Kinotagen zwischen dem 19. und 25. September sind 15 kürzere und längere Filme zu sehen. Wie gewohnt werden Fußball-Hintergründe, interessante Persönlichkeiten, sportliche Erfolge oder Schicksale vorgestellt.

dubuffet1Rohe Kunst im Titanbau

“Jean Dubuffet und die Schönheit des Gewöhnlichen“ ist seit Ende Februar im Guggenheim-Museum Bilbao zu sehen. Die Ausstellung zeigt den Kampf des Künstlers gegen die Vorherrschaft der Kunst-Akademiker und gegen die Vorstellung von Kunst als Übernatürlichem. Dubuffet entwickelte ein Konzept der “Rohen Kunst“, abseits der bestehenden ästhetischen Ideale. Rohe Kunst bedeutete neue Darstellungsformen, naiv, aus verschmähten Stoffen, eine Provokation im damaligen Status Quo. “Inbrünstiges Feiern“.

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