Wissenschaft

WISSENSCHAFT ist die Rubrik für ausgewählte Beiträge zu wissenschaftlichen Themen aus unterschiedlichen Bereichen wie Sprachforschung, Genforschung, Soziologie, Psychologie, Geschichte, Anthropologie, Archäologie und Urzeitforschung.

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Ganz im Interesse der Herrschenden

Die erste dokumentierte Kartographie der südlichen baskischen Gebiete kam im 16. Jahrhundert zustande, als der damalige kastilische König einen Atlas in Auftrag gab, der alle Regionen der iberischen Halbinsel umfasste. Generell gilt, dass für die Entwicklung der baskischen Kartographie immer der Einfluss des jeweils herrschenden Imperiums entscheidend war. Die ersten Karten über baskische Territorien, die von baskischen Wissenschaftlern selbst angefertigt wurden, stammen aus dem 18. Jahrhundert.

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Epidemien: Grippe, Pest und Pocken 

Bilbao, wie das ganze Baskenland und halb Europa, steckt mitten in großen Anstrengungen, die Coronavirus-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Mehr als vier Wochen nach den ersten Fällen steigen die Zahlen von Ansteckungen und Toten weiter. Die Coronavirus-Epidemie ist nicht die erste, die die Hauptstadt der Provinz Bizkaia heimsucht. Von der mittelalterlichen Pest ganz zu schweigen, kam es im Jahr 1918 zu der “Spanische Grippe“ genannten Pandemie. Im 19. Jahrhundert war mehrmals die Cholera angesagt.

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Steinzeit-Kunst in den Vorpyrenäen

Neue Forschungs-Technologien ermöglichen immer neue und spektakuläre Entdeckungen aus der Urzeit. In Höhlen, die längst bekannt und erforscht schienen, gibt es interessante neue Funde. Zuletzt bei Urdazubi, im Norden Navarras, in den Pyrenäenausläufern direkt vor der Grenze zum nördlichen Baskenland Iparralde. Schon länger bekannt waren die Malereien der Alkerdi-Höhle, nun wurden in Alkerdi-2 ungewöhnliche Gravuren gefunden, die aus der Altsteinzeit stammen und ungefähr 25.000 Jahre alt sind.

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Die ersten Menschen in Dima

Es geschah vor 100.000 Jahren. Eine Gruppe von Jägern fing einen Hirsch und die Sippe machte sich an ein Festmahl in der nahe gelegenen Höhle – zwischen einem Kiefernwald und Birken verlief damals wie heute ein Bach, der den Wissenschaftlern im Jahr 2019 die Geräuschkulisse zu ihrer Ausgrabung lieferte. Die Archäologen lüfteten die Geschichte jener urzeitlichen Frauen und Männer. Wir befinden uns in der Axlor-Höhle in der Umgebung der bizkainischen Kleinstadt Dima, am Fuße der Urkiola-Hochebene.

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Archäologischer Zufallsfund in Nafarroa

In Navarra (Nafarroa) wurden die Überreste eines mehr als 11.700 Jahre alten menschlichen Körpers gefunden. "Loizu-Mann" ist der Name für diese ältesten vollständigen menschlichen Überreste, die bisher in Nafarroa gefunden wurden. Nach ersten Schätzungen stammen sie aus der Zeit um 9.700 vor Christus und finden auch in Europa kaum einen Vergleich. Der Loizu-Mann wurde in einer Höhle nahe der navarrischen Gemeinde Erro gefunden. Es handelt sich um einen jungen Mann zwischen 17 und 21 Jahren.

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Archäologische Entdeckung in der Altstadt

Erdarbeiten in einem altem Gebäude der Altstadt von Donostia (San Sebastian) haben eine interessante Entdeckung ermöglicht. Gefunden wurden dabei fünf riesige Tonkrüge, die aus dem 16. Jahrhundert stammen. Die Gefäße wurden entdeckt in der Erdschicht eines Hausportals der San Lorenzo Straße. Sie wurden benutzt um Öl zu konservieren. Nach Angaben der Verantwortlichen ist noch nicht ganz klar, ob es sich dabei um Olivenöl oder Walfett handelte. Die Funde wurden in ein archäologisches Lager gebracht.

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Bizkaia-Küste voller archäologischer Funde

Höhlenforscher der Gruppe Ades aus Gernika entdeckten an den Wänden einer Höhle große Prankenkratzer einer Tierart, die aller Wahrscheinlichkeit nach vor mehr als 25.000 Jahren ausgestorben ist: die Höhlenbären. Die Entdeckung ereignete sich Mitte letzten Jahres, als die Coronavirus-Pandemie noch erlaubte, die Eingeweide der Erde in einer Region zu erforschen, in der insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm viele archäologische Schätze von unschätzbarem historischem Wert gefunden wurden.

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Prähistorische Funde - wissenschaftliche Auskunft

Wenn die Bewohner*innen der Santa-Katalina-Höhle von Lekeitio vor 10.000 Jahren zum Essen ein Rentier brieten, schauten sie nicht auf das heutige kantabrische Meer. Vor sich hatten sie eine große Ebene, die heute unter dem Meerwasser liegt. Auf dieser Ebene lebten Bisons, Hirsche und Rehe, Rentiere, Löwen, Hyänen, Pferde und andere Tiere. Mit den Mitteln der modernen Wissenschaft kann mittlerweile vom Tierbestand und dessen Nahrungsgewohnheiten auf die klimatischen Verhältnisse geschlossen werden.

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