Kunst

Die Rubrik KUNST beinhaltet Malerei, Bildhauerei, in ihr werden Künstlerinnen und Künstler, Ausstellungen und Museen des Baskenlandes vorgestellt.

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Frauen-Kunst in Bilbao

Die Geschichte wird größtenteils von Männern erzählt oder aus der Sicht von Männern. Auch die Kunst entzieht sich dieser patriarchalischen Sichtweise nicht. In diesem Jahr hat das Guggenheim acht Ausstellungen zur Rolle von Frauen im Programm, im Herbst 2021 werden in den Sälen des Museums Künstlerinnen in drei Ausstellungen zu sehen sein. Eröffnet wird dieser Frauen-Herbst mit einer etwa hundert Werke umfassenden Retrospektive, die der US-amerikanischen Malerin Alice Neel (1900-1984) gewidmet ist.

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Zum Tod von José Luis Zumeta

Das Baskenland hat mit dem Tod des Malers José Luis Zumeta nicht nur einen großen Künstler, sondern auch an Farbe verloren. Zumeta starb inmitten der Corona-Krise am 22. April 2020 in seiner Werkstatt im Donostia-Stadtteil Gros. Im Gegensatz zu der Mehrheit seiner baskischen Kolleginnen war Zumetas Stil nicht figurativ, sondern abstrakt. Trotz Ausstellungen in Europa und Amerika wurde er vor allem im Baskenland bekannt und beliebt. Zumeta war Gründungs-Mitglied der avantgardistischen Kunst-Gruppe GAUR.

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Vom besonderen Wert der Kopien

Reproduktion hört sich an wie Kopie, Piraterei, Abklatsch, billig, Verstoß gegen Copyright, Plagiat oder Fälschung. Muss es aber gar nicht sein. Es ist vielmehr eine Art, Kunst ohne die Originale darzustellen. Schließlich können nicht alle nach Athen oder Berlin reisen, um sich den Pergamon-Altar live anzuschauen. Ein gutes Beispiel ist das 1927 eröffnete Reproduktions-Museum in Bilbao. Es zeigt klassische Skulpturen in Originalgröße und wird durch interessante Wechsel-Ausstellungen komplettiert.

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Globalisierungs-Kritik im Tourismus-Tempel

Die Abteilung Video-Kunst des Guggenheim Museums in Bilbao zeigt zwischen März und Juni 2019 eine kritisch-poetische Videokreation der beiden auf Puerto Rico arbeitenden Künstler*innen Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla. Die in Bilbao präsentierten Filme beschäftigten sich mit den negativen Folgen der Globalisierung. „Die tropische Apotheke“ ist der Titel der Ausstellung, die drei Videos umfasst und sich mit der lokalen Pharma-Industrie und den wiederkehrenden katastrophalen Hurrikanen befasst.

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Otl Aicher im Museum der Schönen Künste

Das Museum der Schönen Künste in Bilbao präsentiert zum ersten Mal eine monografische Ausstellung zum Thema Design. Gewidmet ist diese Retrospektive dem deutschen Grafik-Designer Otto “Otl“ Aicher. Auf ihn geht das Logo der Metro Bilbao zurück, deren Eröffnung sich im November 2020 zum 25. Mal jährte. Aicher gilt als einer der prägendsten deutschen Gestalter bzw. Grafik-Designer des 20. Jahrhunderts. Verheiratet war Aicher mit der Schwester der von den Nazis ermordeten Hans und Sophie Scholl.

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Kontroverse um moderne urbane Kunst

Wer heutzutage durch die baskische Hauptstadt Vitoria-Gesteiz geht, trifft in vielen Stadtteilen auf riesige bunte Graffitibilder, die Wände zieren, die ansonsten grau und trist wären. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch ranken sich um diese Wandgemälde Kommentare zwischen Begeisterung und Polemik. Renommierte Künstler*innen und Architekt*innen kritisieren die neue Stadtgestaltung mit verschiedenen Argumenten. Unklar bleibt indes, ob es um sachliche Argumente geht oder um Einflussverlust.

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Wegbereiter der abstrakten Kunst

Das Guggenheim-Museum in Bilbao zeigt eine Ausstellung mit Werken des russischen Malers Wassily Kandinsky, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Revolution der Formen anführte und als Wegbereiter der abstrakten Kunst gilt. Die Ausstellung umfasst neunzig Werke aus der New Yorker Sammlung der Guggenheim Foundation. Diese umfassende Retrospektive, bestehend aus Gemälden und Arbeiten auf Papier, zeichnet Kandinskys ästhetische Entwicklung im Laufe seiner Karriere nach. Trotz Pandemie geöffnet.

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Umstrittene Kunst aus China

Bereits vor ihrer offiziellen Eröffnung hat die Ausstellung „Kunst und China nach 1989“ im Guggenheim Bilbao wegen der Zurschaustellung lebendiger Tiere für Schlagzeilen gesorgt. Die Expo wurde in New York zusammengestellt und zuerst gezeigt. Sie umfasst die bekanntesten chinesischen Kreativen der vergangenen 30 Jahre, die gleichzeitig den Weg der asiatischen Großmacht auf dem Weg in die Globalisierung ausmachen. Die Mehrheit der Werke erschließt sich nur mit Hilfe von Erklärungen und Audioguides.

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