15 items tagged "Geschichten"

  • 1995 Baskische Realitäten

    etagal11Rebellion und Aufstandsbekämpfung

    Im Jahr 1995 standen sich zwei Realitäten in Euskal Herria konfrontativ gegenüber. ETA hatte einen Unternehmer entführt, Teile der Gesellschaft forderten dessen Freilassung. Während eine zivile “Friedens-Bewegung“ mit Kundgebungen und blauen Armbändern Freiheit für den Unternehmer einforderte, demonstrierte die baskische Linke für die Freiheit des Baskenlandes. Die Mainstream-Realität hatte die bürgerlichen Medien hinter sich, die Bewegung nicht mehr als eine Tageszeitung von politischen Aktivisten.

  • Attentate gegen Links

    phora1Todesschwadronen 1977

    Am 5. Oktober 1977 zerstörte am frühen Nachmittag eine Explosion das Redaktionsbüro der linken Zeitschrift "Punto y Hora de Euskal Herria" (Punkt und Stunde) in Iruñea (Pamplona). Wenige Minuten zuvor hatten zwei Journalisten und der Geschäftsführer dieses zur Unabhängigkeits-Bewegung gehörenden baskischen Magazins das Gebäude verlassen. Zu dem Anschlag bekannten sich die rechtsextremen Gruppen “Triple A“ und die “Jugendbrigaden von Navarra“. Solche Gruppen verübten im Baskenland über 70 Attentate.

  • Baskische Korsaren

    korsaren1Handel, Schätze, Waffen, Entern

    Im Laufe der Geschichte waren die Meere Schauplatz vieler Kriege, in denen die Korsaren, Seefahrer mit königlicher Lizenz zum Angriff auf feindliche Schiffe, eine entscheidende Rolle bei der Ausübung der Seemacht spielten. In ihrem Buch ”Geschichte spanischer Korsaren” (2025) würdigt die Archäologin und Historikerin Vera Moya Sordo die Bedeutung spanischer Korsaren. Ein Blick auf das Namensverzeichnis des Buches offenbart eine auffällige Präsenz baskischer Namen in dieser Geschichte. Kein Zufall.

  • Der Bilbao Mann

    bimann1In der mexikanischen Wüste

    Archäologen haben die Überreste eines Menschen identifiziert: das Skelett eines jungen Mannes, der in der Zeit vor siebenhundert bis tausend Jahren in einer Wüste des mexikanischen Bundesstaates Coahuila lebte und starb. Nach dem Namen des Nachbarortes wurden die sterblichen Reste “Bilbao-Mann“ genannt. Sicher nicht in Anlehnung an das baskische Bilbao in Europa, sondern das Bilbao eines anderen Teils der Welt. Mit jenem Bilbao in Mexiko sind es vier bekannte Orte weltweit, die den Namen tragen.

  • Die 318 Toten der Transition

    318aDie Legende vom friedlichen Übergang

    Der vorbildhafte Übergang von der Diktatur zur Demokratie im spanischen Staat ist eine der Legenden der spanischen Geschichtsschreibung. Bei näherer Betrachtung der tatsächlichen Ereignisse stellt sich heraus, dass es sich um eine gezielte Falsch-Information (Fake News) handelt, um den plötzlichen ideologischen Wandel des Großteils der franquistischen Administration zu erklären, diese Faschisten in das neue “demokratische“ System zu integrieren und einem neuen Staatsstreich zuvorzukommen.

  • Die Gaza-Weihnachts-Fiktion

    gaza35aWas Hannah Arendt sagen würde

    Während die westlich-christlichen Gesellschaften Weihnachten feiern und sich mit Geschenken und guten Wünschen überhäufen, praktiziert der zionistische Staat Israel in Palästina, Gaza einen Völkermord, der für alle sichtbar in den Medien live kommentiert wird. Die Deutsch-Jüdin Hannah Arndt versuchte vor 62 Jahren, anlässlich des Eichmann-Prozesses in Jerusalem den Holocaust-Völkermord an der jüdischen Bevölkerung zu analysieren und als warnendes Beispiel vor der Welt-Öffentlichkeit zu denunzieren.

  • Entführung in Kolumbien

    huegun1Mit Stockholm-Syndrom

    Im September 2023 jährte sich zum zwanzigsten Mal die Entführung von sieben Personen im Dschungel des nördlichen Kolumbien. Neben vier Israelis, einer Deutschen und zwei Engländern betroffen war der Baske Asier Huegun aus Donostia, entführt von der ELN-Guerrilla. Die baskische, spanische und internationale Presse widmete der Geschichte damals viel Aufmerksamkeit. Die Gruppe war auf dem Weg zur “Verlorenen Stadt“, einer archäologischen Stätte in der Sierra Nevada de Santa Marta, nahe der Karibik.

  • Euskal Terremoto

    terrem1La tierra tiembla

    Con una magnitud de 4 grados y el epicentro en Iruña de Oca, Araba vivió durante la noche del 8 de diciembre de 2025 el mayor terremoto de la historia del País Vasco. Un seísmo que se percibió apenas durante unos segundos en las viviendas y que no ha causado daños en bienes personales ni materiales. Lo que sí se ha producido es una gran inquietud y dudas sobre qué ocurrió exactamente, si se podría repetir o por qué el Gobierno vasco no remitió ningún tipo de alerta a los móviles.

  • Massaker in Madrid 2004

    atoch1ETA oder Islamisten

    Das Bomben-Massaker am 11. März 2004 gegen die Vorstadtzüge in Madrid-Atocha hatte verheerende Folgen. Ein politisches Erdbeben löste im direkten Anschluss die PP von Regierungschef Aznar aus, als sie die baskische Organisation ETA für die Serien-Explosionen von zehn Sprengsätzen in vier Zügen verantwortlich machte. Obwohl es Hinweise auf islamistische Attentäter gab, beschuldigte Aznar die Basken. Der die Lüge prallte zurück, ihre Folge war eine soziale Revolte und die Niederlage der PP bei den Wahlen.

  • Navarras verlassene Dörfer

    mendin1Opfer moderner Zeiten

    Mendinueta ist ein Dorf im östlichen Zentrum Navarras, das vor 60 Jahren von seinen Bewohner*innen verlassen wurde. Seither beherrschen Einsamkeit, zerfallende Mauern und Gestrüpp das, was vom Ort übrig geblieben ist. Doch seit drei Jahrzehnten kehrt zumindest an einem Tag im Jahr wieder Leben nach Mendinueta, wenn die damaligen letzten Bewohner*innen zum Feiern einer kleinen Fiesta in die Ruinen zurückkehren. Mendinueta ist nur eines von wenigstens zwanzig verlassenen Dörfern der baskischen Region.

  • Putsch-Opfer identifiziert

    bengo1Der unendliche Franquismus

    Die Überreste von Ramón Bengaray Zabalza, einer bedeutenden Persönlichkeit der republikanischen Volksfront von Navarra und Vorstandsmitglied des Fußball-Clubs CF Osasuna, konnten im November 2025 über DNA-Vergleiche identifiziert werden. Das wurde vom Institut für Historische Erinnerung von Navarra mitgeteilt. Ramón Bengaray war nach dem franquistischen Militärputsch (18. Juli 1936) verhaftet und extralegal hingerichtet worden. Dasselbe Schicksal erlitt der Mechaniker Dionisio Gutiérrez Ijalba.

  • Putschversuch 23. Februar

    ges01x01Txillardegis Durchblick

    23F: Ein grotesker Putschversuch, eine Fülle von Anekdoten, eine tiefgreifende Analyse von Txillardegi. Der 23. Februar 1981 hatte damals so weitreichende Konsequenzen, dass in Iruñea (Pamplona) Listen erstellt wurden mit potenziellen Erschießungs-Kandidaten. Im Baskenland brachte sich eine Reihe von Personen in panischer Angst in Sicherheit. Doch die tragikomische Natur des Ereignisses wurde bald sichtbar. Nachzulesen auf den Seiten der Tageszeitung EGIN im Februar 1981, einer Fundgrube für Anekdoten.

  • Reform-Linke vor Wahlsieg

    bwahl1Spannende Regionalwahlen

    Baskenland: EH Bildu vor dem Sprung: Die baskischen Links-Nationalisten könnten bei den Regionalwahlen in der Autonomen Region Baskenland (Euskadi) erstmals stärkste Partei werden. Persönlichkeiten wie Arnaldo Otegi haben nicht nur wesentlich zum Ende von ETA beigetragen, sondern auch einen politischen Strategiewechsel in die Mitte vollzogen. Bestes Beispiel dafür ist, dass Bildu in Madrid zur zuverlässigsten Stütze des Sozialdemokraten Pedro Sanchez in der spanischen Regierung geworden ist.

  • Sanfermines vor 40 Jahren

    sanfer85aFluchterfolg und Sexismus

    Zeitreise zu den San-Fermin-Fiestas von 1985 mit viel Spannungen und politischem Charakter. Am 7. Juli 1985, dem zweiten Tag der Fiesta verbreitete sich inmitten des Trubels die Nachricht von der Flucht der politischen Gefangenen Sarrionandia und Pikabea aus dem Martutene-Gefängnis. Die Zeitreise 40 Jahre zurück erinnert an eine Fiesta, die durch Polizeimord ein Leben gekostet hat und mit dem Namen German Rodriguez auf immer verbunden ist. Eine Fiesta, bis auf die Stiere kaum wiederzuerkennen.

  • Schlaglichter 2012

    2012aSortu kann durchstarten

    Baskenland 2012: Die baskische Linke ist seit zehn Jahren illegalisiert. ETA hat nach der internationalen Aiete-Konferenz zur Konfliktbeilegung vor einem Jahr ihren definitiven Gewaltverzicht erklärt. Während noch 700 politische Gefangene in spanischen Gefängnissen einsitzen, wird die Folterpraxis bei Verhaftungen weitergeführt. Die Linke präsentiert mit Sortu eine neue Partei, deren Statuten auf dem repressiven (illegalisierenden) Parteien-Gesetz basieren und die auf institutionelle Arbeit setzt.

EasyTagCloud v2.8

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information