Persönlichkeiten

Baskische PERSÖNLICHKEITEN aus Geschichte, Politik, Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft und Sport werden in dieser Kategorie vorgestellt.

chilli01Verschwiegene Jugendsünden

Am 10. Januar 1924 wurde der bekannte Bildhauer Eduardo Chillida in Donostia (San Sebastian, Gipuzkoa) geboren. Vor wenigen Tagen war somit sein 100ster Geburtstag. Grund genug für die baskisch-spanische Presse, Nachrufe und Loblieder anzustimmen, und sein Leben Revue passieren zu lassen. In der ehrengeschichtlichen Schreiberei und in Zeitungs-Beilagen wird alles Mögliche erwähnt und breitgetreten, nur nicht seine jugendliche Überzeugung als "radikaler Franquist“. Ein Idol schwankt auf dem Sockel.

liki1Kämpfer für die Utopie

Am 22. Dezember jährte sich zum 40. Mal der Tod von Felix Likiniano, bekannter baskischer Antifranquist. Mit seiner Lebenspartnerin Kasilda Hernáez teilte er anarchistische Ideale, war Mitglied der CNT. Er erlebte den Oktober-Aufstand 1934, den Militärputsch 1936, den Spanienkrieg, den Widerstand gegen den National-sozialismus und die Gründung der antifranquistischen Widerstands-Organisation ETA, deren Anagramm er 1977 entwarf. Likiniano und Hernáez lebten auch nach dem Ende des Franquismus in Baiona.

urkullu1Iñigo Urkullu am Ende

Wenn im Fußball die Ergebnisse nicht mehr zufrieden stellen, werden die Trainer gefeuert. Anders in der Politik. Üblicherweise geben die Chefs der Verlierer klein bei und machen Platz. Oder sie werden von der Partei genötigt und treten “aus persönlichen Gründen“ zurück. Abgänge in Ehren. Nicht so bei der christdemokratischen baskischen PNV, die ihren Ministerpräsidenten regelrecht gefeuert hat. Wie im Fußball. Analyse von 12 Jahren Urkullu, der an der Krise und einer Gewerkschaft zerschellt ist.

adelina1Wegweisende Mädchen-Bildung vor 100 Jahren

Die Lehrerin Adelina Méndez de la Torre war eine Pionierin in zahlreichen Bereichen der Unterrichtsgestaltung und Ausbildung für Lehrkräfte. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sie sich für eine gleichberechtigte Schulausbildung für Mädchen ein. Gleichzeitig plädierte sie für ein kostenloses, öffentliches Schulsystem und schlug eine zweisprachige Erziehung vor, die das soziokulturelle Umfeld der Kinder widerspiegelt. Ihr Ansatz kann als Grundlage des heutigen baskischen Lehrplans betrachtet werden.

pasion1Die leidenschaftliche Kommunistin

Die berühmte Kommunistin Dolores Ibárruri Gómez, auch bekannt als “La Pasionaria“ (Die Passionsblume) wurde 1895 im baskischen Dorf Gallarta im Bergbaugebiet von Bizkaia geboren. Von ihren sechs Kindern überlebten wegen Armut nur zwei. Von Beginn an war sie Mitglied der Kommunistischen Partei, sie wurde 1936 ins spanische Parlament gewählt, musste aber nach dem Spanienkrieg ins sowjetische Exil. Von dort kam sie erst nach Francos Tod wieder zurück und wurde erneut ins spanische Parlament gewählt.

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Von ETA zur Realpolitik

Arnaldo Otegi Mondragon (*1958) ist ein baskischer Politiker. In seiner Jugend war er Mitglied bei ETA, auf der Flucht in Iparralde, verbrachte viele Jahre im Gefängnis. Otegi war 10 Jahre lang Abgeordneter im baskischen Parlament und ist seit 2017 Generalsekretär des links-nationalistischen Parteien-Verbunds EH Bildu. Otegi ist eine umstrittene, aber vielbeachtete Figur im spanischen Panorama. Kein Zweifel besteht daran, dass er bei der Beendigung des bewaffneten Kampfes eine maßgebliche Rolle spielte.

medica11Gegen Krankheit und Machismus

Der Kampf für Gesundheit und gegen männlichen Chauvinismus waren die Herausforderungen, denen sich die Pionierinnen der Medizin im spanischen Staat stellen mussten. Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihr Studium abschlossen. Vier von ihnen waren Baskinnen, im Folgenden wird ihre Geschichte umrissen. Diese Geschichte ist in einem Buch zusammengefasst, veröffentlicht von der Allgemeinen Ärzt*innen-Kammer. Baskische Pionierinnen in der Medizin: Kampf gegen Krankheit und männlichen Chauvinismus.

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Der brutale baskische Kolonisator

Der aus Gipuzkoa stammende Seefahrer und Soldat Lope de Aguirre war ein baskischer Konquistador in Diensten der spanischen Krone, der sich während einer Expedition auf der Suche nach dem legendären Goldland “El Dorado“ gegen die Krone auflehnte und unter seinen Mitverschworenen und Reisegefährten ein Terrorregime errichtete. Aguirre war berüchtigt wegen seiner extremen Grausamkeit, die er gegen die eigenen Leute wie gegen Ureinwohner praktizierte. Werner Herzog drehte einen Film über Aguirres Wirken.

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