Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Aktueller Friedens-Prozess; 4. Migration, Diaspora; 5. Baskische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland. 7. Geschichten, Ereignisse.

ges01x01Txillardegis Durchblick

23F: Ein grotesker Putschversuch, eine Fülle von Anekdoten, eine tiefgreifende Analyse von Txillardegi. Der 23. Februar 1981 hatte damals so weitreichende Konsequenzen, dass in Iruñea (Pamplona) Listen erstellt wurden mit potenziellen Erschießungs-Kandidaten. Im Baskenland brachte sich eine Reihe von Personen in panischer Angst in Sicherheit. Doch die tragikomische Natur des Ereignisses wurde bald sichtbar. Nachzulesen auf den Seiten der Tageszeitung EGIN im Februar 1981, einer Fundgrube für Anekdoten.

senfi1Vom Senegal ins Baskenland

Die beiden Senegalesen Karamo Ndong und Moustapha Ndong verließen wie viele andere ihr Land auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Nach langen Irrfahrten landeten sie im Baskenland, wo sie einen vergleichsweise angenehmen Empfang erlebten. Beruflich taten sie das, was sie auch in ihrem Ursprungsland getan hatten: Zum Fischen aufs Meer zu fahren. Wie gefährlich die Fischerei bis heute ist, ist allgemein bekannt. Karamo und Moustapha bezahlten ihre Arbeit nach einem Unfall vor der Küste mit dem Leben.

relegal1Die Gründung der Gründungs-Partei

Am Morgen des 7. Februar 2011 fand im Euskalduna-Palast in Bilbao eines der spannendsten politischen Ereignisse seit der Illegalisierung der baskischen Linken im Jahr 2002 statt. Die alten Herri-Batasuna-Aktivisten Rufi Etxeberria und Iñigo Iruin stellten die Statuten einer neuen Partei der nationalistischen Linken vor, mit der ein Jahrzehnt der Illegalisierung und Abwesenheit in Institutionen und Parlamenten überwunden werden sollte, allen Widrigkeiten zum Trotz. Das Projekt schlug hohe Wellen.

ogro0150 Jahre Tyrannenmord

Ein halbes Jahrhundert ist vergangen seit dem tödlichen Attentat auf Admiral Luis Carrero Blanco, Präsident der franquistischen Regierung. Nach dem Burgos-Prozess 1970 erschien ETA durch diesen Tyrannenmord auf internationaler Ebene als stärkste Opposition gegen die franquistische Diktatur. Das Baskenland stand plötzlich auf der europäischen Tagesordnung. Zudem löste das spektakuläre Attentat bei der bewaffneten baskischen Organisation eine Lawine von Aktivismus aus, Hunderte wollten sich anschließen.

luhuso1Antimilitaristen vor Gericht

Am 2. April 2024 werden vor dem Pariser Strafgerichtshof zwei baskische Aktivist*innen angeklagt. Der Grund? Sie hatten im Iparralde-Ort Luhuso an der Entwaffnung der Untergrund-Organisation ETA gearbeitet. Das Gericht wird keine Beweise benötigen, denn die Angeklagten sind “geständig“, sie stehen zu dem, was sie gemacht haben. Und erklären, dass sie es wieder tun würden. Eine andere Sache ist die Urteilsfindung. Denn die Aktion von Luhuso war zwar illegal, aber moralisch gesehen ihrer Zeit voraus.

gerpal1Initiative zur Konfliktlösung

"Gernika ist eine besondere Referenz, um den Krieg in Gaza anzuprangern, diese Mobilisierung kann eine weltweite Verbreitung haben". Bereits zu Beginn des Angriffs auf Gaza hat die baskische Initiative Gernika-Palästina mit der großen Demonstration in Donostia auf europäischer Ebene einen Meilenstein gesetzt. Nun, nach fast zwei Monaten Krieg und Völkermord, mit mehr als 17.000 vorwiegend zivilen Toten und einer Vertreibung der Bevölkerung, wie die Welt sie selten erlebt hat, folgt ein zweiter Aufruf.

chilli01Verschwiegene Jugendsünden

Am 10. Januar 1924 wurde der bekannte Bildhauer Eduardo Chillida in Donostia (San Sebastian, Gipuzkoa) geboren. Vor wenigen Tagen war somit sein 100ster Geburtstag. Grund genug für die baskisch-spanische Presse, Nachrufe und Loblieder anzustimmen, und sein Leben Revue passieren zu lassen. In der ehrengeschichtlichen Schreiberei und in Zeitungs-Beilagen wird alles Mögliche erwähnt und breitgetreten, nur nicht seine jugendliche Überzeugung als "radikaler Franquist“. Ein Idol schwankt auf dem Sockel.

urkullu1Iñigo Urkullu am Ende

Wenn im Fußball die Ergebnisse nicht mehr zufrieden stellen, werden die Trainer gefeuert. Anders in der Politik. Üblicherweise geben die Chefs der Verlierer klein bei und machen Platz. Oder sie werden von der Partei genötigt und treten “aus persönlichen Gründen“ zurück. Abgänge in Ehren. Nicht so bei der christdemokratischen baskischen PNV, die ihren Ministerpräsidenten regelrecht gefeuert hat. Wie im Fußball. Analyse von 12 Jahren Urkullu, der an der Krise und einer Gewerkschaft zerschellt ist.

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