Rezensionen

In der Rubrik REZENSIONEN werden Romane, Sach- und Reisebücher vorgestellt, die mit dem Baskenland, der baskischen Kultur und Geschichte in Zusammenhang stehen..

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Dunkle baskische Leidenschaften

Als Martzelina in ein unbekanntes Dorf kommt, schlagen ihr Häme und Misstrauen entgegen. Von den Frauen wird sie gemieden, von den Männern bedrängt, weil man der Ansicht ist, sie sei “leicht zu haben“. Schließlich heiratet sie Domingo, der sein Leben immer häufiger bei waghalsigen Mut- und Härteproben riskiert. Bis eines Nachts eine Wette eskaliert. Roman des baskischen Schriftstellers Anjel Lertxundi, auf einer wahren Begebenheit basierend.

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Die Vergessenen des politischen Konflikts

Die Frage der politischen Gefangenen ist im Baskenland seit 60 Jahren ein aktuelles Thema. Über das Schicksal der politischen Flüchtlinge (aus dem Baskenland) wird schon etwas weniger gesprochen. Weitgehend unbekannt ist das Thema der Deportationen von politischen Aktivisten im Zeitraum zwischen 1984 und 1998. Die das feststellt ist Susana Panisello Sabaté, die Autorin eines Buchs mit dem Titel “Die Deportierten von ETA – Die Vergessenen des Konflikts” – die Geschichte von 70 baskischen Aktivist*innen.

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Fluchtwege des baskischen Präsidenten

Der promovierte Historiker und Journalist Ingo Niebel, der regelmäßig für GARA schreibt, hat soeben bei Ediciones B ein interessantes Essay veröffentlicht, das Licht bringen soll in die weitgehend unbekannte Flucht des Lehendakari José Antonio Agirre, der von Franco und der Gestapo gejagt wurde. Die Arbeit basiert auf bisher unveröffentlichtem Material. "Die Nazis wollten Agirre festnehmen, richtig, aber sie haben sich nicht sonderlich angestrengt". Agirres Flucht verlief über Berlin und Belgien.

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Neue Krimi-Trilogie aus Navarra

Ihre Krimi-Trilogie aus dem navarrischen Baztan-Tal hat der baskischen Schriftstellerin Dolores Redondo einen Riesenerfolg beschert. Eine Verfilmung läuft nun mehrteilig im deutschen Fernsehen. Die baskische Kommissarin Amaia Salazar muss in dem für seine uralten Mythen und Traditionen bekannten Baztan-Tal in den baskischen Vorpyrenäen rituelle Morde an jungen Mädchen aufklären. Dunkle Geheimnisse lauern auch in ihrer eigenen Familie.

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Der Todesschlag von 1937 in Romanform

Die baskischen Historiker Alberto Irigoyen und Xabier Irujo schreiben in ihrem gemeinsamen Roman "Ein Geschenk für Hitler" über die Taten von Wolfram von Richthofen, dem Chef der Nazi-Flugstaffel Legion Condor, die im Spanienkrieg eingesetzt war und an der Vernichtung der baskischen Stadt Gernika (Bomben gegen die Zivilbevölkerung) beteiligt war. Im Buch geht es auch um die Last der Schuld, die auf Richthofens Nachkommen lastet. Irujo arbeitet seit Jahren an der Aufarbeitung dieser Geschichte.

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Commissaire Verlain wird gehetzt

Der Kriminal-Roman “Baskische Tragödie“ von Alexander Oetker zieht sich von Nord nach Süd durch das Baskenland. Commissaire Luc Verlain treibt es zur Auflösung des Falls von Bordeaux über Biarritz nach San Sebastian. Ausgangspunkt ist ein Drogenfund an der Atlantikküste mit verhängnisvollen Folgen. Doch wird aus dem kriminellen Fall mit der Zeit ein persönlicher Fall des Commissaires. Vom polizeilichen Verfolger wird er zum Verfolgten, vom Aufklärer zum Opfer von undurchsichtigen Mafia-Strukturen.

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Von Guinea nach Irun

Die Suche nach seinem kleinen Bruder führt Ibrahima Baldé aus seinem Heimatort in Guinea nach Irun in Gipuzkoa, an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Hier begegnet er dem Bertsolari-Sänger und Schriftsteller Amets Arzalluz, mit dem er Freundschaft schließt und seine Lebensgeschichte erzählt: von Ausbeutung, Gewalt und Einsamkeit. Im vergangenen Jahr wurde in baskischer Sprache ein Buch daraus, das in Buchläden und Kultur Cafés vorgestellt wurde. Nun ist eine deutsche Version erschienen.

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“Bankraub ist eine ehrenvolle Sache“

Im Sommer 2020 starb der baskische Anarchist, Bankräuber und Maurer Lucio Urtubia. In einem abenteuerlichen Leben, von Franquismus, Repression, Flucht und Exil geprägt, blieb Lucio Urtubia immer widerständig und entwickelte mit anderen zusammen großartige Ideen. Wie zum Beispiel den größten Scheckbetrug in der Bankengeschichte. Die Autobiographie von Lucio Urtubia trägt den Titel “Baustelle Revolution. Erinnerungen eines Anarchisten“, sie erschien 2010 im Verlag Assoziation A (256 Seiten, 19,80€).

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