26 items tagged "Wissenschaft"

  • Baskische Dinosaurier

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    Die versteckten Riesen von Treviño

    Seit 1984 haben Wissenschaftler an einemFundort im Baskenland Fossilien verschiedener Urtiere entdeckt und konnten dabei 14 bisher unbekannte Spezies identifizieren. Bei den ausgegrabenen Resten handelt es sich um verschiedene Arten von Sauriern, Fischen, Schildkröten, Meeressäugern und wirbellosen Tieren. Die Paläontologen sind der Meinung, die weltweit einmalige Fundgegend sei zu schlecht gesichert, sie fordern von den Behörden, Abhilfe zu schaffen und weitere Forschungen sicherzustellen.

  • Baskische Haushunde

    hunde11In der Steinzeit domestiziert

    Seit Jahrhunderten gelten Hunde als beste (tierische) Freunde des Menschen. Wann tatsächlich der erste Hund domestiziert wurde, hat die Wissenschaft womöglich lange unterschätzt. Ein Knochenfund im Baskenland (Zestoa, Gipuzkoa) hat jetzt neue und überraschende Hinweise auf die Ursprünge der Kultur der Haushunde ergeben. Ein Oberarmbein (Humerus), das einer Höhle gefunden wurde, dürfte dem ersten domestizierten Hund Europas gehört haben. Ein Bericht im “Journal of Archaeological Science Reports“.

  • Baskische Kartographie

    karto01

    Ganz im Interesse der Herrschenden

    Die erste dokumentierte Kartographie der südlichen baskischen Gebiete kam im 16. Jahrhundert zustande, als der damalige kastilische König einen Atlas in Auftrag gab, der alle Regionen der iberischen Halbinsel umfasste. Generell gilt, dass für die Entwicklung der baskischen Kartographie immer der Einfluss des jeweils herrschenden Imperiums entscheidend war. Die ersten Karten über baskische Territorien, die von baskischen Wissenschaftlern selbst angefertigt wurden, stammen aus dem 18. Jahrhundert.

  • Baskische Spitzentechnologie

    aht001Mit dem BC3 gegen Klimawandel

    Seit im vormals hochindustrialisierten Baskenland in den 80er Jahren auf europäischen Beschluss große Teile der Schwerindustrie stillgelegt wurden, geht die wirtschaftliche Tendenz in Richtung Dienstleistung. Tourismus ist das allgemeine Zugpferd, auf das so gut wie alle Institutionen setzen. Daneben gibt es die von der Baskischen Regierung geförderte Hochtechnologie, die innerhalb des spanischen Staates eine Spitzenposition erreicht hat. Als Beispiel das Forschungszentrum BC3.

  • Bilbao in Zeiten von Cholera

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    Epidemien: Grippe, Pest und Pocken 

    Bilbao, wie das ganze Baskenland und halb Europa, steckt mitten in großen Anstrengungen, die Coronavirus-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Mehr als vier Wochen nach den ersten Fällen steigen die Zahlen von Ansteckungen und Toten weiter. Die Coronavirus-Epidemie ist nicht die erste, die die Hauptstadt der Provinz Bizkaia heimsucht. Von der mittelalterlichen Pest ganz zu schweigen, kam es im Jahr 1918 zu der “Spanische Grippe“ genannten Pandemie. Im 19. Jahrhundert war mehrmals die Cholera angesagt.

  • Bostburuak – Fünfköpfe

    bost01
    Rätselhafte Steinfiguren in der Sierra Andia

    In der Sierra de Andia, eine zwischen den baskischen Provinzen Araba und Navarra liegende Berghochebene, wurden sieben rätselhafte Strukturen entdeckt. Sie haben ungefähr die Form eines Seesterns. Gebildet werden sie aus mittelgroßen Steinen, die in den Boden eingelassen sind. Sie umfassen einen Durchmesser von ungefähr 20 Metern, ihre Arme bilden eine Art Fünfkopf, auf baskisch „bostburu“ (bost = fünf, buru = Kopf). Über Geschichte und Funktion dieser Steingebilde gibt es bisher nur Hypothesen.

  • Das Holz der Neandertaler

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    Seltener Fund in Bizkaia

    Eine internationale Gruppe von Archäologen hat im bizkainischen Ort Barrika ein hölzernes Werkzeug gefunden, das vor ungefähr 90.000 Jahren von Neandertalern benutzt wurde. Es handelt sich um eine Art Hacke, mit der die Erde umgebraben wurde. Entdeckt wurde das Stück im Grabungsort Aranbaltza. Der Ausgrabungsleiter spricht von „einem außergewöhnlichen Fund“, denn ähnliche Gegenstände wurden bisher nur an vier weiteren Orten Europas entdeckt. Die Konservierung von Holzgegenständen ist selten.

  • Das schwimmende Windrad

    armin1Erneuerbare Energie in Armintza

    Das erste schwimmende Windrad im kantabrischen Meer wurde dieser Tage (2022-07-20) im Hafen von Bilbao vorgestellt. In einem Monat soll es vor Armintza an der baskischen Küste Energie erzeugen, die in die Verbrauchskanäle eingespeist wird. Das Windrad, dessen Sockel aus Stahl-Beton besteht, ist eine Forschungs-Produktion der Firma Saitec in Leioa und soll im Rahmen der Bemühungen um erneuerbare Energieformen als Test für einen größeren Windpark vor der Küste von Gorliz-Plentzia im Jahr 2025 dienen.

  • Der älteste Krieg Europas

    tollen1Vor 5.000 Jahren in Araba

    In einer Ausgrabungsstätte nahe der Stadt Laguardia in der süd-baskischen Provinz Araba wurden Anzeichen gefunden, die darauf hindeuten, dass in dieser Gegend die am längsten zurückliegende kriegerische Auseinandersetzung Europas stattgefunden hat. Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Schlacht von Tollense im heutigen Deutschland während der Bronzezeit (1250 v. Chr.) “der älteste Krieg“ war, von dem Spuren gefunden werden konnten. Die baskische Rioja-Gegend ist reich an prähistorischen Funden.

  • Der Höhlenbär von Amoroto

    amoroto1
    Bizkaia-Küste voller archäologischer Funde

    Höhlenforscher der Gruppe Ades aus Gernika entdeckten an den Wänden einer Höhle große Prankenkratzer einer Tierart, die aller Wahrscheinlichkeit nach vor mehr als 25.000 Jahren ausgestorben ist: die Höhlenbären. Die Entdeckung ereignete sich Mitte letzten Jahres, als die Coronavirus-Pandemie noch erlaubte, die Eingeweide der Erde in einer Region zu erforschen, in der insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm viele archäologische Schätze von unschätzbarem historischem Wert gefunden wurden.

  • Die Hand von Irulegi

    irule1Euskara-Geschichte verlängert

    Die Hand von Irulegui ist ein archäologischer Fund in einer Siedlung aus der Eisenzeit (1. Jahrhundert vor Christus) neben den Ruinen der Burg von Irulegui in Lakidain-Laquidáin, östlich von Iruñea-Pamplona, in der baskischen Region Navarra. Die Siedlung wurde verlassen infolge eines inner-römischen Bürgerkriegs, 82-72 v. C. Die Bronzehand trägt eine Aufschrift in baskischer Sprache, die über das heutige Euskara verstehbar ist. Sie bedeutet einen wichtigen Schritt in der baskischen Sprachforschung.

  • Die Mutter aller Höhlen

    santim1Neu-Beschreibung Santimamiñe

    Unter den zahlreichen baskischen Urzeit-Höhlen ist Santimamiñe eine der ältesten und die bekannteste. Sie wurde 1916 entdeckt und wegen Schäden an den Höhlenmalereien später für den öffentlichen Besuch geschlossen. Eine neue aktualisierte Broschüre enthüllt alle Geheimnisse dieser legendären Höhle, im Biosphären-Reservat Urdaibai gelegen, zwischen Bermeo und Gernika. Die Publikation fasst die Forschungen über die Höhle, ihre Umgebung und die Geschichte ihrer urzeitlichen Bewohner*innen zusammen.

  • Dolmen-Route in Navarra

    dol01Hügelgräber oder Orientierungshilfen?

    Fünf Jahrtausende nach ihrer Errichtung sind die Dolmen noch immer von vielen Fragezeichen umgeben. Die allgemein anerkannte Interpretation besagt, dass es sich um prähistorische Gräber handelt. Der Journalist Iñaki Vigor hat mehr als 500 Dolmen in Ober-Nafarroa besucht und kommt zu einem anderen Schluss. In seinem Buch “Prähistorische Routen durch Navarra“ entwickelt er eine neue Theorie: Nicht Begräbnissen sollen sie gedient haben, sondern der besseren Orientierung in unzugänglichen Gebieten.

  • Energieforschung Baskenland

    eroski01Erster energieautarker Supermarkt Europas

    Im baskischen Vitoria-Gasteiz startet die Konsumgenossenschaft Eroski ein Pilotprojekt für nachhaltige Supermärkte. In der Hautpstadt der Autonomen Baskischen Gemeinschaft (CAV) haben die Vorbereitungen für einen Supermarkt von Eroski begonnen (1), der auf Energieautarkie setzt und Mitte 2016 eröffnet werden soll. Damit soll der in der Energiefrage fortschrittlichste Supermarkt Europas entstehen. Die Stadt wurde von der EU Kommission 2012 mit dem Attribut "Green Capital" ausgezeichnet.

  • Forschung Entwicklung

    spri01
    Innovation als Krisenfeuerwehr

    Österreich könnte vom Baskenland in Sachen angewandte Forschung und Innovation einiges lernen. Das meint das mittelständische Forschungs-Netzwerk Austrian Cooperative Research (ACR) nach einer Studienreise nach Donostia und Bilbo. Der Abschlussbericht zeigt, wie in der Autonomen Gemeinschaft nach der Krise der 80er Jahre Industrie-Förderung betrieben wurde, mit dem Schwerpunkt auf Forschung und Technologie-Entwicklung. Mit Zahlen belegt ACR, dass die Basken im europäischen Vergleich sehr gut dastehen.

  • Gravuren in der Alkerdi-Höhle

    alkerdi1
    Steinzeit-Kunst in den Vorpyrenäen

    Neue Forschungs-Technologien ermöglichen immer neue und spektakuläre Entdeckungen aus der Urzeit. In Höhlen, die längst bekannt und erforscht schienen, gibt es interessante neue Funde. Zuletzt bei Urdazubi, im Norden Navarras, in den Pyrenäenausläufern direkt vor der Grenze zum nördlichen Baskenland Iparralde. Schon länger bekannt waren die Malereien der Alkerdi-Höhle, nun wurden in Alkerdi-2 ungewöhnliche Gravuren gefunden, die aus der Altsteinzeit stammen und ungefähr 25.000 Jahre alt sind.

  • Herkunftsforschung Baskenland

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    Von den Chromosomen baskischer Männer

    70% der baskischen Männer stammt von Vorfahren ab, die vor 4500 Jahren lebten – so das Resümee einer wissenschaftlichen Studie, die im vergangenen Sommer 2017 in der Wissenschaftszeitung „Nature“ vorgestellt wurde. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftler*innen studierte anhand von Y-Chromosomen die Abstammung der aktuellen männlichen Bevölkerung nördlich und südlich der Pyrenäen. Die Beteiligung zweier Universitäten ermöglicht der Studie einen besonderen Grad von Anerkennung.

  • Joxe Azurmendi, Philosoph

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    Demontage spanischer Klischees

    Joxe Azurmendi (*1941) ist ein baskischer Schriftsteller, Philosoph, Essayist und Dichter. Er hat zahlreiche Artikel und Bücher über Ethik, Politik, Sprachphilosophie, baskische Literatur und Philosophie veröffentlicht. Er war Direktor eines Verlags, der mehr als 40 Bücher veröffentlichte, hat an der Übersetzung philosophischer Werke ins Baskische gearbeitet, war ein Mitgründer der baskischen Sommer-Universität. Und ist Professor für moderne Philosophie und Dozent an der baskischen Universität.

  • Kantabrische Mittelsteinzeit

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    Spuren von Ur-Basken im kantabrischen Gebirge

    Aus einer Zahnprobe haben Forscher das Aussehen eines Europäers rekonstruiert, der vor 7000 Jahren lebte. Er hatte dunkle Haut und dunkle Haare, aber blaue Augen. Das lesen spanische Wissenschaftler aus dem Erbgut eines Mannes, der vor über 7000 Jahren im Norden der iberischen Halbinsel als Jäger und Sammler lebte, im kantabrischen Gebirge. Dieser Gebirgszug stellt die westliche Verlängerung der Pyrenäen dar und verläuft durch die autonomen Regionen Navarra, Baskenland, Kantabrien, Kastilien-León, Asturien und Galizien.

  • Neandertal in Bizkaia

    neander1100.000 Jahre Steinzeit

    Eine Studie von Neandertaler-Zähnen aus der Axlor-Höhle von Dima (Bizkaia) steht im Mittelpunkt einer Veröffentlichung im Journal of Human Evolution. Die Höhle nahe der Bizkaia-Kleinstadt Dima war im Mittel-Paläolithikum bewohnt. Das haben Ausgrabungen in Axlor ergeben. Wissenschaftler datierten die ältesten menschlichen Überreste, die bisher in Bizkaia gefunden wurden, nun auf die Zeit vor 100.000 Jahren. Möglich gemacht wurden die Alters-Bestimmungen nicht zuletzt durch neuartige Techniken.

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