Migration Diaspora

MIGRATION-DIASPORA ist die Geschichte der Migration aus Euskal Herria und ins Baskenland, vom 16. Jahrhundert bis heute; baskische Migrantinnen und Migranten in der Diaspora, baskische Kulturzentren in aller Welt.


Das WM-Experiment

„Nationalteams“ werden sie genannt, die Kickertrupps, die um die Krone des Fußballs streiten. Wer sich die Teams von England, Frankreich, Holland, Portugal oder Deutschland anschaut – Länder mit blutiger Kolonial-Tradition – mag sich über die große Zahl schwarzer oder brauner Spieler wundern. In jedem dieser Länder existieren große Gruppen in der Bevölkerung, die diese Nicht-Weißen am liebsten rauswerfen würden, ein Symptom des neuen Faschismus in Europa. Viel national und nix mit national.

ihs11Zwischen Irun und Hendaia

Vor sechs Jahren, im Sommer 2018, begann Irungo Harrera, das Willkommens-Netzwerk für Flüchtlinge in Irun seine Arbeit. Drei Freiwillige, die in diesem Netzwerk mitarbeiten, stellten im Oktober 2024 in Donostia-San Sebastian die Arbeit vor, die sie in dieser Zeit geleistet haben. Sie betonten die Notwendigkeit, “nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Herzen zu öffnen“. In der Tat hat die Unterstützung von ankommenden Migrant*innen viel mit “Hinschauen“ und antirassistischer Bildung zu tun.

melde1Wer regiert in Pamplona?

Mehr als 500 Obdachlose warten seit Monaten auf eine Eintragung ins Einwohnerregister, die die Stadtverwaltung von Iruñea (span: Pamplona) systematisch, rechtswidrig und absichtlich verweigert. So funktioniert die billigste Grenze. Es gibt keine offiziellen Daten, aber Organisationen, die seit Jahren mit Migranten und Obdachlosen arbeiten, schätzen, dass die Stadtverwaltung von Iruñea allein zwischen Mai 2025 und Januar 2026 mehr als 500 Anträge auf Eintragung ins Melderegister abgelehnt hat.

pnvus1Von Republikanern zu Demokraten

In den Nord-West-Staaten der USA gibt es große Gemeinschaften von baskischen Migranten, die im 19. Und 20. Jahrhundert in den weit entfernten Westen ausgewandert sind. Weil Bask*innen die Gewohnheit haben, ihre Sprache und Traditionen zu bewahren, gibt es dort eine Reihe von Kulturzentren, Euskal Etxeak, zu denen die baskische Regierung  wiederum enge Beziehungen pflegt. Auch in die Politik haben sich Basken eingemischt, bei Republikanern und Demokraten. Für die rechte PNV keine einfachen Kontakte.

aymane1aÜber Schweden nach Bilbao

Aymane Jelbat wurde in der marokkanischen Großstadt Casablanca geboren. Sein Traum war, der familiären Armut zu entfliehen und im feindlichen Europa ein besseres Leben suchen. Bei einem Trainingslager in Schweden flüchtete er mit einigen Freunden und schlug sich durch bis in den spanischen Staat, bevor er im Baskenland landete, in Vitoria-Gasteiz, Barakaldo und schließlich in Bilbao. Zufall war, dass er mit seinem aktuellen galicischen Club Ourense im Pokal gegen Athletic Bilbao spielte.

lifesupp1Schiffbrüchige im Mittelmeer

Im Mittelmeer geht die Menschlichkeit über Bord, Tausende ertrinken jedes Jahr ohne jede Chance auf Ankunft. Diese Chronik berichtet von Bord des Rettungs-Schiffes Life Support. Ein Bericht vom Versuch, schiffbrüchige Flüchtlinge aufzunehmen, die auf einer Gasplattform vor Tunesien gestrandet sind, verhindert durch die europäische Frontex-Überwachung. Erzählt wird die erfolgreiche Rettung eines Bootes mit 52 Flüchtlingen an Bord erzählt, die in Catania, auf Sizilien, an Land gebracht werden konnten.

mali1Die endlose Reise

Mehr als hundert Flüchtlinge aus Mali und anderen Ländern südlich der Sahara sind erst auf spanischem festland und jetzt im Baskenland angekommen. Ein Teil lebte in Donostia, mehr schlecht als recht, auf der Straße und wurde nun in Oñati willkommen geheißen. Ein anderer Teil, etwa fünfzig Migranten, kam in die baskische Hauptstadt Vitoria-Gasteiz als vorübergehendem (oder endgültigem) Zufluchtsort. Mit Essen versorgt werden sie, wie eine andere Gruppe vor 10 Jahren in Bilbo, von Freiwilligen.

senfi1Vom Senegal ins Baskenland

Die beiden Senegalesen Karamo Ndong und Moustapha Ndong verließen wie viele andere ihr Land auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Nach langen Irrfahrten landeten sie im Baskenland, wo sie einen vergleichsweise angenehmen Empfang erlebten. Beruflich taten sie das, was sie auch in ihrem Ursprungsland getan hatten: Zum Fischen aufs Meer zu fahren. Wie gefährlich die Fischerei bis heute ist, ist allgemein bekannt. Karamo und Moustapha bezahlten ihre Arbeit nach einem Unfall vor der Küste mit dem Leben.

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