Sport

Der Schwerpunkt SPORT beschäftigt sich neben dem klassischen Fußball mit aktuellen Sport-Ereignissen spezifisch baskischer Sportarten wie Pelota und Trainera-Rudern. Er beschreibt, wie sich alte Berufe in folkloristisch anmutende Volks-Sportarten verwandelt haben.

xalonso1Vom Regisseur zum Wundertrainer

Seit der aus Tolosa stammende Xabi Alonso im Jahr 2002 begann, das Mittelfeld seines Teams Real Sociedad San Sebastian zu dominieren, ist der baskische Fußballer aus den Sportberichten nicht mehr wegzudenken. Als Kicker wie als Trainer. Europa-Meister, Weltmeister, Champion mit Liverpool, Bayern München und Real Madrid setzt Alonso seine Karriere nunmehr als Trainer in Deutschland fort. Doch gibt es auch Schattenseiten. Zuletzt wegen einer Villa, die Alonso in Donostia ohne Genehmigung bauen lässt.

(*) Radfahrer Francisco Cepedes (naiz)

Der Baske Francisco Cepeda

Der Name Francisco Cepeda müsste eigentlich in goldenen Buchstaben auf den Seiten des baskischen Radsports stehen. Doch leider ist der Fahrer aus Sopuerta in der Geschichte untergegangen. Er war der erste Baske aus Hego Euskal Herria, dem südlichen Baskenland, der die Tour beendete. Gleichzeitig war er auch der erste Baske, der während einer Etappe der Tour de France starb. Die Geschichte vom Tod von Francisco Cepeda im Jahr 1935 am legendären Galibier-Berg, ein Jahr vor dem faschistischen Putsch.

haitz1Auf der Verliererstraße

"Die Erfüllung meines Traums hat mein Leben versaut" – in einer autorisierten Autobiografie mit dem Titel “Subcampeón – Vizemeister“ hat der ehemalige Fußballer Zuhaitz Gurrutxaga von Real Sociedad San Sebastian (Donostia) eine bittere Bilanz gezogen über seine Karriere im spanischen Profisport. Auf dem Höhepunkt seiner noch jungen Laufbahn, mit besten Aussichten für die Zukunft, versagte seine Psyche, eine Zwangsstörung warf den damals 22-jährigen Zuhaitz von einer Lebenskrise in die nächste.

ehselek01Hausgemachte Fußball-Hypothese

In Katar hat die umstrittenste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten begonnen. Frauenrechte, Menschenrechte – nicht nur die demokratische Welt, sogar WM-Kicker üben scharfe Kritik. Wer dabei ist, darf sich feiern lassen, aus verschiedenen Gründen trifft das auf einige Länder nicht zu. Die einen haben sich nicht qualifiziert, die andern dürfen nicht, weil sie nicht offiziell anerkannt sind. Die baskische Auswahl (Euskal Selekzioa) zum Beispiel. An fußballerischer Qualität würde es nicht fehlen.

sexisms1Rote Karte für Machismus

Ainhoa Azurmendi (Hernani, 1978) ist Dozentin an der Fakultät für Psychologie der Baskischen Universität UPV und war Beraterin für die Ausarbeitung eines Protokolls zur Prävention und Bekämpfung von sexistischer Gewalt im Sport, das 2019 fertiggestellt wurde. Durch den Skandal nach dem Gewinn der Frauen-Weltmeisterschaft im Fußball wurde dieses Protokoll aktueller denn je. Der spanische Fußball-Verband und eine ganze Reihe von Verbands-Verantwortlichen zeigten sich von ihrer schlechtesten Seite.

chivas1Duell der Talentschmieden

Athletic Bilbao gegen den Club Deportivo Guadalajara im Stadion San Mamés? An dieser Idee arbeitet die mexikanische Fußballliga, die mit der spanischen Liga Kontakt aufgenommen hat, um eine Tournee mit vier Teams durchzuführen und sie mit Clubs von der Halbinsel zu messen. Athletic-Chivas hätte hohen symbolischen Wert, es wäre das Duell der Clubs, die nur mit Einheimischen spielen: Athletic Bilbao nur mit Bask*innen, Chivas (so der Beiname des Club Deportivo Guadalajara) nur mit Mexikaner*innen.

kick23aIm Schatten der Tour

Die Fußball-Saison 2022-2023 war zweifellos eine besondere und wird in die Geschichte der Kickerei eingehen, zum Guten wie zum Schlechten. Eine Saison-brechende Weltmeisterschaft wird vorläufig einmalig bleiben, falls nicht die Saudis Milliarden auf den Tisch legen. Den baskischen Fußball hat es wenig berührt. Was mehr denn je deutlich wurde in diesem Fußballjahr ist, dass in diesem Weltsport nicht nur die oft beschworenen “elf Freunde“ eine Rolle spielen, sondern auch die Aufsteller, die Trainer.

2022kick01Die Post-Covid-Saison

Die Covid-Pandemie war noch längst nicht vorbei, doch auf dem Rasen und im Stadion wurde “Normalität“ demonstriert. Wiederholte Covid-Fälle wurden zu unangenehmen, aber alltäglichen Ausfällen für die entsprechenden Teams. Real Sociedad San Sebastian wurde bei Frauen wie bei Männern zum erfolgreichsten Club, mit zwei Teilnahmen an der Champions- und der Europa-League als Lohn. Daneben sind Athletic Bilbao, Deportivo Alavés, SD Eibar und CD Osasuna jeweils doppelt in den Ligen eins und zwei vertreten.

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information