Ökologie

Behandelt werden in der Kategorie ÖKOLOGIE Fragen der ökologischen Entwicklung im Baskenland, beleuchtete werden Projekte, die Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht darstellen und einer umweltschonenden Politik und Haltung entgegen stehen.


Von Kernenergie zu Fischfabrik

Die zwei Meiler des Atomkraftwerks Lemoiz (Lemoniz) an der Bizkaia-Küste waren bereits fertig gebaut, als die spanische Zentral-Regierung beschloss, die Atomanlage wegen der massiven Gegenproteste nicht in Betrieb zu nehmen. Seither sind 45 Jahre vergangen, Reste der Atomruine stehen noch immer. Über die Jahrzehnte wurden einige Pläne diskutiert, was aus Lemoiz werden könnte. Jetzt liegt der Plan auf dem Tisch, dort eine Fischzucht-Anlage zu bauen: Seezungen statt Atom-Energie.

waldbr1Das Risiko steigt

Waldbrände gehen in der Regel auf menschliches Verschulden zurück. Als Folge von Fahrlässigkeit und Unfällen, oder Brandstiftung. Verursacht durch Viehzüchter und Landwirte, die trotz Trockenheit Gestrüpp verbrennen oder Maschinen auf den Feldern einsetzen, wo ein Funken reicht. Waldbrände sind auch die Folge von Sparpolitik bei der Landschaftspflege, bei Waldhütern und Feuerwehr, in spanischen Regionen mit Rechts-Regierungen. Von gezielter Brandstiftung bis zu Boden-Spekulation ist der Weg kurz.

gscheit1Chronologie eines Scheiterns

Im Dezember 2025 haben die baskischen Institutionen das Scheitern des Projekts bekannt gegeben, im Biosphären-Reservat Urdaibai (Bizkaia) ein neues Guggenheim Doppel-Museum bauen zu lassen. Ein Erfolg für den Naturschutz, eine Niederlage für den Massen-Tourismus, ein glatter Erfolg für die Öko-Bewegung “Guggenheim Urdaibai Stop“. Das Projekt war nicht das erste im Naturschutzgebiet, womöglich auch nicht das letzte. Naturschutz muss (trotz bestehender Gesetze) immer wieder neu erstritten werden.

guggurd1Unzweifelhafte Anhörung

Verschiedene baskische Institutionen wollen im Biosphären-Reservat und Naturschutz- und Vogelschutz-Gebiet ein zweites Guggenheim-Museum bauen lassen, mit zwei Standorten und einem kilometer-langen Verbindungssteg, um den Landkreis zu beleben und “ökologischen” Tourismus zu fördern. Große Teile der Bevölkerung sind dagegen. Der von Provinz- und Regional-Regierung in Form einer Studie initiierte Anhörungs-Prozess hat jedoch eine breite Ablehnung des Projekts in der Bevölkerung deutlich gemacht.

gugez1Ein fröhlicher Nachruf

Der Stiftungsrat des Guggenheim-Museums Bilbao hat den Plan zum Bau eines Doppel-Museums im Naturschutz-Gebiet Urdaibai aufgrund der hohen technischen Anforderungen und des sozialen Drucks aufgegeben. Auch beim zweiten Anlauf war das völlig unsinnige und allein auf Tourismus gerichtete Projekt nicht von Erfolg gekrönt. Der Wunsch der Provinz- und Regional-Behörden, den “Guggenheim-Effekt”, der Bilbao durch den Bau des Museums verändert hat, auf Urdaibai auszuweiten, ist damit erneut gescheitert.

lemoniz1La energía mortal

El asesinato del ingeniero Ángel Pascual Múgica que sucedió a José María Ryan era uno de los últimos acontecimientos que condujeron a abandono del proyecto de una planta nuclear en el pueblo vizcaino de Lemoiz (Lemóniz). El 5 de mayo de 1982, ETA mató al ingeniero-director Ángel Pascual Múgica. Había sucedido a José María Ryan, secuestrado y asesinado por ETA quince meses antes. Tanto los atentados como el fuerte movimiento popular contra la energía nuclear llevaron a la suspensión del proyecto.

guggec1Guggenheim gegen Naturschutz

Das Projekt baskischer Behörden, in der Provinz Bizkaia ein neues Doppelmuseum Guggenheim bauen zu lassen, steht kurz davor, in der Schublade zu verschwinden. Das behauptet zumindest die baskische Rechtspresse, die bekanntermaßen beste Kontakte in höhere Ebenen verfügt. Danach erwägen die Institutionen, das Projekt aufgrund der Flut technischer Anforderungen und des entschlossenen Widerstands in der Bevölkerung zu stoppen. Dem Guggenheim im Naturschutz-Gebiet Urdaibai steht ein Wendepunkt bevor.

zaldi51Öko-Skandal mit Todesfolge

Seit dem Absturz der Mülldeponie von Zaldibar am 6. Februar 2020 in der baskischen Provinz Bizkaia sind fünf Jahre vergangen. Einer der Verschütteten wurde gefunden, ein anderer nicht. Ein erster Prozess endete mit einem Schuldeingeständnis der Betreiber und einer Millionen-Entschädigung. Die weiteren Ermittlungen stagnieren, Millionen-Forderungen stehen auf dem Spiel, an einer wirklichen Aufklärung dieses gigantischen Umwelt-Skandals hat außer den betroffenen Familien kaum jemand Interesse.

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