International

Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.

maidan01Doppelte Standards und Gewalt 

Der Maidan-Umsturz in der Ukraine vor zehn Jahren war vor allem geprägt von Ultra-Nationalisten. Schon damals waren die ukrainischen Ultra-Rechten für viele westliche Journalisten und Politiker hoch willkommen. Obwohl schon 2014 deutlich war, dass der rechte Staatsstreich in der Ukraine (unter dem Namen Maidan) zum Krieg in Europa führen kann. Aktuell werden doppelte Standards und Widersprüche im Umgang mit “Rechts“ besonders deutlich. Autor Bernhard Trautvetter am 6.2.2024 auf NachDenkSeiten.

globwar0Düstere Aussichten in der Welt

Eine Welt auf Kriegsfuß, globale Ungleichgewichte – die Konflikt-Perspektiven für das angelaufene Jahr 2024 sind mehr als düster. Mit dem von Israel zur Hölle gemachten Gaza, mit dem festgefahrenen Krieg in der Ukraine, der Russland im Vorteil zeigt, mit einem Afrika im Umbruch und vergessenen Kriegen wie im Sudan – der Planet braucht, auch in Anbetracht der Klimakatastrophe, dringend ein neues Gleichgewicht. Doch die Konfliktparteien gießen Öl ins Feuer, die UNO ist zu einer Seifenoper geworden.

 

euskuba1Versuch einer Kriminalisierung

Gezielt lancierte Falschinformationen sind längst zu einem probaten Mittel für Angriffe gegen linke oder unliebsame Projekte geworden. Von unkritischen bürgerlichen Medien wird diese Art von “Kriegsführung“ gerne unterstützt. Gerichtet sind die Attacken gegen die Protestpartei Podemos, gegen die katalanische Unabhängigkeits-Bewegung oder auch gegen die Euskadi-Kuba-Solidarität. Im Rahmen der US-Blockade gegen Kuba versuchen rechte Medien, “Cuba-Information“ und die NGO Euskadi-Cuba zu zerstören.

inter03x00Bewegung und Solidarität

Internationale Nachrichten auf Baskultur.info. Euskal Herria ist seit zweihundert Jahren ein Auswanderungsland. Dies hat zu vielfältigen Beziehungen zu den jeweiligen Emigrations-Ländern geführt, darunter die USA oder Australien zu Lateinamerika. Als kolonisierte und teilweise unterdrückte Nation haben viele Personen im Baskenland eine besondere Sensibilität für Gruppen oder Nationen mit ähnlichem Schicksal entwickelt. Beispiel: Die Zapatisten-Armee in Chiapas, Mexiko, die vor 30 Jahren erschien.

genoku1Palästina reduzieren und löschen

Völkermord (Genozid) ist der Versuch, “eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe ganz oder teils zu zerstören“. Die militärische Praxis Israels gegen Gaza (2023-2024) wird als Völkermord bezeichnet. Weniger geläufig ist der Begriff “kultureller Völkermord“, definiert als: Ethnozid oder Entnationalisierung, bezeichnet den Versuch, die kulturelle Identität einer bestimmten ethnischen Gruppe zu zerstören, ohne ihre Angehörigen zu töten wie beim Genozid. Beide Formen werden auch zusammen praktiziert.

erdboden1Dem Erdboden gleichmachen

Bereits vor der Feuerpause und dem Geiselaustausch wurde klar, dass Israels Plan die völlige Zerstörung von Gaza ist. Das “Ende von Hamas“ ist gleichbedeutend, dass kein Stein mehr auf dem anderen sitzt. Dass die angekündigte Zerstörung von Gaza weit über das Jahresende hinaus fortgesetzt werden soll, ist nichts als eine Bestätigung der geplanten Vertreibung. Israel hat ein Massaker mit fast 19.000 Menschen und eine seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesene Verwüstung angerichtet. Die Welt schaut zu.

sakine1Die Kurdin aus Dersim

Unvergessen ist der Besuch der kurdischen Aktivistin Sakine Cansiz im Baskenland im Jahr 2009. Bis dahin war der kurdische Kampf um Befreiung in Euskal Herria kein großes Thema. Mit seiner Veranstaltungsreihe “Frauen aus dem Nahen Osten“ begann die Bildungs-Organisation IPES, diesen blinden Fleck zu füllen. Sakine Cansiz war eine der ersten Kurdinnen, die über die Anstrengungen zur nationalen Befreiung und der Befreiung der Frauen berichtete. Drei Jahre später wurde sie im türkischen Auftrag ermordet.

prmvc1125 Jahre US-Kolonie

Puerto Rico begeht den 125. Jahrestag der US-Invasion von 1898. Gleichzeitig haben sich auf der Insel in den vergangenen Jahren neue Perspektiven ergeben, die auf die Erschöpfung des kolonialen Modells für Borinquen hindeuten. Das Ende von vier Jahrhunderten von kastilisch-spanischem Kolonialismus brachte nicht die Souveränität, sondern den Beginn eines komplizierten Verhältnisses der Unterordnung unter die USA. Die Befürworter der Unabhängigkeit freuen sich auf die bevorstehenden Wahlen im Jahr 2024.

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