47 items tagged "Wirtschaft"

  • Antisozialer Tourismus

    anti01
    Konsequenzen des Massentourismus

    Die im Baskenland auflagenstärkste Tageszeitung, aus der der folgende Kolumnen-Text stammt, ist nicht als besonders tourismus-kritisch bekannt. Vielmehr bedient sie das bürgerliche Publikum und Gewerbe, und berichtet gerne über die Anstrengungen der Behörden, dem Tourismus Tür und Tor zu öffnen: die Rekorde des Guggenheim, die Errungenschaften eines Kreuzfahranlegers, die Zukunft des für die Bevölkerung völlig unnützen Hochgeschwindigkeitszuges. Der hier dokumentierte Text ist eine Ausnahme.

  • Arbeitsarmut – Sozialhilfe

    preka01
    Wo Arbeit nicht zu Wohlstand führt

    Armutslöhne und arbeitsrechtliche Prekarität sorgen dafür, dass immer mehr Arbeiterinnen und Arbeiter neben ihrer Entlohnung zusätzlich von Sozialhilfe leben müssen. In der Autonomen Gemeinschaft Baskenland (CAV) ist die Anzahl derer gestiegen, die als arm gelten, obwohl sie regelmäßig arbeiten. Die Zeichen stehen auf Alarm. Dabei ist die Situation im Baskenland im staatlichen Vergleich noch „weniger dramatisch“. Wie immer bei Armut und Prekarität sind Frauen und Jugendliche am schlimmsten betroffen.

  • Basken in Neufundland

    bakailaoa001600 Jahre Kabeljau-Fischzüge

    Das Schiffs-Museum in Donostia zeigt die Ausstellung "Die großen Kabeljau-Fischzüge" (La gran pesca del bacalao). Sie zeigt die Geschichte der baskischen Seeleute, die schon vor Kolumbus den amerikanischen Kontinent befahren haben auf der Suche nach dem wertvollen Fisch. Gezeigt werden Dokumente, Fotografien, Holzschnitte, Gemälde und Modelle aus der Zeit zwischen dem 16.Jahrhundert und heute, die den entbehrungsreichen harten Alltag der Semmänner auf ihren fünfmonatigen Reisen zeigen.

  • Baskenland Jahresrückblick '17

    rb01
    Von Waffen, Sexismus, Fischzucht und Folter

    Zu den wichtigsten Themen im Baskenland 2017 gehörten Ereignisse, die sich „außerhalb“ abspielten: die Schließung des AKW Garoña direkt vor der Grenze und das Unabhängigkeits-Referendum in Katalonien. Und was noch? Die Waffenabgabe von ETA war ein großer Schritt im „Friedensprozess“, aber auch der einzige. Sonst: Schnellzug wird weitergebaut, AKW wird zu Fischfabrik, ein Folterbericht und ein Vergewaltigungsprozess machen Furore, Massentourismus steht heftig zur Debatte, Korruption ist überall.

  • Baskische Sklavenhändler (1)

    skla1
    Louisiana, Sklavenschiffe und Dreieckshandel

    In Schriften über die Geschichte des Baskenlandes wird der Sklavenhandel nicht allzu oft erwähnt. Tatsache ist, dass es baskische Sklavenhändler gab, und dass einige von ihnen damit sehr reich wurden. Tatsache ist auch, dass einige baskische Händler sich in Sevilla niederließen, damals eines der Zentren des europäischen Handels, auch über Europa hinaus. Von Sevilla ging 1492 die Kolumbus-Expedition aus, baskische Seeleute, Händler und Soldaten waren dabei wie später beim Dreieckshandel mit Sklaven.

  • Baskische Spitzentechnologie

    aht001Mit dem BC3 gegen Klimawandel

    Seit im vormals hochindustrialisierten Baskenland in den 80er Jahren auf europäischen Beschluss große Teile der Schwerindustrie stillgelegt wurden, geht die wirtschaftliche Tendenz in Richtung Dienstleistung. Tourismus ist das allgemeine Zugpferd, auf das so gut wie alle Institutionen setzen. Daneben gibt es die von der Baskischen Regierung geförderte Hochtechnologie, die innerhalb des spanischen Staates eine Spitzenposition erreicht hat. Als Beispiel das Forschungszentrum BC3.

  • Baskischer Alltag (1)

    K17
    Missing

    Im Baskenland verschwinden jedes Jahr mehr als 2.000 Personen. 60% sind Jugendliche, die sich wegen Stress oder Streit aus ihrem Umfeld verabschieden, oder unbegleitete jugendliche Migranten. Ansonsten sind es vor allem ältere Menschen, die beim Spaziergang aus Desorientierung den Weg verlieren und nicht zurückkehren. Die meisten Fälle klären sich innerhalb von 48 Stunden auf. Positiv oder negativ. Nackte Zahlen – anonyme Statistik. Ihre Anonymität verliert das Zahlenspiel, wenn es sich um eine bekannte Person handelt.

  • Baskischer Waffenhandel

    waffen01
    Produktion im Wert von 800 Millionen Euro

    Baskische Unternehmen verkaufen Militärmaterial im Wert von 800 Millionen Euro, daraus wird ein Gewinn von 150 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen wurden von Organisationen in Bilbao bekanntgegeben, die sich mit den Themen Ökologie, Antimilitarismus und Internationalismus beschäftigen. Im April 2017 veranstalteten sie eine Protestfahrt, die von Bilbao über Barakaldo nach Getxo führte. Dabei wurde auf den fragwürdigen Wirtschaftszweig aufmerksam gemacht, der Waffen in Kriegsgebiete bringt.

  • Corona-2020, zweite Auflage

    kolu22a1
    Das Böse ist immer und überall

    Alarm in baskischen Altersheimen. Alarm in den Krankenhäusern, die vermehrte Einweisungen erwarten. Alarm beim Fußball, wo die neue Saison mit aus dem Urlaub zurückgekehrten Infizierten begann. Alarm in der Gastronomie, die sich nicht mit reduzierten Öffnungszeiten abfinden will. Alarm auch im Tourismus-Bereich, der erneut eine schwarze Wolke vor sich sieht. Ein zweiter Lockdown ist ausgeschlossen, weil die Wirtschaft das nicht überleben würde, so die Politik. Von Ausgangssperre ist die Rede.

  • Coronavirus – Achte Woche

    covid7a 1
    Noch eine Verlängerung ohne Fußball!

    Im Baskenland gehen wir in die achte Coronavirus-Woche, gleichzeitig ist es die sechste Einschlusswoche, die Tage 36 bis 42, weiter mit Alarmzustand, Ausgangssperre mit Ausnahmen und starker Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Wie vermutet waren die bislang publizierten Zahlen alle falsch, auf allen politischen Ebenen wird dies plötzlich eingestanden. Sogar die Chinesen haben sich diesem Trend angeschlossen. Alles ist schlimmer als es bisher schien. Nur für Kinder soll sich bald etwas verbessern.

  • Coronavirus – Elfte Woche

    covid11a 1
    Was ist hier schon normal!

    Am Montag 11. Mai treten alle jene spanischen Regionen, die den Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie überwunden haben, in die sogenannte Phase Eins. Dazu gehört auch das Baskenland, nicht jedoch Madrid und Barcelona, die weiterhin um die Eindämmung der Epidemie zu kämpfen haben. Erste Gaststätten können wieder öffnen, der Ausgang wird auf den ganzen Tag verlängert, allerdings dürfen die Stadtgrenzen nicht verlassen werden. Lockerung des Einschlusses bedeutet jedoch auch die Gefahr einer zweiten Welle.

  • Coronavirus – Fünfte Woche

    covid4a
    Industrielle Produktion wird stillgelegt

    Die dritte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit beginnt im spanischen Staat mit einer wichtigen Zusatzmaßnahme: der “Einstellung aller nicht essenziellen wirtschaftlichen Aktivitäten“. Fabriken und Gewerbe bleiben somit geschlossen. Nur zur Bekämpfung der Pandemie wird noch gearbeitet. Gleichzeitig wird gebetsmühlenhaft der Tag X beschworen, an dem die Zahlen von Toten und Neuansteckungen zurück gehen und es nur noch Berichte von als geheilt Entlassenen gibt.

  • Coronavirus – Neunte Woche

    covid8a 1
    Kinder Hunde Arbeiterklasse

    43 bis 49 sind die Namen der Tage die vor uns liegen, es beginnt die neunte Einschlusswoche wegen Coronavirus. Viele Eingeschlossenen haben tausend Wege entwickelt, sich körperlich fit zu halten. Doch niemand kann wissen, welche mentalen Folgen die Erfahrung nach sich ziehen wird. Positive Nachricht: Kinder dürfen wieder auf die Straße – eine Stunde wie die Hunde. Freitag ist der 1. Mai, Internationaler Kampftag der Arbeiterinnen-Klasse. Er wird so flachfallen wie alles in den vergangenen Wochen.

  • Coronavirus – Sechste Woche

    covid5a 0
    Wem sollen wir noch glauben?

    Schlossallee verkauft, gehe zurück zur Badstraße. Die vierte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit sollte eigentlich die letzte sein. Doch alle Maßnahmen der Regierung waren so unkoordiniert wie wirkungslos. Das Volk bleibt im Käfig bis zum 26. April. Nicht so Industrie und Bauwesen, die Protagonisten der kapitalistischen Wirtschaft dürfen wieder schweißen und wühlen. Auf Kosten der Beschäftigten. Der Stressfaktor der Sperrzeiten wird zweifellos immens zunehmen.

  • Coronavirus – Siebte Woche

    covid6a 1
    Durchhalten – zweite Verlängerung!

    Siebte Woche Corona-Grippe im Baskenland und anderswo. Fünfte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Die baskische Regierung konnte ihr unsägliches Verbot von Kleinmärkten nicht durchsetzen, weil sich der Volkswille erhob. “Krieg der Masken“ ist kein neuer Kinoschlager, sondern ein neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit der demokratischen Staaten. Es wird schwieriger, im Bekämpfungs-Katalog der Mächtigen einen roten Faden zu finden, das Chaos wächst.

  • Coronavirus – Verlängerung

    covid3a
    Warten auf den Höhepunkt

    Maßnahmen wie Ausgangssperre und Einschränkung der Mobilität haben im Baskenland bisher zu keiner Verbesserung der Situation geführt. Die Maßnahmen sind ungenügend, werden nicht konsequent eingehalten, Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Die Verantwortlichen warten auf den Höhepunkt, den Tag mit den meisten Neu-Ansteckungen und Toten. Danach soll die Welt wieder ins Gleichgewicht kommen. Italien stirbt langsam. Die Botschaft Chinas, das die Pandemie überwunden hat, will niemand hören.

  • Coronavirus – Zehnte Woche

    covid10a 1
    Gelockerte Ausgangssperre

    Die Maßnahmen innerhalb der Coronavirus-Pandemie sind im Baskenland wie im Zentralstaat in eine weitere Lockerungs-Phase getreten. Nach den Arbeiterinnen und den Kindern dürfen nun auch alle anderen nicht-aktiven Bevölkerungs-Gruppen wieder auf die Straße, alles geordnet, nach Altersgruppen und in Zeitfenstern. Die Ansteckungs- und Todeszahlen gehen langsam zurück, Wissenschaftlerinnen warnen vor der zweiten Welle, die angesichts der Entschärfung der Vorsichts-Maßnahmen wahrscheinlicher wird.

  • Coronavirus – Zwölfte Woche

    covid12a 1
    Einschluss in der Provinz

    Die Zahlen von Ansteckungen und Toten durch Coronavirus sinken deutlich. Medizinerinnen werden nicht müde, vor Exzessen und einer zweiten Welle zu warnen, die anderswo bereits Wirklichkeit geworden ist. Ab Montag 18. Mai 2020 gelten die Provinzgrenzen als Limit für die neue Bewegungsfreiheit. In Orten mit weniger als 10.000 Bewohnerinnen fallen die Zeitlimits für Ausgang weg. Ein regelrechter Boom auf die wenigen Plätze in den Straßencafés hat eingesetzt. Das erfordert warten wie vor dem Supermarkt.

  • Coronavirus a la Vasca

    C1901
    Der baskische Alltag mit Covid-19

    Wer einen Begriff davon hat, was Globalisierung bedeutet, wer weiß, wie Massentourismus heutzutage funktioniert, wer sich ungefähr vorstellen kann, wie viele Flugzeuge und Handelsschiffe jeden Tag rund um den Planeten kreisen – konnte sich leicht ausrechnen, dass der chinesische Coronavirus, COVID-19, eher früher als später auch im Baskenland landen würde. Die bedrohliche Epidemie zieht ihre Kreise. Was gestern aus dem Ausland berichtet wurde, wiederholt sich heute vor der Haustüre. (Dieser Artikel wird täglich aktualisiert.)

  • Coronavirus und Sozialpolitik

    yol01
    Feministische Ansätze zum Umdenken

    Yolanda Jubeto ist Professorin für Ökonomie und Spezialistin für Haushaltsplanung und Budgetierung mit geschlechtsspezifischem Ansatz. In einem Interview mit der linken Monatszeitung “El Salto Diario“ (Der tägliche Salto) erklärt sie die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie in einer verständlichen Sprache. Ihre Analyse und Kritik am Krisen-Management sind verbunden mit Vorschlägen zu Veränderungen und einem neuen Denken, in dem die Wirtschaftlichkeit nicht mehr im Mittelpunkt steht.

EasyTagCloud v2.8

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information