60 items tagged "Wirtschaft"

  • Anthologie (3)

    Antho3Industrie
    Industrie – Industrialisierung

    Der Großraum Bilbao – geografisch zwischen Basauri und Santurtzi – hat in den vergangenen 200 Jahren viele Aspekte der baskischen Gesellschaft stark beeinflusst: die Produktionsweise, die Lebensformen, die baskische Sprache Euskara oder die gewerkschaftliche Organisierung. Orte wie Arboleda oder Sestao sind legendär in einer Geschichte, die vor 30 Jahren mit dem Niedergang der Industrie vielfach ihr Ende genommen hat. Die Anthologie INDUSTRIALISIERUNG geht diesem bizkainischen Phänomen auf die Spur.

  • Antisozialer Tourismus

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    Konsequenzen des Massentourismus

    Die im Baskenland auflagenstärkste Tageszeitung, aus der der folgende Kolumnen-Text stammt, ist nicht als besonders tourismus-kritisch bekannt. Vielmehr bedient sie das bürgerliche Publikum und Gewerbe, und berichtet gerne über die Anstrengungen der Behörden, dem Tourismus Tür und Tor zu öffnen: die Rekorde des Guggenheim, die Errungenschaften eines Kreuzfahranlegers, die Zukunft des für die Bevölkerung völlig unnützen Hochgeschwindigkeitszuges. Der hier dokumentierte Text ist eine Ausnahme.

  • April-Nachrichten 2021

    april72x00
    Bitte keine Scherze mit A!

    April, der Gernika-Monat, der Elgeta-Monat. April, der Monat der unsäglichen Scherze. April, der Monat der vierten Corona-Welle und der Massenimpfungen in Messezentren. April, Sieg der Franquisten und Einweihung des Franco-Mausoleums. Gurs, Etxebarrieta, Gagarin, NATO-Gründung, Martin Luther King, Rosenberg-Todesurteil, Eduardo Galeano, Petra Kelly. Segovia-Flucht, Polizeimord Iñigo Cabacas und erzwungener Baustopp in Itoiz. Picasso stirbt, ETA wird entwaffnet, die zweite Republik wird ausgerufen.

  • Arbeitsarmut – Sozialhilfe

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    Wo Arbeit nicht zu Wohlstand führt

    Armutslöhne und arbeitsrechtliche Prekarität sorgen dafür, dass immer mehr Arbeiterinnen und Arbeiter neben ihrer Entlohnung zusätzlich von Sozialhilfe leben müssen. In der Autonomen Gemeinschaft Baskenland (CAV) ist die Anzahl derer gestiegen, die als arm gelten, obwohl sie regelmäßig arbeiten. Die Zeichen stehen auf Alarm. Dabei ist die Situation im Baskenland im staatlichen Vergleich noch „weniger dramatisch“. Wie immer bei Armut und Prekarität sind Frauen und Jugendliche am schlimmsten betroffen.

  • Basken in Neufundland

    bakailaoa001600 Jahre Kabeljau-Fischzüge

    Das Schiffs-Museum in Donostia zeigt die Ausstellung "Die großen Kabeljau-Fischzüge" (La gran pesca del bacalao). Sie zeigt die Geschichte der baskischen Seeleute, die schon vor Kolumbus den amerikanischen Kontinent befahren haben auf der Suche nach dem wertvollen Fisch. Gezeigt werden Dokumente, Fotografien, Holzschnitte, Gemälde und Modelle aus der Zeit zwischen dem 16.Jahrhundert und heute, die den entbehrungsreichen harten Alltag der Semmänner auf ihren fünfmonatigen Reisen zeigen.

  • Baskenland Jahresrückblick '17

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    Von Waffen, Sexismus, Fischzucht und Folter

    Zu den wichtigsten Themen im Baskenland 2017 gehörten Ereignisse, die sich „außerhalb“ abspielten: die Schließung des AKW Garoña direkt vor der Grenze und das Unabhängigkeits-Referendum in Katalonien. Und was noch? Die Waffenabgabe von ETA war ein großer Schritt im „Friedensprozess“, aber auch der einzige. Sonst: Schnellzug wird weitergebaut, AKW wird zu Fischfabrik, ein Folterbericht und ein Vergewaltigungsprozess machen Furore, Massentourismus steht heftig zur Debatte, Korruption ist überall.

  • Baskische Covid-Märchen

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    Es war einmal ein Virus...

    Dass die baskische Gesellschaft zum zweiten Mal in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, ist ein Angriff auf die Gemüter: Wie soll das alles enden? Wann soll das enden? Die Traditionellen und Schlauen sehen die Lösung in der Spritze. Doch wird die entsprechende Diskussion die Geister erneut auseinandertreiben in Gegnerinnen und Verfechter. Wichtiger ist die Überlegung, wieviel Änderung im gesellschaftlichen Leben die Pandemie bereits verursacht hat und ob wir zum Ausgangspunkt zurück wollen.

  • Baskische Sklavenhändler (1)

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    Louisiana, Sklavenschiffe und Dreieckshandel

    In Schriften über die Geschichte des Baskenlandes wird der Sklavenhandel nicht allzu oft erwähnt. Tatsache ist, dass es baskische Sklavenhändler gab, und dass einige von ihnen damit sehr reich wurden. Tatsache ist auch, dass einige baskische Händler sich in Sevilla niederließen, damals eines der Zentren des europäischen Handels, auch über Europa hinaus. Von Sevilla ging 1492 die Kolumbus-Expedition aus, baskische Seeleute, Händler und Soldaten waren dabei wie später beim Dreieckshandel mit Sklaven.

  • Baskische Sklavenhändler (2)

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    Pedro de Morga aus Gernika

    Pedro de Morga, baskischer Sklavenhändler – Ein Buch des Historikers Javier Ortiz Arza aus Bilbao dokumentiert die bedeutende Rolle von baskischen Geschäftsleuten im Sklavenhandel von Sevilla im 16. Jahrhundert, von den Lizenzen bis zu den Schiffen. Als Händler, Schiffbauer und Beamte spielten Basken eine große Rolle, sowohl am kastilischen Hof wie auch in Sevilla, der Stadt, von der aus die mörderischen kolonialen Unternehmungen ausgingen. Pedro de Morga aus Gernika ist ein aussagekräftiges Beispiel.

  • Baskische Spitzentechnologie

    aht001Mit dem BC3 gegen Klimawandel

    Seit im vormals hochindustrialisierten Baskenland in den 80er Jahren auf europäischen Beschluss große Teile der Schwerindustrie stillgelegt wurden, geht die wirtschaftliche Tendenz in Richtung Dienstleistung. Tourismus ist das allgemeine Zugpferd, auf das so gut wie alle Institutionen setzen. Daneben gibt es die von der Baskischen Regierung geförderte Hochtechnologie, die innerhalb des spanischen Staates eine Spitzenposition erreicht hat. Als Beispiel das Forschungszentrum BC3.

  • Baskischer Alltag (1)

    K17
    Missing

    Im Baskenland verschwinden jedes Jahr mehr als 2.000 Personen. 60% sind Jugendliche, die sich wegen Stress oder Streit aus ihrem Umfeld verabschieden, oder unbegleitete jugendliche Migranten. Ansonsten sind es vor allem ältere Menschen, die beim Spaziergang aus Desorientierung den Weg verlieren und nicht zurückkehren. Die meisten Fälle klären sich innerhalb von 48 Stunden auf. Positiv oder negativ. Nackte Zahlen – anonyme Statistik. Ihre Anonymität verliert das Zahlenspiel, wenn es sich um eine bekannte Person handelt.

  • Baskischer Waffenhandel

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    Produktion im Wert von 800 Millionen Euro

    Baskische Unternehmen verkaufen Militärmaterial im Wert von 800 Millionen Euro, daraus wird ein Gewinn von 150 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen wurden von Organisationen in Bilbao bekanntgegeben, die sich mit den Themen Ökologie, Antimilitarismus und Internationalismus beschäftigen. Im April 2017 veranstalteten sie eine Protestfahrt, die von Bilbao über Barakaldo nach Getxo führte. Dabei wurde auf den fragwürdigen Wirtschaftszweig aufmerksam gemacht, der Waffen in Kriegsgebiete bringt.

  • Corona-2020, zweite Auflage

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    Das Böse ist immer und überall

    Alarm in baskischen Altersheimen. Alarm in den Krankenhäusern, die vermehrte Einweisungen erwarten. Alarm beim Fußball, wo die neue Saison mit aus dem Urlaub zurückgekehrten Infizierten begann. Alarm in der Gastronomie, die sich nicht mit reduzierten Öffnungszeiten abfinden will. Alarm auch im Tourismus-Bereich, der erneut eine schwarze Wolke vor sich sieht. Ein zweiter Lockdown ist ausgeschlossen, weil die Wirtschaft das nicht überleben würde, so die Politik. Von Ausgangssperre ist die Rede.

  • Coronavirus – Achte Woche

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    Noch eine Verlängerung ohne Fußball!

    Im Baskenland gehen wir in die achte Coronavirus-Woche, gleichzeitig ist es die sechste Einschlusswoche, die Tage 36 bis 42, weiter mit Alarmzustand, Ausgangssperre mit Ausnahmen und starker Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Wie vermutet waren die bislang publizierten Zahlen alle falsch, auf allen politischen Ebenen wird dies plötzlich eingestanden. Sogar die Chinesen haben sich diesem Trend angeschlossen. Alles ist schlimmer als es bisher schien. Nur für Kinder soll sich bald etwas verbessern.

  • Coronavirus – Elfte Woche

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    Was ist hier schon normal!

    Am Montag 11. Mai treten alle jene spanischen Regionen, die den Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie überwunden haben, in die sogenannte Phase Eins. Dazu gehört auch das Baskenland, nicht jedoch Madrid und Barcelona, die weiterhin um die Eindämmung der Epidemie zu kämpfen haben. Erste Gaststätten können wieder öffnen, der Ausgang wird auf den ganzen Tag verlängert, allerdings dürfen die Stadtgrenzen nicht verlassen werden. Lockerung des Einschlusses bedeutet jedoch auch die Gefahr einer zweiten Welle.

  • Coronavirus – Fünfte Woche

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    Industrielle Produktion wird stillgelegt

    Die dritte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit beginnt im spanischen Staat mit einer wichtigen Zusatzmaßnahme: der “Einstellung aller nicht essenziellen wirtschaftlichen Aktivitäten“. Fabriken und Gewerbe bleiben somit geschlossen. Nur zur Bekämpfung der Pandemie wird noch gearbeitet. Gleichzeitig wird gebetsmühlenhaft der Tag X beschworen, an dem die Zahlen von Toten und Neuansteckungen zurück gehen und es nur noch Berichte von als geheilt Entlassenen gibt.

  • Coronavirus – Neunte Woche

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    Kinder Hunde Arbeiterklasse

    43 bis 49 sind die Namen der Tage die vor uns liegen, es beginnt die neunte Einschlusswoche wegen Coronavirus. Viele Eingeschlossenen haben tausend Wege entwickelt, sich körperlich fit zu halten. Doch niemand kann wissen, welche mentalen Folgen die Erfahrung nach sich ziehen wird. Positive Nachricht: Kinder dürfen wieder auf die Straße – eine Stunde wie die Hunde. Freitag ist der 1. Mai, Internationaler Kampftag der Arbeiterinnen-Klasse. Er wird so flachfallen wie alles in den vergangenen Wochen.

  • Coronavirus – Sechste Woche

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    Wem sollen wir noch glauben?

    Schlossallee verkauft, gehe zurück zur Badstraße. Die vierte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit sollte eigentlich die letzte sein. Doch alle Maßnahmen der Regierung waren so unkoordiniert wie wirkungslos. Das Volk bleibt im Käfig bis zum 26. April. Nicht so Industrie und Bauwesen, die Protagonisten der kapitalistischen Wirtschaft dürfen wieder schweißen und wühlen. Auf Kosten der Beschäftigten. Der Stressfaktor der Sperrzeiten wird zweifellos immens zunehmen.

  • Coronavirus – Siebte Woche

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    Durchhalten – zweite Verlängerung!

    Siebte Woche Corona-Grippe im Baskenland und anderswo. Fünfte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Die baskische Regierung konnte ihr unsägliches Verbot von Kleinmärkten nicht durchsetzen, weil sich der Volkswille erhob. “Krieg der Masken“ ist kein neuer Kinoschlager, sondern ein neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit der demokratischen Staaten. Es wird schwieriger, im Bekämpfungs-Katalog der Mächtigen einen roten Faden zu finden, das Chaos wächst.

  • Coronavirus – Verlängerung

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    Warten auf den Höhepunkt

    Maßnahmen wie Ausgangssperre und Einschränkung der Mobilität haben im Baskenland bisher zu keiner Verbesserung der Situation geführt. Die Maßnahmen sind ungenügend, werden nicht konsequent eingehalten, Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Die Verantwortlichen warten auf den Höhepunkt, den Tag mit den meisten Neu-Ansteckungen und Toten. Danach soll die Welt wieder ins Gleichgewicht kommen. Italien stirbt langsam. Die Botschaft Chinas, das die Pandemie überwunden hat, will niemand hören.

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