Geschichten, Anekdoten und Unglaubliches im Zusammenhang mit baskischen Themen aller Art.
Der unendliche Franquismus
Die Überreste von Ramón Bengaray Zabalza, einer bedeutenden Persönlichkeit der republikanischen Volksfront von Navarra und Vorstandsmitglied des Fußball-Clubs CF Osasuna, konnten im November 2025 über DNA-Vergleiche identifiziert werden. Das wurde vom Institut für Historische Erinnerung von Navarra mitgeteilt. Ramón Bengaray war nach dem franquistischen Militärputsch (18. Juli 1936) verhaftet und extralegal hingerichtet worden. Dasselbe Schicksal erlitt der Mechaniker Dionisio Gutiérrez Ijalba.
In der mexikanischen Wüste
Archäologen haben die Überreste eines Menschen identifiziert: das Skelett eines jungen Mannes, der in der Zeit vor siebenhundert bis tausend Jahren in einer Wüste des mexikanischen Bundesstaates Coahuila lebte und starb. Nach dem Namen des Nachbarortes wurden die sterblichen Reste “Bilbao-Mann“ genannt. Sicher nicht in Anlehnung an das baskische Bilbao in Europa, sondern das Bilbao eines anderen Teils der Welt. Mit jenem Bilbao in Mexiko sind es vier bekannte Orte weltweit, die den Namen tragen.
La tierra tiembla
Con una magnitud de 4 grados y el epicentro en Iruña de Oca, Araba vivió durante la noche del 8 de diciembre de 2025 el mayor terremoto de la historia del País Vasco. Un seísmo que se percibió apenas durante unos segundos en las viviendas y que no ha causado daños en bienes personales ni materiales. Lo que sí se ha producido es una gran inquietud y dudas sobre qué ocurrió exactamente, si se podría repetir o por qué el Gobierno vasco no remitió ningún tipo de alerta a los móviles.
Die Legende vom friedlichen Übergang
Der vorbildhafte Übergang von der Diktatur zur Demokratie im spanischen Staat ist eine der Legenden der spanischen Geschichtsschreibung. Bei näherer Betrachtung der tatsächlichen Ereignisse stellt sich heraus, dass es sich um eine gezielte Falsch-Information (Fake News) handelt, um den plötzlichen ideologischen Wandel des Großteils der franquistischen Administration zu erklären, diese Faschisten in das neue “demokratische“ System zu integrieren und einem neuen Staatsstreich zuvorzukommen.
Handel, Schätze, Waffen, Entern
Im Laufe der Geschichte waren die Meere Schauplatz vieler Kriege, in denen die Korsaren, Seefahrer mit königlicher Lizenz zum Angriff auf feindliche Schiffe, eine entscheidende Rolle bei der Ausübung der Seemacht spielten. In ihrem Buch ”Geschichte spanischer Korsaren” (2025) würdigt die Archäologin und Historikerin Vera Moya Sordo die Bedeutung spanischer Korsaren. Ein Blick auf das Namensverzeichnis des Buches offenbart eine auffällige Präsenz baskischer Namen in dieser Geschichte. Kein Zufall.
Was Hannah Arendt sagen würde
Während die westlich-christlichen Gesellschaften Weihnachten feiern und sich mit Geschenken und guten Wünschen überhäufen, praktiziert der zionistische Staat Israel in Palästina, Gaza einen Völkermord, der für alle sichtbar in den Medien live kommentiert wird. Die Deutsch-Jüdin Hannah Arndt versuchte vor 62 Jahren, anlässlich des Eichmann-Prozesses in Jerusalem den Holocaust-Völkermord an der jüdischen Bevölkerung zu analysieren und als warnendes Beispiel vor der Welt-Öffentlichkeit zu denunzieren.
Fluchterfolg und Sexismus
Zeitreise zu den San-Fermin-Fiestas von 1985 mit viel Spannungen und politischem Charakter. Am 7. Juli 1985, dem zweiten Tag der Fiesta verbreitete sich inmitten des Trubels die Nachricht von der Flucht der politischen Gefangenen Sarrionandia und Pikabea aus dem Martutene-Gefängnis. Die Zeitreise 40 Jahre zurück erinnert an eine Fiesta, die durch Polizeimord ein Leben gekostet hat und mit dem Namen German Rodriguez auf immer verbunden ist. Eine Fiesta, bis auf die Stiere kaum wiederzuerkennen.
Opfer moderner Zeiten
Mendinueta ist ein Dorf im östlichen Zentrum Navarras, das vor 60 Jahren von seinen Bewohner*innen verlassen wurde. Seither beherrschen Einsamkeit, zerfallende Mauern und Gestrüpp das, was vom Ort übrig geblieben ist. Doch seit drei Jahrzehnten kehrt zumindest an einem Tag im Jahr wieder Leben nach Mendinueta, wenn die damaligen letzten Bewohner*innen zum Feiern einer kleinen Fiesta in die Ruinen zurückkehren. Mendinueta ist nur eines von wenigstens zwanzig verlassenen Dörfern der baskischen Region.