International

Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.

pkkpkk1Zwischen Auflösung und Neuaufbau

In den letzten Wochen sorgt eine Nachricht aus dem kurdischen Widerstand für Aufsehen: Nach einer offiziellen Presse-Konferenz auf der Gefängnis-Insel Imrali, in Gegenwart von PPK-Gründer Abdullah Öcalan, hat die Partei auf ihrem 12. Kongress angekündigt, ihre Aktivitäten unter diesem Namen zu beenden. Was auf den ersten Blick wie eine Auflösung wirkt, ist bei genauerer Betrachtung ein strategischer Wandel – und könnte den Beginn einer neuen Phase im kurdischen Befreiungs-Projekt markieren.

interber1x0701Un mundo unipolar

Si la batalla por la influencia en América Latina fuera un partido de fútbol, China iría ganando 2 a 1 a EEUU en el descanso, escribía la agencia Bloomberg a finales de mayo. Esto se debe, en particular, a un enfoque diferente, incluso contradictorio, del Gobierno chino en comparación con el estadounidense: Mientras Donald Trump resucita una "versión particularmente estricta de la Doctrina Monroe", la República Popular opta por "una estrategia a largo plazo basada en la asociación y la solidaridad".

orwell1Konzentrationslager 2.0

Der israelische Kriegsminister Katz hat eine Idee: Er will (im Einvernehmen mit dem Premierminister) eine “humanitäre Stadt” im Gazastreifen errichten. Es handelt sich um ein Gelände im Rafah-Bezirk des Gazastreifens, auf welchem rund 600.000 Palästinenserinnen und Palästinenser in Zelten “konzentriert” werden und “humanitäre Hilfe” erhalten sollen. Die Hamas wird an dieser Versorgung nicht beteiligt sein, womit sie die Kontrolle über die Versorgung verlieren würde. Ein krasser Euphemismus.

inter13x0700Die unipolare Welt

Wäre der Kampf um Einfluss in Lateinamerika ein Fußballspiel, läge China gegen die USA zur Halbzeit mit 2 zu 1 in Führung, schrieb die Agentur Bloomberg Línea Ende Mai. Das liege insbesondere an einem anderen, ja gegensätzlichen Herangehen der chinesischen Regierung im Vergleich zur US-amerikanischen: Während Donald Trump eine "besonders strenge Version der Monroe-Doktrin" wiederbelebe, entscheide sich die Volksrepublik "für eine langfristige Strategie, die auf Partnerschaft und Solidarität beruht".

rls111Deutsche Staatsräson

Tausende hungernder Palästinenser*innen in Gaza strömen zum Hilfszentrum, das von der Gaza Humanitarian Relief Foundation (USA + Israel) an der Küstenstraße im Gebiet Sudaniya eingerichtet wurde, um Lebensmittelpakete zu erhalten und werden dort ermordet. Die BRD sendet ein klares Signal an die Welt: Systematische Gewalt von historischem Ausmaß kann komplett folgenlos bleiben, solange nur die Bündnisse stimmen. H.Hauenstein über Merz, Gaza und den ausbleibenden Paradigmen-Wechsel in der Israelpolitik.

portkol1Kritisch erinnern oder abreißen?

Die portugiesische Kolonialgeschichte umfasst 600 Jahre, von 1415 mit der Eroberung Ceutas und Expeditionen entlang der afrikanischen Küste zur Erkundung des Seewegs nach Indien (das Zeitalter der Entdeckungen) bis 1999 mit der Rückgabe der letzten Überseeprovinz Macau an die Volksrepublik China. Das portugiesische Kolonialreich war mit Besitzungen in Afrika, Indien, Arabien, Südostasien, China und Amerika, das erste tatsächliche Weltreich und das am längsten bestehende Kolonialreich Europas.

frantz1Strukturelle Natur der Gewalt

Jahre lang ist Frantz Fanon von Teilen der postkolonialen Theorie eher entradikalisiert gelesen. Doch seit dem Hamas-Angriff auf Israel beherrscht sein Name wieder politische Debatten. Antiimperialistische Linke in den USA haben versucht, mit Fanon die Hamas zu verteidigen, Teile des bürgerlichen Feuilletons, ihn als Antisemiten abzustempeln. Doch Fanon hielt als Sozialist wenig von den konservativen und islamistischen Strömungen in der algerischen Unabhängigkeits-Bewegung.

antizion1Por la Liberación de Palestina

Bajo los ecos de una Viena que un día albergó los sueños imperiales de los Habsburgo y más tarde las primeras formulaciones teóricas del sionismo moderno, se ha escrito estos días un nuevo capítulo en la historia de las resistencias judías. En junio de 2025, la misma ciudad que vio nacer el proyecto colonial sionista de Theodor Herzl se convirtió en escenario de su más vigorosa impugnación: el primer Congreso Judío Antisionista que trascendió lo meramente político para convertirse en un grito ético y histórico.

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