Künste

Die Kategorie KÜNSTE umfasst sechs Themenbereiche: Kunst, Musik, Theater, Film, Fotografie und Architektur.

ugarte01aIm Schatten von Lorca und Buñuel

Der baskische Schriftsteller, Zineast und Schauspieler Eduardo Ugarte (1901 bis 1955) bildete zusammen mit Federico García Lorca das Direktorium der Theatergesellschaft "La Barraca". Er gilt als eine der vielseitigsten Persönlichkeiten unter den republikanischen Kulturschaffenden im Exil. Jedoch fand er nicht – wie Leon Felipe, José Bergamín, Juan Larrea, Max Aub, oder andere in Mexiko Exilierte – die ihm für sein Werk gebührende Anerkennung. Dazu trug sicher auch sein früher Tod bei.

oteiza01xDer Querdenker Jorge Oteiza

Jorge Oteiza gilt als einer der großen baskischen Künstler des 20.Jhs und als maßgeblicher Vertreter der baskischen Bildhauerschule. Im Gegensatz zu seinen Kollegen Eduardo Chillida und Nestor Basterretxea begnügte sich Jorge Oteiza nicht mit Kunst allein. Zeit seines Wirkens war er auf der Suche nach dem baskischen Wesen, nach der ästhetischen Essenz des Lebens im Baskenland, nach einer baskischen Philosophie. Auf diesem Weg schrieb Oteiza einige Werke, die seine Nachwelt bewegten.

guernica01Picassos Guernica

Das Gemälde "Guernica" von Pablo Picasso zählt zu den bekanntesten Bildern der Kunstgeschichte. Doch wissen nicht alle Betrachterinnen, dass es im Zusammenhang steht mit dem spanischen Krieg von 1936. Auch nicht, woher der Name des Bildes rührt. Oft wird das Bild als eine Reaktion des Republikaners Picasso auf die Vernichtung der baskischen Stadt Gernika bezeichnet. Auch das ist historisch nicht ganz richtig, der Auftrag von Seiten der republikanischen Regierung hatte ihn bereits Monate vorher erreicht.

filmoteca04xxDrei Generationen baskischer Filmemacher

In Donostia (San Sebastian) fand Anfang Juli 2014 ein für die baskische Filmwelt historisches Ereignis statt: ein dreitägiger Kongress mit dem Titel "Baskischer Film: drei Generationen von Filmschaffenden". Organisiert vom Filmarchiv und im Rahmen der Sommeruniversität waren 16 aktive Filmemacher aus drei Generationen zu Gesprächsrunden eingeladen. Erst die Veteranen der 70er und 80er Jahre, am zweiten Tag die der 90er und zum Schluss Vertreter der jungen Generation.

ravel deia01aEin Komponist mit baskischer Seele

Maurice Ravel ist bekannt als einer der berühmtesten französischen Komponisten. Dabei wurde er im Baskenland geboren, an der Atlantikküste im beschaulichen Ciboure. Den Großteil seines Lebens verbrachte er entfernt von seinem Geburtsort, doch verlor er nie den Kontakt zu seinen Ursprüngen. Sein Leben lang fühlte er sich der baskischen Kultur, insbesondere der Liedkultur und dem Tanz eng verbunden. Auch in seinen musikalischen Werken sind einige baskische Referenzen zu finden.

fotomuseo01xFotomuseum Zarautz

Was Fotografie betrifft kann Vitoria-Gasteiz als baskische Hauptstadt bezeichnet werden. In keinem anderen Ort der baskischen Landkarte wird eine vergleichbare, qualitativ hochstehende Auswahl an Ausstellungen dieses Mediums angeboten. In Bilbao ist seit zwei Jahren das Zentrum Zeitgenössischer Fotografie zu finden. Das Prachtstück unter den Foto-Standorten ist jedoch zweifellos das Photomuseum im gipuzkoanischen Zarautz, das sich der umfassenden Darstellung der Fotografie widmet.

haekelguerrilla3aDie Häkelguerilla

Langsam aber stetig verbreitet sich in Euskal Herria eine neue städtische Kunst: das gestrickte Graffiti, bekannt unter dem Namen "urban knitting", städtische Strick-Kunst oder auch "yarnbombing", Garnbombardierung. Ganze Gruppen von Strickerinnen der vier baskischen Großstädte widmen sich dieser Kunstart. Die Kreationen des "yarnbombing" sind auffällig, ironisch und farbenfroh, allerdings auch kurzlebig. Nur mit Glück sind sie zu finden, auch wenn es neuerdings einfacher ist, eine zu erhaschen.

laboa03xLaboa, Lertxundi und die wilde Dreizehn

In den düsteren Zeiten des Franco-Regimes brachte eine handvoll Künstler, Schriftsteller und Sänger/innen die Wiederbelebung und Erneuerung baskischer Kultur, der baskischen Sprache und der baskischen Liedtradition auf die Tagesordnung, die in Zeiten der Zensur kaum Luft zum Atmen gehabt hatte. Namen wie Mikel Laboa, Benito Lertxundi, aber auch Nestor Basterrextea oder Jorge Oteiza sind seitdem unlöschbar mit dem Kampf ums Überleben der baskischen Kultur verbunden. Baskische Medien erinnern täglich an ihr Wirken.

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