gugez1Ein fröhlicher Nachruf

Der Stiftungsrat des Guggenheim-Museums Bilbao hat den Plan zum Bau eines Doppel-Museums im Naturschutz-Gebiet Urdaibai aufgrund der hohen technischen Anforderungen und des sozialen Drucks aufgegeben. Auch beim zweiten Anlauf war das völlig unsinnige und allein auf Tourismus gerichtete Projekt nicht von Erfolg gekrönt. Der Wunsch der Provinz- und Regional-Behörden, den “Guggenheim-Effekt”, der Bilbao durch den Bau des Museums verändert hat, auf Urdaibai auszuweiten, ist damit erneut gescheitert.

Der Plan sah in Gernika und Murueta zwei Museen vor, die durch einen drei Kilometer langen Holzsteg quer durch ein Vogel- und Naturschutz-Gebiet miteinander verbunden werden sollten.

Fast zwanzig Jahre nach den ersten Entwürfen auf Papier und zehn Jahre nach der ersten Vollbremsung wird die Museums-Idee für Urdaibai wieder zu den Akten gelegt. Und diesmal mit dem Gefühl einer institutionellen Niederlage. Es soll keinen dritten Versuch geben, denn das Projekt im Naturschutz-Gebiet wird für immer begraben. Sollte beschlossen werden, ein neues Museum zu errichten, könnte dies an einem anderen Ort in Bizkaia geschehen. Das Baskenland ist zwar klein, aber groß genug, um weitere mögliche Standorte zu bieten, an denen die Bevölkerung vielleicht etwas dankbarer reagiert und eher bereit ist, über die Schrecken von Massentourismus und Umweltzerstörung hinwegzusehen. Orte mit weniger Widerstandgeist als Gernika und umzu.

Der Stiftungsrat des Guggenheim Bilbao hat sich am Dienstag Nachmittag einstimmig beschlossen, den Plan zu den Akten zu legen, nachdem festgestellt wurde, dass die Errichtung einer neuen Pinakothek mit zwei Standorten in Gernika und Murueta nicht realisierbar ist. Es gäbe mehr Nachteile als Vorteile. Museums-Leitung und Behörden halten die Idee zwar weiterhin für gut und wirtschaftlich tragbar (die Kosten für das Projekt wurden auf 130 Millionen Euro geschätzt). Aber die enormen administrativen, ökologischen und städtebaulichen Anforderungen, zusammen mit der Rechtsunsicherheit waren zu hohe Hürden und haben zum Niedergang geführt. Ganz zu schweigen von der starken Ablehnung, die das Projekt in der Region hervorrief.

gugez2Moratorium

Die baskische Regierung und die Provinzregierung hatten monatelang über die Einstellung des Projekts nachgedacht, wie im November in den Medien bekannt wurde. Die Entscheidung wurde auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, an der die Provinz-Prtäsidentin Elixabete Etxanobe, die Kultursenatorin Ibone Bengoetxea und die neue Direktorin des Guggenheim Bilbao, Miren Arzalluz, teilnahmen. Die beiden Erstgenannten waren in den letzten anderthalb Jahren zusammen mit dem Lehendakari (Ministerpräsidenten) die wichtigsten Verfechterinnen des Projekts und des institutionellen Engagements. Regierungschef Imanol Pradales trat als Vorsitzender des Kuratoriums nicht vor die Presse.

Erste Pläne

Die Geschichte des Guggenheim-Museums in Urdaibai reicht bereits für eine Doktorarbeit und mehrere Bücher. Es handelt sich um ein Projekt, das drei Provinz-Präsident*innen und vier Ministerpräsidenten auf den Weg bringen wollten, das will in einem Land, in dem öffentliche Ämter recht lange besetzt bleiben, schon etwas heißen. Der erste Plan aus dem Jahr 2008, einen neuen Sitz für das Museum in den ehemaligen Ferien-Kolonien von Sukarrieta zu errichten, scheiterte an der Uneinigkeit zwischen der Regierung von Bizkaia und der baskischen Regierung, die jeweils von der PNV bzw. von den baskischen Sozialdemokraten der PSE geführt wurden, auch die Wirtschaftskrise trug zur Beerdigung des Projekts im Jahr 2015 bei.

Die Idee wurde 2020 wieder aufgegriffen. Die Sukarrieta-Kolonie wurde verworfen, um stattdessen ein Museum mit zwei Standorten vorzuschlagen. Einer auf dem Grundstück der ehemaligen Besteckfabrik Dalia in Gernika und ein weiterer auf dem derzeit von Astilleros Murueta genutzten Werft-Gelände. Sie sollten durch einen drei Kilometer langen Holzsteg durch das Urdaibai-Feuchtgebiet miteinander verbunden werden – ein ökologischer Wahnsinn. Gerechnet wurde mit einem jährlichen wirtschaftlichen Erlös von 40 Millionen Euro und der Schaffung von 700 direkten und indirekten Arbeitsplätzen in einer Region, die angesichts ihres sozio-ökonomischen Niedergangs dringend Impulse benötigt. Tatsächlich gibt es einen Revitalisierungs-Plan, dessen Leitprojekte in Kürze bekannt gegeben werden sollen. Die Vereinbarung zwischen den Verwaltungen und die wirtschaftliche Hochkonjunktur schienen diesmal den Weg für das neue Guggenheim frei zu machen. Aber dem war nicht so.

Umfrage-Prozess nicht abgeschlossen

Das Projekt geriet vor genau zwei Jahren ins Stocken, als der Stiftungsrat beschloss, den Plan zu überarbeiten und die endgültige Entscheidung über seine Umsetzung auf Ende 2025 zu verschieben. Der Auftritt von Iñigo Urkullu, der Ende 2023 bereits wusste, dass er nicht erneut als Kandidat für das Amt des Lehendakari (Ministerpräsidenten) antreten dürfte, zerstörte alle Brücken zur PNV und beflügelte die wachsende gesellschaftliche Opposition. Er bezweifelte die Durchführbarkeit des Projekts und kündigte eine institutionelle Pattsituation an, die bis dahin nicht bekannt gewesen war. Im folgenden Monat entstand Guggenheim Urdaibai Stop, die Plattform, die die gesamte Unzufriedenheit der Anwohner aus dem Gebiet kanalisierte.

Mit dem Projekt vertraute Quellen führen dessen Ende vor allem auf die Bürokratie zurück. Zu den Schwierigkeiten bei der Dekontaminierung des Grundstücks in Dalia, auf dem jahrzehntelang Schwermetalle abgelagert worden waren, kam die Weigerung der Werft Astilleros Murueta, ihr Grundstück zu verkaufen. Auch die Anpassung der städtebaulichen und umweltrechtlichen Vorschriften gestaltete sich nicht einfach. Dabei ist Anpassung ein vornehmes Wort, denn die zuständigen Behörden, auch in Madrid, hatten bereits begonnen, die Vorschriften derart zu ändern, dass das Projekt passten sollte. Die Entscheidung der Küstenbehörde in Madrid, das Bauverbot von 100 auf 20 Metter von der Küstenlinie zu reduzieren, um das zukünftige Museum möglich zu machen, wurde von mehreren Ökologie-Gruppen heftig kritisiert und angefochten, der Rechtsstreit ist noch nicht entschieden. Die Möglichkeit, ein Gebäude zu errichten, das dann von der Justiz für illegal erklärt werden könnte, war ein realistisches Szenario. Eine Mega-Ruine (wie die Küsten-Hotel-Siedlung Algarrobico in Andalusien) mitten im Biosphärenreservat ist ein Bild, dessen politische Kosten niemand zu tragen wagt.

Basis-Druck

gugez3Der gesellschaftliche Druck konnte nicht ignoriert werden. Die Demonstration, zu der sich im Oktober 2024 Tausende von Menschen in Gernika versammelten, um gegen den Bau des Museums zu protestieren, war der Todesstoß, auch wenn das zu jener Zeit niemand zugeben wollte. Die Guggenheim-Stop-Bewegung wurde jedoch nicht nur auf der Straße aktiv, sondern auf allen Ebenen. Juristische Anfechtungen und Informations-Veranstaltungen im ganzen Land führten schnell dazu, dass die Fähnchen der Bewegung nicht nur in Gernika und Murueta an Balkonen hingen, sondern in der ganzen Provinz Bizkaia und darüber hinaus.

Angesichts der skandalösen Pläne, einen Tourismus-Magneten in ein Naturschutzgebiet erster Klasse zu platzieren und dort Massentourismus einzuführen, war es Leichtes, immer mehr Leute davon zu überzeugen, dass dieser Wahnsinn gestoppt werden muss. Die Befürworter der Museums-Pläne waren zahlenmäßig ohnehin immer in der Minderheit: neben der vorherrschenden PNV-Partei, die immer und überall dem Massentourismus die Tore öffnet, waren nur deren Bürgermeister für das Projekt und viele Gewerbetreibende, die sich irgendeinen wirtschaftlichen Vorteil davon versprechen konnten und denen Landschaftspflege und Umweltschutz völlig gleichgültig ist.

Eine goldene Zitrone hat sich am Rande auch die PSOE-Sanchez-Regierung in Madrid verdient. Völlig unkritisch stellte sie, noch bevor die formalen Schranken für den Bau überwunden und beseitigt waren, 40 Millionen für das Projekt zur Disposition. Sie allein hätte das Projekt stoppen können mit den Regelungen des Küstengesetzes, das in ihre alleinige Kompetenz fällt und nicht nur den Schutz der Küsten, sondern auch der Flüsse beinhaltet. Willig machte Sanchez eine Ausnahme und verkürzte die Schutzzone auf eine Guggenheim-verträgliches Maß, um der PNV nicht den Spaß an einem ihrer anti-ökologischen Lieblings-Projekte zu versalzen. Nach dem Motto: wenn die Projekte nicht in ökologische Schranken passen, werden die Normen so weit gelockert, bis auch die größte Schweinerei passt.

Anhörung

Die Provinzregierung und die baskische Regierung kamen auf die rettende Idee, einen Anhörungs- und Umfrage-Prozess in der Urdaibai-Gegend zu organisierten. Die Beratungsfirma Agirre Center hat diesen Prozess zwar noch nicht abgeschlossen, aber die im vergangenen Sommer vorläufig bekannt gegebenen Ergebnisse reichten den Institutionen und der neoliberalen baskischen PNV-Partei aus. Eineinhalb Jahre vor den Kommunal- und Regionalwahlen war es angesichts der Stärke der linksliberalen Partei EH Bildu in der Region und im gesamten Baskenland ein wahltaktisch zu riskantes Unterfangen, an Plan eines Doppelmuseums im Biosphären-Reservat und Vogelschutzgebiet Urdaibai festzuhalten.

Auch die Guggenheim-Foundation aus New York war auf die Bremsen getreten, zum Beispiel, nachdem Kletterer auf das Museum in Bilbao gestiegen waren, um ein riesiges Transparent gegen das Doppelmuseum herabzulassen. Der Werbe-Effekt eines weltberühmten Bauwerks wandte sich nun plötzlich gegen die Stiftung, selbst in australien wurde bekannt, dass es da einen Streit geben musste im Zusammenhang mit dem Guggenheim, das Bild von der bevorstehenden Umweltzerstörung ging um die Welt. Solche Bilder fürchten die Saubermänner wie der Teufel das Weihwasser, wie es im Volksmund heißt. In der Stiftung, die ansonsten Milliarden an Geldern und Lager voller Kunstwerke verwaltet, ging plötzlich die Angst um, dass ihr “guter Ruf“ angekratzt werden könnte. Dieser Preis ließ sich nicht in Dollars ausdrücken, mit den häufig allmächtigen Dollars konnten die Gegenstimmen nicht zum Schweigen gebracht werden.

Greenpeace

Greenpeace hat in einer Erklärung bekräftigt, dass die Mobilisierung der Gesellschaft dazu geführt hat, ein Projekt zu stoppen, das “die Natur zerstört und eines der wichtigsten Natur-Juwelen des Baskenlandes bedroht hat”. Die Organisation erinnert daran, dass das Projekt ein Feuchtgebiet betroffen hätte, das unter verschiedenen Schutzbestimmungen steht und Lebensraum für zahlreiche bedrohte Arten ist. Nach Angaben der Umwelt-Organisation ist die Klage gegen die Verordnung des Ministeriums für ökologischen Wandel, mit der das Küstengesetz geändert wurde, um den Schutzstreifen des öffentlichen Küstengebiets von 100 auf 20 Meter zu reduzieren und so Platz für den Sitz des Museums in Murueta zu schaffen, noch anhängig. „Wir von Greenpeace hoffen, dass uns die Justiz in dieser Frage Recht gibt und diese Änderung des Küstengesetzes für ungültig erklärt, die einen Präzedenzfall schafft, um Schutzvorschriften zugunsten privater Interessen zu umgehen”, so die Sprecherin der Organisation im Baskenland.

Was nun?

gugez4Sicher gibt es in den nächsten Tagen und Wochen weitere Informationen, die das Scheitern des Guggenheim-Projekts beleuchten und nachvollziehbar machen. Auch werden die politischen Planer nicht die Hände in den Schoß legen, bereits jetzt ist von neuen Projekten “zur Belebung des Landkreises“ die Rede, was wie eine Drohung klingt. Nicht auszuschließen ist, dass ein anderes Guggenheim Projekt an anderem Ort neu inszeniert wird. Die Reduzierung des Guggenheim-Projekts auf den Standort Gernika kommt für den Stiftungsrat nicht in Frage, weil es in einer billige Kopie des Bilbo-Museums ausarten könnte. Denn gesucht wird das Neue und Spektakuläre.

Ein glatte Unverschämtheit ist die Feststellung der Vize-Lehendakari Ibone Bengoetxea, die Entscheidung habe gezeigt, dass die Politik volksnah und lernfähig sei, und die Stimmen der Bevölkerung erhört habe. Dass genau das Gegenteil der Fall ist, zeigen die Stadtverwaltungen ihrer Partei in Donostia und Bilbo, wo Tourismus über alles geht, nichts gegen Wohnungsnot getan wird und Leute auf der Straße leben, weil sie zwangsgeräumt wurden oder nicht ausreichend Geld haben, eine Wohnung zu bezahlen. Seit Jahren fordern Basis-Bewegungen, Gewerkschaften und NGOs, diese Miseren anzugehen – doch die Situation verschlimmert sich.

Guggenheim Urdaibai Stop (GUS)

Die Bewegung Guggenheim Urdaibai Stop hat die Erklärungen der Behörden nach der Aufgabe des Projekts scharf kritisiert. “Jetzt wollen sie ihre mangelnde Reflexion mit simplen Argumenten rechtfertigen”, so die Organisation. GUS ist der Ansicht, dass die Übertragung einer Entscheidung dieser Tragweite an einen Stiftungsrat “mit privaten Interessen” und die Rechtfertigung der Aufgabe mit Argumenten wie Bürokratie, Bodenverschmutzung oder der Weigerung der Werft, das Grundstück zu verkaufen, von “mangelnder Seriosität und Verantwortungslosigkeit” zeugen.

Die Bewegung tdaran, dass die Bürger *innen “von Anfang an die Gründe für die Ablehnung des Projekts Guggenheim Urdaibai kannten”. Einerseits die ökologischen Auswirkungen auf ein Schutzgebiet, “auf die die Wissenschaft von Anfang an hingewiesen hat”. Andererseits sei der Plan mit den Gesetzen zum Schutz des Biosphärenreservats unvereinbar, “trotz wiederholter Versuche der Behörden, diese zu manipulieren”, versicherten sie. “Außerdem würde ein Projekt dieser Art die sozioökonomische Situation unserer Region keineswegs beleben, sondern uns zu Prekarität und zum Verlust unserer Identität verdammen”.

“Aus diesen Gründen haben wir gekämpft, sind wir immer wieder auf die Straße gegangen. Das ist es, was das Projekt gestoppt hat: der Widerstand der Bürger“, wird von GUS unterstrichen. “Das Volk hat gewonnen, Urdaibai hat gewonnen”. “Busturialdea hat Nein gesagt, und diese Botschaft werden wir nun in alle Ecken des Baskenlandes tragen, und as werden wir unseren Nachkommen erzählen.” Die Gruppe bedankte sich ausdrücklich für “die Arbeit aller an der Mobilisierung beteiligten Personen und Netzwerke“: vom Volksnetzwerk (Herri Sarea) über die Propagandagruppe und die Mitarbeiter bis hin zu Freunden und Familien-Angehörigen, die den Kampf unterstützt haben. “Dank Ihrer Arbeit sind wir heute hier“, betonten Eider Gotxi und Ramón Gezuraga, die bekannten Gesichter der Plattform Guggenheim Urdaibai Stop, die ankündigten, dass die nächste Herausforderung darin bestehen werde, “die von der Murueta-Werft besetzten Flächen an wieder zur Marschlandschaft zu machen“.

Die Initiative warnt jedoch davor, dass der Kampf um die Verteidigung der Region „nicht zu Ende ist“, und bekräftigt ihr Engagement für den Schutz der Natur und Umwelt. Sie fordert die Institutionen auf, sich für “seriöse, realisierbare und wirksame Projekte“ zur Verbesserung der sozioökonomischen Lage von Busturialdea einzusetzen und dabei die Meinung der sozialen Akteure der Region zu berücksichtigen. Schließlich wurden alle Nachbar*innen zu einer Feier am 7. Februar 2026 in Gernika eingeladen, wo in festlicher Atmosphäre denr erzielte Erfolg gefeiert und das Engagement für Urdaibai bekräftigen werden soll. “Um zu zeigen, dass die organisierte Gesellschaft in der Lage ist, sich gegen institutionelle Missbräuche zu wehren”.

Der Tod des Projekts ist in jedem Fall ein Erfolg für das Baskenland, für seine Natur und deren Schutz, die durch den immer stärker werdenden Massentourismus immer mehr in Frage und in Mitleidenschaft gestellt wird. Ein Erfolg ist die Absage auch für die Gegen-Bewegung, sie hat gezeigt, dass Mobilisierung möglich ist und Ziele entgegen der kapitalistischen Logik gelegentlich auch erreicht werden können. Das Ende von Guggenheim-Urdaibai ist vielleicht der größte Erfolg einer Basis-Bewegung seit in den 1980er Jahren die Inbetriebnahme des bereits fertig gestellten AKW Lemoiz (span Lemoniz) erreicht werden konnte. Für die Guggenheim-Stop-Bewegung stellt sich nun die Frage, wie weiter gearbeitet werden kann zum Thema Naturschutz und zur Entwicklung des Landkreises, denn solche Erfahrungen von Mobilisierung von unten sollten nicht mit dem Erreichen eines Zieles in der Versenkung verschwinden.

Der Tod des Projekts ist in jedem Fall ein Erfolg für das Baskenland, für seine Natur und deren Schutz, die durch den immer stärker werdenden Massentourismus immer mehr in Frage und in Mitleidenschaft gestellt wird. Ein Erfolg ist die Absage auch für die Gegen-Bewegung, sie hat gezeigt, dass Mobilisierung möglich ist und Ziele entgegen der kapitalistischen Logik gelegentlich auch erreicht werden können. Das Ende von Guggenheim-Urdaibai ist vielleicht der größte Erfolg einer Basis-Bewegung, seit in den 1980er Jahren die Inbetriebnahme des bereits fertig gestellten AKW Lemoiz (span Lemoniz) verhindert werden konnte. Für die Guggenheim-Stop-Bewegung stellt sich nun die Frage, wie weiter gearbeitet werden kann zum Thema Naturschutz und zur Entwicklung des Landkreises, denn solche Erfahrungen von Mobilisierung von unten sollten nicht mit dem Erreichen eines Zieles in der Versenkung verschwinden.

Berichte

Baskultur.info hat in den vergangenen Jahren mehrfach über das Projekt Guggenheim-Urdaibai berichtet:

(1) “Kein Wasser fürs Guggenheim – Neubau im Naturschutzgebiet?“ 2023-11-05 (LINK)

(2) “Stopp Guggenheim Urdaibai – Mafiöse Machbarkeit“, 2024-03-18 (LINK)

(3) “Bizkaia wird nicht verkauft – Umwelt-Bewegung formiert sich“, 2024-06-22 (LINK)

(4) “Guggenheim 2.0 – Naturschutz geopfert“, 2024-07-07 (LINK)

(5) “Nein zu Guggenheim-Urdaibai – Unzweifelhafte Anhörung“, 2025-08-05 (LINK)

(6) “Verband Baskischer Bildhauer – Im Schatten von Guggenheim“, 2025-10-30 (LINK)

(7) “Der Untergang der Gugganic – Guggenheim gegen Naturschutz“, 2025-11-30 (LINK)

(8) “Tod des Architekten – Frank Gehry“, 2025-12-06 (LINK)

ANMERKUNGEN:

(*) Information aus: “El Patronato del Guggenheim abandona finalmente el proyecto de Urdaibai” (Der Stiftungsrat des Guggenheim-Museums gibt das Projekt in Urdaibai endgültig auf), Tageszeitung Gara, 2025-12-16 (LINK).  “Lo más responsable es poner fin al Guggenheim de Urdaibai” (Das Verantwortungsvollste ist, dem Guggenheim in Urdaibai ein Ende zu setzen), Tageszeitung El Correo, 2025-12-16 (LINK)

ABBILDUNGEN:

(1) Urdaibai (elcorreo)

(2) Guggenheim (naiz)

(3) Urdaibai (economista)

(4) Guggenheim (elcorreo)

(PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2025-12-16)

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