92 items tagged "Franquismus"

  • Katalonien und Baskenland

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    Streit um die katalanische Republik

    Wer vor 20 Jahren prophezeit hätte, Katalonien sei noch vor dem Baskenland die erste Region des spanischen Staates, die die Frage der Selbstbestimmung stellen würde, wäre milde belächelt worden. Die Gründe für diese überraschende Entwickung sind interessanterweise mehr in Madrid zu suchen als in Katalonien selbst. Hier war auf institutionellem Weg versucht worden, legitime Rechte und Kompetenzen der Region zu stärken, was in Spanien auf taube Ohren gestoßen ist. Ergebnis: die katalanische Republik.

  • Kriegsopfer im Baskenland

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    Regierung legt Zahlen vor: 20.000

    Der auf den franquistischen Militärputsch folgende Krieg von 1936 und die anschließende Repression forderten in der Region Baskenland (CAV) 19.998 Menschenleben. Dies ist das Ergebnis einer von der baskischen Regierung in Auftrag gegebenen Untersuchung, die den Titel “Bericht über die Verletzung grundlegender Rechte zwischen 1936 und 1978“ trägt. Als Experten hat sich die Regierung eine Professorin für Menschenrechte der baskischen Universität und die Wissenschafts-Gemeinschaft Aranzadi hinzugeholt.

  • Kriegstourismus durch Gernika

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    Makabre Reiseroute an der Nordküste

    Am 26. April 2021 jährt sich zum 84. Mal die Vernichtung der baskischen Stadt Gernika-Lumo, ausgeführt von der nazideutschen Legion Condor im Dienste der aufständischen National-Katholiken mit General Franco an der Spitze. Wenige Wochen nach dem Massenmord in Gernika war der Krieg im Baskenland vorbei (Juni 1937), im restlichen Spanien sollte er noch weitere zwei Jahre dauern. Kaum bekannt ist, dass die Faschisten noch in Kriegszeiten einen makabren Kriegs-Tourismus anboten, an der Bizkaia-Küste entlang.

  • Kunst als Propaganda

    guernica01Picassos Guernica

    Das Gemälde "Guernica" von Pablo Picasso zählt zu den bekanntesten Bildern der Kunstgeschichte. Doch wissen nicht alle Betrachterinnen, dass es im Zusammenhang steht mit dem spanischen Krieg von 1936. Auch nicht, woher der Name des Bildes rührt. Oft wird das Bild als eine Reaktion des Republikaners Picasso auf die Vernichtung der baskischen Stadt Gernika bezeichnet. Auch das ist historisch nicht ganz richtig, der Auftrag von Seiten der republikanischen Regierung hatte ihn bereits Monate vorher erreicht.

  • Kurzmeldungen Baskenland (1)

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    Euskal Herria, Land der tausend Widersprüche

    Kein Tag vergeht im Baskenland ohne – aus der Ferne gesehen – schwer nachvollziehbare Ereignisse, die den demokratischen Charakter der politischen Ereignisse und seiner Protagonisten in Frage stellen. Folter durch Polizeikräfte, politische Justiz, Gruppen-Vergewaltigungen, neofaschistische Umtriebe, Leugnung des Franquismus sind keine Ausnahme-Nachrichten, sondern Ausdruck einer fragwürdigen Normalität. Nur selten wandern diese Meldungen über die spanischen und baskischen Grenzen hinaus.

  • Legion Condor, Hauptquartier

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    Die Nazi-Luftwaffe in Vitoria-Gasteiz

    Gleich zwei Mal ist die historische Ausstellung über die „Geschichte der Legion Condor und die Zerstörung von Gernika“ im April 2017 in der baskischen Hauptstadt Gasteiz (Vitoria) zu sehen. Zum einen in der Altstadt, in der Gaststätte des alternativen Radios Hala Bedi in der Calle Cuchilleria; zum anderen in einem städtischen Bürgerzentrum im neu gebauten Stadtteil Salburua. Dieses Barrio hat eine besondere Geschichte. Hier hatte die Luftwaffen-Truppe der Nazis ihr baskisches Hauptquartier.

  • Lucio Urtubia (Autobiografie)

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    “Bankraub ist eine ehrenvolle Sache“

    Im Sommer 2020 starb der baskische Anarchist, Bankräuber und Maurer Lucio Urtubia. In einem abenteuerlichen Leben, von Franquismus, Repression, Flucht und Exil geprägt, blieb Lucio Urtubia immer widerständig und entwickelte mit anderen zusammen großartige Ideen. Wie zum Beispiel den größten Scheckbetrug in der Bankengeschichte. Die Autobiographie von Lucio Urtubia trägt den Titel “Baustelle Revolution. Erinnerungen eines Anarchisten“, sie erschien 2010 im Verlag Assoziation A (256 Seiten, 19,80€).

  • Maquis - Guerrilla (1)

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    Antifranquistischer Kampf nach dem Krieg

    Bekannt ist, dass rechte Generäle am 18. Juli 1936 im spanischen Staat einen Militärputsch anzettelten, der in einen dreijährigen Krieg mündete. Bekannt ist auch, dass die Nazis mit ihrer Legion Condor in diesem Konflikt eine entscheidende Rolle spielten. Weit weniger bekannt ist, dass der Krieg in Spanien mit dem Sieg der Faschisten und Franco nicht zu Ende war, sondern dass es einen Guerrilla-Kampf gab, der das diktatorische Regime noch mehr als zwei Jahrzehnte lang beschäftigte: der Maquis.

  • Maquis – Guerrilla (2)

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    Erfolg und Niedergang der Guerrilla

    Maquis waren republikanische Milizionäre, die nach dem Spanienkrieg (von 1936 bis 1939) den bewaffneten Kampf gegen den Franquismus in Bergen und Städten weiterführten. In Frankreich reihten sich viele in die Resistance ein, andere gingen im spanischen Norden direkt zum antifranquistischen Widerstand über. 1944 und 1948 wurden zu Meilensteinen jener Bewegung, positiv wie negativ. Zweiter Teil der Maquis-Serie bei Baskultur.info: Stadtguerrilla – größter Erfolg des Maquis – Verrat und Niedergang des Maquis.

  • Maquis aus Frankreich (3)

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    “Operation Spanische Wiedereroberung“

    Der Spanienkrieg von 1936 - 1939 und der Zweite Weltkrieg stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Der erste war kein Bürgerkrieg, sondern eine militärische Auseinandersetzung auf internationaler Ebene. Sicher war es kein Zufall, dass der Weltkrieg von den Nazis nur fünf Monate nach dem Ende des Krieges in Spanien begonnen wurde. Viele Verlierer aus dem Spanienkrieg organisierten sich als Widerstandskämpfer an verschiedenen Fronten: in der Resistance, mit Blick auf Franco; oder in Guerrillas in Spanien.

  • Maravillas - Kriegsverbrechen

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    Josefina Lamberto berichtet

    Wenn Faschisten Krieg führen begehen sie Gräuel, die für Normalsterbliche kaum vorstellbar sind. Das gilt für die Nazis wie für die Franquisten. Nazis erfanden die Vernichtungslager und machten medizinische Versuche mit Menschen. Franquisten raubten, vergewaltigten und mordeten, lebende Opfer wurden in Erdgruben geworfen. In Navarra gab es keinen Krieg, dort stellten sich die Behörden umgehend auf die Seite der putschenden Faschisten. Alle Opfer in Navarra sind deshalb Mordopfer, 1% der Bevölkerung.

  • Marcelo Usabiaga

    usabiaga01Verteidiger der Republik

    Marcelo Usabiaga, einer der letzten überlebenden Verteidiger der Republik gegen den faschistischen Aufstand von 1936 ist im Alter von 98 Jahren im Juli 2015 gestorben. Marcelo Usabiaga war Mitglied der baskischen Abteilung der spanischen KP. Nach dem Militärputsch wurde er Befehlshaber des Bataillons Rosa Luxemburg, geriet auf eine Irrfahrt zwischen Frankreich und den Resten der Republik. Die Nachkriegszeit war geprägt von Verfolgung, Illegalität, Gefängnis und ungebeugtem Widerstand.

  • Memoria-Broschüre BASKALE

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    Antifaschistische Geschichts-Aufarbeitung

    Der in Bilbo ansässige gemeinnützige KULTURVEREIN BASKALE hat aus Anlass der 80-Jahr-Feiern in Gernika, Durango und Bilbo eine Broschüre mit dem Titel „Antifaschistische Erinnerung Bilbao Baskenland“ herausgegeben. Anlass für diesen Reader ist eine Reihe von 80. Jahrestagen verschiedener Kriegsereignisse, die im Jahr 2017 im Baskenland anstehen: die Bombardierung von Durango, die Vernichtung von Gernika im April, im Juni der Fall von Bilbao, der die definitive Niederlage des Baskenlandes besiegelte.

  • Militärputsch 1936

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    Wer finanzierte Krieg und Diktatur?

    Der Schmuggelkönig Juan March, das Portugal Salazars, Mussolinis Italien, die deutschen Nazis, verschiedene europäische Banken und viele andere mehr haben eines gemeinsam: während des Spanienkrieges von 1936 bis 1939 finanzierten sie die Franquisten. Eine Publikation von José Ángel Sánchez Asiaín mit dem Titel „Die Finanzierung des Spanischen Bürgerkriegs“ liefert eine detaillierte Liste der finanziellen und materiellen Hilfen, die den Aufständischen zu Gute kamen, sowie die Namen der Geldgeber.

  • Nachrichten Oktober 2020

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    Im Streit mit Untoten

    Wenn Coronavirus zur Normalität wird, erhalten andere Nachrichten wieder größere Bedeutung. Angesichts der drohenden Wirtschaftskrise ohnegleichen regen sich neue Formen des Widerstands in der baskischen Gesellschaft. Die Techniker*innen im darnieder liegenden Kulturbereich haben eine Gewerkschaft gegründet, arme Leute kämpfen gegen Zwangsräumungen. Weitere Themen: Polizei-Rassismus, antifaschistischer Umzug in Bilbao, Hausbesetzungen und Räumungen, alternative Kultur trotz Coronavirus-Pandemie.

  • Nachrichten September 2020

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    Zwischen Pandemie und Franquismus

    Auch wenn die Tagesnachrichten derzeit nach wie vor stark von der Coronavirus-Pandemie dominiert sind, werden auch andere Themen in der baskisch-spanischen Medienwelt heiß gehandelt: die Flucht des korrupten Königs, ein toter ETA-Gefangener, argentinische Klage wegen Menschenrechts-Verletzungen in der Diktatur, Schulstreik wegen Covid-Unterversorgung, Krise im Gesundheitswesen, Rückkehr der Fußball-Ligen, neues Gesetz zur Aufarbeitung des Franquismus und bevorstehende allgemeine Wirtschaftskrise.

  • Navarra Memoria Exkursion

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    1936: Orte von Mord, Repression, Erinnerung

    Die Regionalregierung von Navarra hat eine Kommission gegründet, deren Aufgabe es ist, für den Schutz, die Pflege und Bekanntmachung der Erinnerungs-Orte aus der Zeit des Krieges von 1936 und den Folgejahren zu sorgen. Dabei handelt es sich um Orte, an denen franquistische Verbrechen stattfanden. Insofern stehen die betreffenden Orte alle mit Unterdrückung, Repression und Mord in Verbindung. 80 Jahre nach dem Krieg kommt dieser Arbeit eine wichtige Funktion in der Aufarbeitung des Franquismus zu.

  • Navarra: Erinnerungsorte

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    Neues Konzept antifaschistischer Bildung

    Seit die spanische Rechte nicht mehr an der Regierung ist, wurde in der baskischen Region Navarra ernsthaft damit begonnen, die Vergangenheit von Krieg und Diktatur aufzuarbeiten. Eine Kommission wurde beauftragt, Erinnerungs-Orte aus der Zeit des Krieges von 1936 und danach zu definieren und sie in ein Bildungs-Programm einzubinden. Orte, an denen franquistische Verbrechen stattfanden. 80 Jahre nach Ende des Krieges kommt dieser Arbeit eine wichtige Funktion in der Aufarbeitung des Franquismus zu.

  • Nazis an der baskischen Grenze

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    Ein Hakenkreuz über dem Bidasoa

    Der Dokumentarfilm “Ein Hakenkreuz über dem Bidasoa“ schildert Anwesenheit und Bewegungsfreiheit der Nationalsozialisten nach der Besetzung Frankreichs, speziell an der baskischen Grenze. Über das Auffinden eines sensationellen Dokuments beschreibt der Film das besondere Interesse der Nazis am baskischen Volk und seiner angeblichen “Rassereinheit“. Die Rede ist von geheimen Treffen zwischen Basken und Nazis, die unterschiedlich interpretiert werden und im Baskenland selbst weitgehend unbekannt sind.

  • Nazis in Pamplona (1940)

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    300 Militärs bei San-Fermín-Fiesta

    Nazi-Deutschland spielte im Spanienkrieg nach dem Franco-Militärputsch von 1936 mit der Entsendung der Luft-Einsatz-Truppe Legion Condor eine entscheidende Rolle. Nach 1939 ließen die Nazis das durch drei Kriegsjahre zerstörte Land die Rechnung bezahlen. Zum einen in barer Münze, vor allem aber in Form von Naturalien aller Art, die sie für ihre Feldzüge in den Osten brauchten. Nazifürsten besuchten das Baskenland, Spanien und Katalonien, um Freundschaften zu pflegen und sich feiern zu lassen.

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