Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.
Der große Kooperativen-Ausstieg
Die Kooperativen Orona und Ulma waren Teil des Kooperativen-Multis MCC, Mondragon Cooperative Corporation. Sie stellen 15% des Konzernumsatzes und 14% der Arbeitsplätze, waren aber mit ihrer Position in der Geschäftsführung nicht zufrieden. Weil ihre Änderungs-Vorschläge abgelehnt wurden, haben die jeweiligen Aktionär*innen auf ihren Versammlungen am 16.12.2022 den Austritt aus dem MCC-Kooperativen-Verbund beschlossen. Über fünf grundlegende Fragen soll der Hintergrund der Entwicklung erklärt werden.
Armut und Zahlungsunfähigkeit
Preise steigen überall, angefangen bei Energieprodukten, die Wirtschaft kriselt, die Inflation zieht an, die Einkommen bleiben hinterher, die Kaufkraft der Bevölkerung sinkt. Dennoch soll sie die Rechnung bezahlen. Um der Inflation zu begegnen, wurden die Leitzinsen erhöht, das hat Auswirkungen auf die Kredit-Rückzahlungen. Euribor-Index ist das gefürchtete Zauberwort. Wer säumig ist, kann die noch nicht abgezahlte Wohnung verlieren. 8.000 Hypotheken im Baskenland sind von Zahlungsausfall bedroht.
In der Steinzeit domestiziert
Seit Jahrhunderten gelten Hunde als beste (tierische) Freunde des Menschen. Wann tatsächlich der erste Hund domestiziert wurde, hat die Wissenschaft womöglich lange unterschätzt. Ein Knochenfund im Baskenland (Zestoa, Gipuzkoa) hat jetzt neue und überraschende Hinweise auf die Ursprünge der Kultur der Haushunde ergeben. Ein Oberarmbein (Humerus), das einer Höhle gefunden wurde, dürfte dem ersten domestizierten Hund Europas gehört haben. Ein Bericht im “Journal of Archaeological Science Reports“.
Duell der Talentschmieden
Athletic Bilbao gegen den Club Deportivo Guadalajara im Stadion San Mamés? An dieser Idee arbeitet die mexikanische Fußballliga, die mit der spanischen Liga Kontakt aufgenommen hat, um eine Tournee mit vier Teams durchzuführen und sie mit Clubs von der Halbinsel zu messen. Athletic-Chivas hätte hohen symbolischen Wert, es wäre das Duell der Clubs, die nur mit Einheimischen spielen: Athletic Bilbao nur mit Bask*innen, Chivas (so der Beiname des Club Deportivo Guadalajara) nur mit Mexikaner*innen.
Hausgemachte Fußball-Hypothese
In Katar hat die umstrittenste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten begonnen. Frauenrechte, Menschenrechte – nicht nur die demokratische Welt, sogar WM-Kicker üben scharfe Kritik. Wer dabei ist, darf sich feiern lassen, aus verschiedenen Gründen trifft das auf einige Länder nicht zu. Die einen haben sich nicht qualifiziert, die andern dürfen nicht, weil sie nicht offiziell anerkannt sind. Die baskische Auswahl (Euskal Selekzioa) zum Beispiel. An fußballerischer Qualität würde es nicht fehlen.
Wer soll das bezahlen?
Die Mietpreise in den vier baskischen Hauptstädten sind in den letzten 18 Monaten in die Höhe geschnellt. Dies geht aus einer Studie hervor, die ein Immobilien-Unternehmen auf der Grundlage der auf seiner Webseite veröffentlichten Angebote errechnet hat. Wohnungen mit einer Miete von weniger als 750 Euro werden als "erschwinglich" oder bezahlbar angesehen – nur leider gibt es sie fast nicht mehr. Der Grenzwert 750 Euro macht deutlich, wie stark die Mieten in den Hauptstädten steigen.
Fragwürdige Museums-Verwaltung
Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, kann leicht das Gleichgewicht verlieren – ausgerechnet zum 25. Geburtstag kommt das Projekt Guggenheim-Bilbao in negative Schlagzeilen. Ein neuer Besuchsrekord zum Jubiläum sollte alles andere in den Schatten stellen. Doch plötzlich erhält der Plan, in einem Naturschutzgebiet eine Zweigstelle einzurichten, gehörigen Gegenwind. Nicht nur von Umweltschützer*innen, sondern aus den eigenen Reihen. Dazu kommen Berichte über unangemessen schlechte Betriebsführung.
Zukunftsverträgliche Produktion
In den letzten Jahren hat sich das Prinzip der Nachhaltigkeit in allen wirtschaftlichen Sektoren zu einer wichtigen Triebfeder von Produktion und Konsum entwickelt, auch im Weinsektor. Gemäß Daten, die vom weltweit führenden Unternehmen zur Erforschung von Weinkonsum “Wine Intelligence“ für den International Wine and Spirit Research zusammengestellt wurden, achtet ein bedeutender Teil der Weintrinker*innen darauf, vorwiegend Marken zu kaufen, die nachweislich umweltfreundlich oder nachhaltig sind.