Kultur

Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

alde01Wer nicht lernen will …

Die baskische Sprache, das Euskara, ist nicht nur die älteste existierende Sprache im europäischen Raum, auch zeichnet sie sich aus durch eine Struktur und Deklination, die kaum vergleichbar ist mit anderen Sprachen. Da ist von 35 Fällen die Rede, eine Besonderheit ist, dass die zur Orientierung wichtigen Präpositionen nicht autonom im Satz stehen, sondern angehängt sind. Worte in ihrer Bedeutung zu identifizieren heißt somit erkennen, was Stamm und Anhängsel ist. Da hilft kein Wörterbuch.

santi01Prachtstück der baskischen Höhlenmalerei

Die Malereien und Gravuren in der Santimamiñe-Höhle von Busturialdea werfen ein Licht auf die Lebensform der baskischen Bewohnerinnen in der Zeit vor 14.500 und 12.000 Jahren, für die Rekonstruktion der baskischen Geschichte sind sie besonders wertvoll. Seit 2008 ist Santimamiñe Welt-Kultur-Erbe. Entdeckt wurde sie von Kindern zufällig im Jahr 1916, also vor genau 100 Jahren. Zum Santimamiñe-Geburtstag werden von den Behörden wissenschaftliche Konferenzen und Höhlenbesuche der speziellen Art organisiert.

atxurra01Atxurra: der harpunierte Bison

Die 1929 entdeckte Höhle Altxurra bei Berriatua wird nach den neuesten Funden in die Geschichte der baskischen Urzeit-Kunst eingehen. Eine der Darstellungen ist sogar auf dem Weg, europäische Kulturgeschichte zu schreiben. Mit ihrem Revisions-Programm hat die Provinzregierung Bizkaia in 10 Jahren 12 Höhlendarstellungen entdeckt, die Geschichte des Baskenlandes kann vervollständigt werden. Pferde, Bisons, Ziegen, Hirsche, Auerochsen füllen die Forschungslücke zwischen Kantabrien und den Pyrenäen.

gorliz1Tuberkulose in Bilbao vor 100 Jahren

Die Arbeiterklasse im 50 Jahre zuvor industrialisierten Bizkaia lebte um Anfang des 19. Jhs. in übelsten Verhältnissen. Lange Arbeitszeiten, schlechter Lohn, Unfallgefahr, schlechte Unterkünfte und miserable Hygiene waren die Bedingungen, die das Leben prägten. Die Lebenserwartung dieser Menschen war gering, ihre Gesundheit war schwer angeschlagen, insbesondere bei Kindern. Regierung und Ärzte mit sozialer Ader steuerten dem entgegen – es war die Geburtsstunde des Lungenheil-Sanatoriums in Gorliz.

hemingway01Spurensuche zwischen Donostia und Bilbo

John Hemingway, Enkel des Literatur-Nobelpreisträgers Ernest Hemingway (1899–1961), wandelte im Frühjahr 2016 im Baskenland auf den Spuren seines berühmten Großvaters. Wie dieser ist er Schriftsteller, vor Jahren hat er eine Familienchronik geschrieben. Hintergrund der Reise war eine Reportage für das Magazin National Geographic Traveller. Begleitet wurde John bei seinen familiären Nachforschungen vom baskischen Schriftsteller und Hemingway-Kenner Edorta Jiménez, der mehrfach über Ernest schrieb.

eusk001Euskara am navarrischen Hof

Das Staatsarchiv von Navarra stellt in einer seiner Galerien im Monat April einen Briefwechsel aus, der von zwei Staatsbeamten – Martín de San Martín und Machín de Zalba – mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahr 1416 geschrieben und unterzeichnet wurde, ein Briefwechsel, der als der längste handgeschriebene Text in baskischer Sprache aus dem Mittelalter gilt. De Zalba war königlicher Schatzmeister von Carlos dem III. (el Noble), in den Briefen geht es um Steuerfragen und private Angelegenheiten.

irujo01Xabier Irujo – baskischer Historiker

In einem am 22. Mai 2016 in der baskischen Presse publizierten Interview analysiert der Historiker und Sprachforscher Xabier Irujo die Hintergründe des Niedergangs der baskischen Sprache im 19. und 20 Jahrhundert. Er erläutert die Bemühungen, das Euskara am Leben zu erhalten und zu revitalisieren. Insbesondere geht es um die Anstrengungen, die im Exil für die baskische Sprache angestellt wurden. Xabier Irujo ist Historiker und Ko-Direktor des Zentrums für Baskische Studien an der Universität Nevada.

berlin01„On Egin“ heißt „Guten Appetit“

In Berlin leben Menschen mit 187 Nationalitäten, das ergibt eine bunte Mischung, wenn es um Küche, Essen und Gastronomie geht. Auch die baskische Küche kann da nicht fehlen. Mit baskischen Wurzeln, gemischt mit anderen Einflüssen, hat sich ein Kneipenprojekt seinen Platz erkämpft. In Neukölln neben dem Metro-Ausgang Rathaus, unter dem Namen „On Egin“ – was auf Baskisch nichts anderes als „Guten Appetit“ bedeutet. Neukölln steht stellvertretend für die in Berlin existierende Multi-Kulti-Kultur.

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