86 items tagged "Frauen"

  • Der ignorierte Generalstreik

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    Wenn Bask/innen allein streiken

    Vermutlich hat kaum jemand im deutschsprachigen Raum mitbekommen, dass es im Baskenland am 30. Januar einen Generalstreik gab. Sogar Zeitungen, die sich sozialistisch nennen oder die sich als linke Medien definieren, war es bestenfalls eine Randmeldung wert, dass auf beiden Seiten der Pyrenäen-Grenze mehrere hunderttausend Menschen für würdige Renten, Löhne und Arbeitsbedingungen streikten und auf die Straßen gingen: Schüler*innen, Jugendliche, Arbeitnehmer*innen und vor allem Rentner*innen.

  • Der Pflege-Generalstreik

    pfleg1Unterstützung aus den Betrieben

    Im spanischen Baskenland mobilisieren auch Gewerkschaften zu einem feministischen Generalstreik, um die Arbeit in der Pflege zu verbessern und sie aus den Klauen kapitalistischer Verwertung zu befreien. VW-Beschäftigte im Werk Pamplona (bask: Iruñea) beteiligen sich an diesem Generalstreik, den Mitglieder des baskischen Gewerkschafts-Verbandes LAB in der Niederlassung organisieren. Unterstützung von sozialen Bewegungen und 1.500 Betriebsrät*innen. Michael Knopp und Raul Zelik in Neues Deutschland.

  • Die Republik der Aktivistinnen

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    Baskische Frauen erkämpfen ihre Rechte

    Im Januar 2020 organisierte die Stadt Bilbao in Kooperation mit dem Erinnerungs-Institut Gogora – Institut zur Aufarbeitung des Krieges und der Franco-Diktatur – zum ersten Mal eine Hommage für die Aktivistinnen der Hauptstadt Bizkaias während der Zweiten Republik und des Spanienkrieges von 1936 bis 1937. Das Datum war nicht zufällig, es fiel zusammen mit dem Gründungtag der “Vereinigung Antifaschistischer Frauen“ am 10. Januar 1937. Frauen wir Juana Mir oder Clara Campoamor spielten eine wichtige Rolle.

  • Die Treidlerinnen von Bilbao

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    Zu Tode geschuftet und verachtet

    Die Treidlerinnen von Bilbao sind seit dem 1. Mai 2021 mit einer Skulptur an der Uferpromenade in der Nähe des Guggenheim Museums verewigt. Diese Frauen (baskisch “Zirgariak“, spanisch “Sirgueras“) zogen die Schiffe vom Ufer aus mit Hilfe eines dicken Schlepptaus von der Flussmündung in Getxo in den 14 Kilometer entfernten Hafen. Die Skulptur besteht aus vier Frauen von 2,5 Metern Höhe, die mit einem dicken Seil miteinander verbunden sind. Sie würdigt den schweren und zermürbenden Arbeitseinsatz dieser Frauen.

  • Dolores Ibárruri

    pasion1Die leidenschaftliche Kommunistin

    Die berühmte Kommunistin Dolores Ibárruri Gómez, auch bekannt als “La Pasionaria“ (Die Passionsblume) wurde 1895 im baskischen Dorf Gallarta im Bergbaugebiet von Bizkaia geboren. Von ihren sechs Kindern überlebten wegen Armut nur zwei. Von Beginn an war sie Mitglied der Kommunistischen Partei, sie wurde 1936 ins spanische Parlament gewählt, musste aber nach dem Spanienkrieg ins sowjetische Exil. Von dort kam sie erst nach Francos Tod wieder zurück und wurde erneut ins spanische Parlament gewählt.

  • Edurne Pasaban, Bergsteigerin

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    Die 14 Achttausender von Edurne

    Edurne Pasaban, die Bergsteigerin aus Tolosa in Gipuzkoa, schrieb Geschichte, indem als erste Frau der Welt die vierzehn höchsten Berge des Planeten krönte. Am 17. Mai 2010 vollendete die Baskin mit dem Shisha Pangma die Besteigung der vierzehn höchsten Berge der Welt. Die Bergsteigerin aus Gipuzkoa vollendete an jenem Tag eine Herausforderung, die sie unbewusst im Jahr 2001 begonnen hatte. Damals war sie 28 Jahre alt und unternahm mit der Besteigung des Everest ihre erste Expedition auf einen 8.000er-Gipfel.

  • Eva Forest in Erinnerung

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    Antifranquistin, Internationalistin

    Genoveva Forest Tarrat, im Baskenland besser bekannt unter dem Namen Eva Forest, war Ärztin, Schriftstellerin, Verlegerin und international bekannte Widerstands-Kämpferin gegen die Franco-Diktatur. Geboren wurde sie am 6. April 1928 in Barcelona, sie starb am 19. Mai 2007 in ihrer baskischen Wahlheimat Hondarribia. Als Oppositionelle gegen das franquistische Regime wurde Eva Forest wiederholt verhaftet und gefoltert. Einige ihrer Erzählungen und Essays wurden auch in die deutsche Sprache übersetzt.

  • Fabrik-Arbeiterinnen um 1900

    frauenarbeit01Ehefrauen, Mütter, Kämpferinnen

    Die industrielle Entwicklung brachte eine Reihe von gesellschaftlichen Umformungen mit sich, die weit über die ökonomische Dimension hinaus gingen. Frauen traten verstärkt in den Mittelpunkt industrieller Arbeit und ins Licht des öffentlichen Interesses. Selbst in den Minen waren sie vertreten. In der Landwirtschaft mussten sie die in die Industrie abgewanderten Männer ersetzen. Daneben waren sie weiter Hausarbeiterinnen, Ehefrauen und Mütter, deren Arbeitstag nicht enden wollte.

  • Faschismus und Antifeminismus

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    Unzählige Schmierereien in Bilbao

    Möglicherweise müssen sich die Sozialen Bewegungen in Bilbao von der Vorstellung verabschieden, dass das Baskenland faschismus-resistent sei. Tatsächlich hatten linke, internationalistische, antirassistische, antifaschistische und andere emanzipatorische Ausdrucksformen jahrzehntelag eine gewisse Hegemonie im öffentlichen Leben. Diese Dominanz ist jedoch in Frage gestellt durch immer häufiger zu beobachtende faschistische Umtriebe. Zerstörung, Graffitis und Todesdrohungen sind keine Seltenheit mehr.

  • Feministische Streikbilanz

    fegebi1Gora borroka feminista!

    Ein Meilenstein in der baskischen Streikgeschichte: Ein Feministischer Generalstreik mobilisierte am 30.11. im Baskenland Zehntausende für ein kollektives öffentliches Sorgesystem. Nach über einem Jahr der Vorbereitung beteiligten sich am 30. November 2023 Zehntausende Menschen am ersten feministischen Generalstreik. Organisiert wurde die Aktion von der feministischen Basisbewegung des Baskenlandes mit breiter Unterstützung eines Bündnisses aus Gewerkschaften, Parteien und sozialen Bewegungen.

  • Feministischer Generalstreik

    fstreik1Anerkennung der Pflegearbeit

    “Bei diesem Streik geht es darum, anzuhalten, nicht zu arbeiten, Forderungen zu stellen. Aber auch darum, zu schauen, wie wir zu diesem Punkt gekommen sind und was wir als nächstes tun sollten. Aus diesen Gründen rufen wir zu einem Generalstreik gegen das kapitalistische, patriarchalische, koloniale und rassistische System auf.“ So beginnt ein Artikel bei El Salto über den Feministischen Generalstreik, der für den 30. November 2023 ausgerufen wurde und bei dem es um Pflege in der Gesellschaft geht.

  • Feministischer Generalstreik

    femgen1Gegen das ausbeuterische Pflege-System

    Das Baskenland schreibt erneut Arbeitskampf-Geschichte: Am 30. November 2023 wird auch für all jene die Arbeit niedergelegt, die selbst gar nicht streiken können, wie zum Beispiel illegalisierte Einwanderinnen, die in der häuslichen Pflege zu miserablen Bedingungen arbeiten. Mobilisiert wird in allen Orten und Stadtteilen über Kundgebungen und feministische und gemischte Vollversammlungen. “Die Straße gehört uns“, Feministinnen unterstützten 2020 den Streik für würdige Renten. (Ralph Streck, Vorwärts)

  • Feministischer Kampftag

    frauentag01Auf dem Weg zum Generalstreik

    Nach den erfolgreichen Mobilisierungen zum Inter-nationalen Kampftag der Frauen vor der Pandemie, war zuletzt von einer Krise in der feministischen Bewegung die Rede. Die Aktionen und Demonstrationen am gestrigen 8. März zeigten jedoch ein ganz anderes Bild. In hunderten von kleinen und großen Städten gingen hunderttausende von Frauen (und Männern) auf die Straße, so viele wie nie zuvor. Die massive Teilnahme an den Mobilisierungen “ebnet den Weg für einen Generalstreik“, schreiben einige Medien.

  • Feministisches Kulturzentrum

    sinso1La Sinsorga in Bilbaos Altstadt

    Das von den baskischen Journalistinnen Irantzu Varela und Andrea Momoitio ins Leben gerufene Projekt „La Sinsorga“ soll ein Café-Restaurant, ein Kleidergeschäft, einen Raum für Treffen, Vorträge oder Konferenzen und einen Coworking-Raum umfassen. Ausgerechnet in einem ehemaligen Geschäft für Brautkleider, das während der Pandemie schließen musste. Gesucht werden Frauen zur finanziellen Förderung des Projekts sowie Fachfrauen aus dem Baugewerbe, die sich mit den Renovierungsarbeiten befassen.

  • Festival Lesbischer Kultur

    fenles01
    Theater Film Musik Poesie

    Der Stadtrat von Iruñea (span: Pamplona) hat in Zusammenarbeit mit der Vereinigung von Lesben und Bisexuellen, Transsexuellen und Cisgender-Frauen – Dekumas LBT – das “Erste Lesbische Kulturfestival von Navarra“ organisiert, um lesbische und bisexuelle Frauen in der Kultur sowohl als kreative Subjekte als auch als Protagonistinnen sichtbar zu machen. Das Festival LES FEN umfasst zwei Filmforen, zwei Theateraufführungen, eine Ausstellung, einen Workshop und einen musikalisch-poetischen Abend.

  • Folteropfer

    beat1… und Extrem-Justiz

    "Sie werfen eine Decke auf den Boden. Einer, den sie Kommissar nennen, schreit und ruft mir zu, dass er mich noch einmal vergewaltigen wird". Dieses Zitat ist nicht aus einem Drehbuch zu einem schlechten Kriminalfilm. Es ist die Beschreibung der Baskin Beatriz Etxebarria, die ihre Erfahrungen nach ihrer Verhaftung im März 2011 schildert. Die Geschichte handelt von der Reise im Polizeibus von Bilbao nach Madrid und von der fünftägigen Isolationshaft in den dunklen Folter-Verließen der Guardia Civil.

  • Foto-Geschichten mit Frauen

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    Die Vergessenen von San Francisco

    “ELLAS – SIE” ist der Titel des Projekts, mit dem die Fotografin Ainhoa Resano die Erinnerung an Frauen aus dem Stadtteil “aus den Familien-Alben auf die Straße“ gebracht hat. Die Rückbesinnung an “SIE“ ist eine Hommage an die Nachbarinnen, die “viel erlebt und wenig erzählt haben“. Sie alle haben in den 1960er und 1970 Jahren im Stadtteil San Francisco (Bilbao) gelebt, in den Straßen Cortes und San Francisco. In dem nach Kalifornien klingenden Stadtteil, der seinen Namen von den Franziskanern hat.

  • Franquismus gegen Frauen

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    Leben und Tod der Journalistin Juanita Mir

    Am 5. August 1937 wurde die Journalistin Juanita Mir von Francos Schergen erschossen, zusammen mit 14 anderen Verurteilten an der Friedhofsmauer von Derio. Die in Iruñea (Pamplona) geborene Juanita lehnte Gewalt und Krieg radikal ab, sie prangerte die Brutalität der Franquisten an und bezahlte ihre Worte mit dem Leben. Trotz dieses hohen Preises, den sie für die baskische und republikanische Seite bezahlt hatte, geriet sie in Vergessenheit – wie viele Frauen aus dem antifaschistischen Widerstand.

  • Franquismus in Navarra 1936

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    Das kämpferische Leben der María Camino

    Am 10. August 1936 wurde die republikanische Lehrerin Camino Oscoz Urriza ermordet. Der Grund: sie war Mitglied der kommunistischen Partei und der Gewerkschaft UGT. Außerdem war sie eine engagierte Lehrerin. Nach ihrer Festnahme am 31. Juli 1936 und 10 Tagen Gefängnis in Pamplona, wurde sie am 10. August aus dem Gefängnis geholt, ohne zu wissen, was auf sie wartete. Falangisten führten sie zu einem Auto mit laufendem Motor. Sie wurde beseitigt wie so viele andere ohne je vor Gericht gestanden zu haben.

  • Franquisten gegen Frauen

    WLWW01
    Untersuchung von Verbrechen über Argentinien

    In Argentinien werden Verbrechen untersucht, die während der franquistischen Diktatur Spaniens gegen Frauen verübt wurden. Die argentinische Richterin Maria Servini hat eine Klage der Frauen-Organisation Women's Link Worldwide akzeptiert. Die hatte eine Untersuchung aller Verbrechen gegen Frauen gefordert, die während des Krieges von 1936 bis 1939 und der folgenden Franco-Diktatur verübt wurden – Verbrechen gegen Frauen, weil sie Frauen waren. Die Klage von WLWW bezieht sich auf sechs konkrete Fälle.

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