Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

Wenn Bask/innen allein streiken
Vermutlich hat kaum jemand im deutschsprachigen Raum mitbekommen, dass es im Baskenland am 30. Januar einen Generalstreik gab. Sogar Zeitungen, die sich sozialistisch nennen oder die sich als linke Medien definieren, war es bestenfalls eine Randmeldung wert, dass auf beiden Seiten der Pyrenäen-Grenze mehrere hunderttausend Menschen für würdige Renten, Löhne und Arbeitsbedingungen streikten und auf die Straßen gingen: Schüler*innen, Jugendliche, Arbeitnehmer*innen und vor allem Rentner*innen.

Baskische Walfänger in Kanada
Der Historikerin Selma Huxley ist es zu verdanken, dass die Geschichte der baskischen Walfänger an der Küste Kanadas bekannt wurde und wissenschaftlich belegt werden konnte. In jahrelanger Arbeit verfolgte sie den Weg der von baskischen Häfen stammenden Walfangschiffe, die seit dem sechzehnten Jahrhundert vor den Küsten Neufundlands fischten und Wale jagten. Nach einer zunächst rein dokumentarischen Recherche fand Huxley archäologische Beweise für die Anwesenheit baskischer Walfänger in Neufundland.

Interview zur Euskaldunisierung
Die Zahl der Baskisch-Sprechenden im nordbaskischen Iparralde wächst. Der Universitäts-Professor Eguzki Urteaga hat ein Buch mit dem Titel „La nouvelle politique linguistique au Pays Basque“ veröffentlicht. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der im französischen Baskenland geborene Soziologe mit soziokulturellen Themen der baskischen Gesellschaft. Seit Beginn der 2000er Jahre verfolgt der ehemalige Leiter des Komitees der baskischen Sprache (2001-2003), die Entwicklung der sozio-linguistischen Programme.

Im Baskenland steigen die Zahlen
Im Baskenland vergeht keine Fiesta ohne Berichte über sexistische Gewalt und Übergriffe unterschiedlichster Art gegen Frauen. Manche erklären den Anstieg der Anzeigen mit der zunehmenden Aufklärung und einer gesteigerten Sensibilität, die betroffenen Frauen trauten sich mehr, zur Polizei zu gehen, weil dort zunehmend geschultes Personal im Einsatz ist. Die Mehrfachvergewaltigung in Pamplona im Juli 2016 war in dieser Entwicklung zweifellos ein Wendepunkt, der Prozess wurde zum öffentlichen Skandal.

Das A bis Z der Azoka Durango
Weil die baskische Sprache im Franquismus verboten war, muss es umso mehr überraschen, dass die baskische Buch- und Musik-Messe ihren Ursprung 1965 hatte. Dunkle Jahre, in denen kritische Priester in einem speziellen Gefängnis in Zamora eingesperrt wurden, ausschließlich für Geistliche. Jahre von Folter und dem ersten tödlichen Attentat von ETA. Bis zum Ableben des Massenmörders Franco sollten immerhin noch 10 Jahre vergehen, dazwischen der Burgos-Prozess 1970 und die letzten Franco-Hinrichtungen 1975.

Die ersten Menschen in Dima
Es geschah vor 100.000 Jahren. Eine Gruppe von Jägern fing einen Hirsch und die Sippe machte sich an ein Festmahl in der nahe gelegenen Höhle – zwischen einem Kiefernwald und Birken verlief damals wie heute ein Bach, der den Wissenschaftlern im Jahr 2019 die Geräuschkulisse zu ihrer Ausgrabung lieferte. Die Archäologen lüfteten die Geschichte jener urzeitlichen Frauen und Männer. Wir befinden uns in der Axlor-Höhle in der Umgebung der bizkainischen Kleinstadt Dima, am Fuße der Urkiola-Hochebene.

Karmele Jaios dritter Roman
Zehn Jahre nach ihrem ersten Roman “Mutters Hände“ legt die baskische Schriftstellerin und Journalistin Karmele Jaio ein neues Werk vor. “Aitaren Etxea“ wird der Titel sein: “Vaters Haus“. Eine Dreiecksgeschichte, die von der Bedeutung von Traditionen im baskischen Leben handelt. Zuletzt hatte Karmele Jaio 2015 die Gedichte-Sammlung “Jetzt haben wir Tote“ publiziert. Bereits vorher hatte eines ihrer Werk eine Übertragung ins Theater erlebt. Ihr erfolgreicher Erstroman fand den Weg in die Kinos.

Alte Tradition wiederbelebt
Die Erforschung und Wiederaneignung der baskischen Tradition des Stockkampfes ist Folge einer zufälligen Begegnung zu Beginn der 2000er Jahre. Iñaki Ganboa Landa, Professor für Chemie an der baskischen Universität in Donostia, kam mit einem sizilianischen Freund auf das Thema Stockkampf zu sprechen. In einer sizilianischen Zeitschrift war zuvor ein Artikel erschienen, der eine Verbindung zum Baskenland herstellte. Dieser Hinweis weckte Iñakis Neugier und er begann sogleich mit Nachforschungen.