Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

Erwachsene studieren Euskara
In einhundertunddrei Baskisch-Schulen wollen im kommenden Jahr ungefähr 35.000 Erwachsene die baskische Sprache Euskara lernen. Als Ansporn verteilt die baskische Regierung dafür Subventionen an die Teilnehmer*innen, denn die Kurse sind nicht gerade billig. Dieser Zuschuss wurde für das anstehende Jahr um 44% erhöht und beträgt nunmehr 1,8 Millionen Euro. Die Tendenz bei den Einschreibungen ist der Einstieg in höhere Kursniveaus, weil viele Schüler*innen bereits Euskara-Kenntnisse mitbringen.

Schotte gewinnt bei den Basken
Das Basque Culinary Center wurde 2009 in Donostia (San Sebastian) mit verschiedenen Zielsetzungen gegründet. Über gastronomische Forschung und Innovation sollte der Gastronomie-Sektor weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sollen die Erkenntnisse dieser Arbeit in eine entsprechende Ausbildung umgesetzt werden. Um die Arbeit des Basque Culinary Center international bekannt zu machen wurde unter anderem ein Preis ausgelobt: der Basque Culinary World Prize. Den gewann in diesem Jahr ein Schotte.
Mobilisierung und politische Bildung
Seit vierzehn Jahren existiert im Baskenland – Euskal Herria – das antifaschistische Netzwerk Sare Antifaxista. Zwar sind faschistische oder neofaschistische Ideen und Umtriebe im Baskenland nicht so stark ausgeprägt wie in anderen Ländern oder Regionen, dennoch sind sie sichtbar. Das Netzwerk ist ein Sammelbecken von Personen verschiedener linker Ideologien, deren Gemeinsamkeit eine antikapitalistische Haltung darstellt, sowie die Ablehnung jeder Form von Rassismus, Faschismus und Ungleichheit.
Prähistorische Funde - wissenschaftliche Auskunft
Wenn die Bewohner*innen der Santa-Katalina-Höhle von Lekeitio vor 10.000 Jahren zum Essen ein Rentier brieten, schauten sie nicht auf das heutige kantabrische Meer. Vor sich hatten sie eine große Ebene, die heute unter dem Meerwasser liegt. Auf dieser Ebene lebten Bisons, Hirsche und Rehe, Rentiere, Löwen, Hyänen, Pferde und andere Tiere. Mit den Mitteln der modernen Wissenschaft kann mittlerweile vom Tierbestand und dessen Nahrungsgewohnheiten auf die klimatischen Verhältnisse geschlossen werden.

Einwurf aus baskischer Sicht
Baskische Fans lieben Fußball und hassen die Weltmeisterschaft. Denn ihre Lieblinge dürfen nicht mitmachen. Oder zumindest nur unter falschem Namen. Ihre Favoriten waren deshalb Deutschland, Argentinien und Uruguay. Oder auch Belgien. Und wie wäre es mit dem Senegal. Der russische Großevent zwischen Juni und Juli 2018 bedeutete jedenfalls vier Wochen Leidenszeit. Dass am Ende die Blauen gewannen war ebenfalls kein besonderer Trost, auch wenn an jener Stelle wenigstens ein Baske beteiligt war.

Erfolg ohne Anerkennung
Die erfolgreichste Pelotaspielerin aller Zeiten zieht sich im Alter von 44 Jahren aus den Turnier-Wettkämpfen ihres Verbands zurück. Bei den im Oktober 2018 in Barcelona stattfindenden Weltmeisterschaften des baskischen Pelota will sie nicht mehr teilnehmen. Hinter ihr liegt eine beispiellose Karriere von Erfolgen. Die fanden dennoch keinen gesellschaftlichen oder mediatischen Wiederhall. Maite Ruiz hat alles gewonnen, was es in dieser Sportart zu gewinnen gibt. Dennoch ist sie weithin unbekannt.

Perretxiko, die Perle des Frühlings
Der Perretxiko ist im Frühling der meistgeschätzte Pilz in Euskadi und Navarra. Sowohl bei Hobby- als auch Profiköchen ist er sehr begehrt. Viele Pilz-Liebhaber*innen verbinden ihre Leidenschaft mit einem Ausflug in die Berge. Weil der Perretxiko gefragt ist, wird der Zugang zu Gebieten mit reichhaltigem Vorkommen teilweise von Förstern kontrolliert. Im deutschen Sprachraum wird er Maipilz oder Georgsritterling genannt, weil der Gedenktag des heiligen Georg am 23. April als Auftakt der Saison gilt.

Das Jahr der Niederlagen
Egal in welcher Ecke des Baskenlandes sie leben und für welches Team sie fiebern, in einem können sich die baskischen Fußballfans einig sein: es war ein Jahr des Leidens. Kaum eine Erwartung wurde erfüllt, am Ende waren alle froh wenigstens nicht abgestiegen zu sein. Vor allem die internationalen Erwartungen wurden bitter enttäuscht. Einzige Ausnahme vor diesem dunklen Horizont sind die baskischen Trainer, die beachtliche Erfolge erreicht haben. Nicht einmal die Weltmeisterschaft bietet Trost.