Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

Baskische Fahrrad-Sklaven gegen Multis
Baskische Rider haben sich in Genossenschaften zusammengeschlossen, um den großen, im Baskenland dominierenden Firmen Glovo und Deliveroo etwas entgegenzusetzen. In drei baskischen Provinzen wurden Genossenschaften gegründet, die Fahrrad-Kurierdienste auf lokaler Ebene anbieten: Eraman, Botxo Riders und Blokal. Dahinter steckt die Absicht, die miserablen Arbeitsbedingungen der Radlerinnen in diesem schlecht bezahlten Sektor zu verbessern und den Arbeitenden einen angemessenen Monatslohn zu zahlen.

Bizkaia-Küste voller archäologischer Funde
Höhlenforscher der Gruppe Ades aus Gernika entdeckten an den Wänden einer Höhle große Prankenkratzer einer Tierart, die aller Wahrscheinlichkeit nach vor mehr als 25.000 Jahren ausgestorben ist: die Höhlenbären. Die Entdeckung ereignete sich Mitte letzten Jahres, als die Coronavirus-Pandemie noch erlaubte, die Eingeweide der Erde in einer Region zu erforschen, in der insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm viele archäologische Schätze von unschätzbarem historischem Wert gefunden wurden.

Archäologischer Zufallsfund in Nafarroa
In Navarra (Nafarroa) wurden die Überreste eines mehr als 11.700 Jahre alten menschlichen Körpers gefunden. "Loizu-Mann" ist der Name für diese ältesten vollständigen menschlichen Überreste, die bisher in Nafarroa gefunden wurden. Nach ersten Schätzungen stammen sie aus der Zeit um 9.700 vor Christus und finden auch in Europa kaum einen Vergleich. Der Loizu-Mann wurde in einer Höhle nahe der navarrischen Gemeinde Erro gefunden. Es handelt sich um einen jungen Mann zwischen 17 und 21 Jahren.

Die vergessenen Pionierinnen Bizkaias
Schon immer in der dokumentierten Menschheits-Geschichte wurde die Leistung von Frauen wenig gewürdigt, wenn nicht vergessen oder unterschlagen. Auch in der Geschichte der Industrialisierung des Großraums Bilbao. Die Rede ist von Industrie-Kapitänen und Ingenieuren – nicht von den Erzwäscherinnen und Treidlerinnen, die sich für ein Kleingeld den Rücken krumm schufteten. Rundreise durch ein abgewickeltes Dorf, erste Generalstreiks, Kämpfe in der Keksfabrik und die große Mine in Bilbao. Aus Frauensicht.

Das Jahr, in dem sich alles änderte
Am 15. März 2020 trat ein zweiwöchiger Alarmzustand in Kraft. 365 Tage und mehr als 5.000 Tote später sehen Euskadi und Navarra wie die ganze Welt noch immer nicht das Ende des Covid-Tunnels. Drei Tage zuvor, am 12. März 2020, war bereits die Schließung der baskischen Schulen verfügt worden. Beim aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik ist es schwer vorstellbar, dass bisher kein Weg zu Bekämpfung der Pandemie gefunden wurde. Das politische Krisen-Management hat versagt, daran besteht kein Zweifel.

Elf Bände für die Vielfalt
“Euskaltzaindia” ist die offizielle Akademie der baskischen Sprache Euskara, wörtlich “die Hüterin des Baskischen“. Dieses Baskisch bestand lange Zeit aus provinziellen Dialekten, die eine einheitliche Literatur unmöglich machten. Darauf folgte die Geburtsstunde des Batua, des vereinheitlichten Euskara. Nun geht die Geschichte rückwärts. Ohne das Batua in Frage zu stellen, soll der Wortschatz der alten Dialekte erhalten und dokumentiert bleiben. In 36 Jahren Arbeit hat Euskaltzaindia dies geschafft.

Der Coronavirus von Txagorritxu
Am 28. Februar 2020 um 21 Uhr – vor wenig mehr als einem Jahr bestätigte die baskische Gesundheits-Behörde Osakidetza die ersten beiden Fälle von Coronavirus in Euskadi. Es handelte sich um zwei Frauen. Eine aus San Sebastian, die gerade von einer Reise nach Mailand zurückgekehrt war. Die zweite eine Internistin aus dem Zentral-Krankenhaus Txagorritxu in Vitoria-Gasteiz. Sie war zwei Wochen zuvor mit Freundinnen nach Malaga gereist. Was folgte ist bekannt: Lockdown und massive Einschränkungen.

Die billigen Opfer der Krise
Nicht zum ersten Mal, sondern schon wieder: Die Pandemie hat das gesellschaftliche Drama der Jugend-Arbeitslosigkeit im Baskenland auf die ersten Plätze der Tagesordnung gestellt: betroffen sind katastrophale 42% der jüngeren Generation. Die musste zusehen, wie während der Pandemie- und Wirtschaftskrise ihre Arbeitsplätze besonders schnell abgewickelt wurden, in der Gastronomie zum Beispiel. Schon lange ist die Arbeitslosenrate unter Jüngeren besonders hoch, die Pandemie hat diese Misere nur verschärft.