Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.
Folter - Anthologie
Folter und Misshandlungen gegen baskische Aktivist*innen haben eine lange Geschichte. Bereits aus den 1960er Jahren gibt es viele entsprechende Berichte. Diese Praxis der Menschenrechts-Verletzungen wurde auch in der “demokratischen“ Ära des spanischen Staates weiter praktiziert. Die baskische Regierung hat bei der Aufarbeitung der Folter große Schritte gemacht, die spanischen Behörden keinen einzigen. Namen wie Mikel Zabalza, Jon Arretxe oder Unai Romano werfen dunkle Schatten auf die Demokratie.
Das Jahr der Arbeitskämpfe
Zwar stellte die Coronavirus-Pandemie 2021 auch im zweiten Jahr in Folge die meisten Schlagzeilen. Dennoch gab das soziale, politische und wirtschaftliche Leben viel Grund zum Nachdenken, Streit und Vergnügen. Keine Fiestas, lange Streiks in Industrie, Kultur und Dienstleistung. Die Strompreise steigen unermesslich, die folgende Inflation reduziert die Kaufkraft und erhöht die Armut. Eine mediale Radtour zum Weltklima-Gipfel in Glasgow, Urteil gegen die Umweltverbrecher von der Mülldeponie in Zaldibar.
Der misslungene demokratische Übergang
Das Massaker von Vitoria, in Spanien und im Baskenland auch bekannt als “Ereignisse von Vitoria“ und als “Massaker des 3. März“ ereignete sich 1976. Kein halbes Jahr nach dem Tod des Diktators Franco waren Tausende von Arbeiter*innen der Industriestadt in einen Streik getreten, bei dem es nicht nur um gewerkschaftliche, sondern auch politische Forderungen ging. Die franquistische Polizei schritt brutal ein, schoss in die Menge und tötete 5 Personen. Eine juristische Aufarbeitung fand nie statt.
Das Santutxu-Massaker
Der 4. Januar 1937, vor genau 85 Jahren, ist in der Geschichte Bilbaos unvergessen. Vier Monate nach dem Militärputsch faschistischer Generäle wurde die Hauptstadt von Euskadi bombardiert. An jenem 4. Januar von der nazideutschen Legion Condor, die den aufständischen Generälen zur Hilfe geschickt worden war, um ihre Waffen zu verbessern für einen folgenden Krieg. Es war nicht der schlimmste Angriff, aber der folgenreichste. Als Vergeltung wurden 224 rechte Gefangene aus Gefängnissen geholt und getötet.
Museum, Pflege, Feministinnen
Nach dem Ende der Covid-Restriktionen dürfen wir wieder alles: feiern, saufen, reisen, küssen – nur nicht kritisch denken. Das bleibt verboten. Wo Denkverbote mit Autoritarismus kollidieren, ist Protest nicht weit. Vom Protest zum Streik ist ein kurzer Weg. Keksfabrik im Ausstand, im Guggenheim wird nicht geputzt, am 8. März auf den Putz gehauen. Für Gesundheit ohnehin. Ausbeutung und Unterdrückung haben verschiedene Facetten: patriarchal, kapital, neoliberal, mit und ohne Ismus. Widerstand ist Pflicht.

Wo soll das alles enden?
Um im La-Palma-Bild zu bleiben – der Vulkan ist wieder ausgebrochen. Sein Name ist nicht Cumbre Vieja wie auf der Kanareninsel, sondern Omikron von der Corona-Familie. Ansteckungen wie nie zuvor, Millionen in Quarantäne – dennoch ist die Stimmung hoffnungsvoll. Die neuerliche Massenansteckung könnte der Anfang vom Ende der Pandemie bedeuten. Behaupten einige. Die Herden-Immunität könnte vor der Tür stehen und die unwirksame Impferei ersetzen. Januar 2022 wird Zeichen setzen für die nahe Zukunft.
C19, der ewig treue Freund
Licht am Ende des Tunnels? Wie oft haben wir das in zwei Jahren erlebt. Bisher regelmäßig mit Enttäuschungen am Ende. Die unsinnigen Covid-Beschränkungen bleiben, die Widerstands-Bemühungen steigen. Gegen Sozialkürzungen, gegen neoliberale Privatisierung, gegen die Arbeitsreform, gegen Armut – die Zeichen stehen auf Krawall im nächsten Quartal. Generalstreik nicht ausgeschlossen. Gewerkschaften, neue Jugend-Organisationen, Krankenpflegerinnen auf der Straße. Anzeichen für wenig Ruhe vor dem Sturm.
MIKEL ZABALZAS FOLTERTOD
"Non Dago Mikel?" (Wo ist Mikel?) ist ein Dokumentarfilm über die Verhaftung und Folter, über das Verschwinden und den Tod des Busfahrers Mikel Zabalza. Im November 1985 wurden er und drei andere von der Guardia Civil verhaftet, Die Zivilgardisten hielten Zabalza für ein ETA-Mitglied und folterten ihn, um Informationen zu erpressen, die es nicht gab. Er starb in der Kaserne und wurde in einen Fluss geworfen. Die bei “Verlorene Objekte“ dokumentierten Film-Ausschnitte sind Nebenprodukte des Films.