Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.
Podcast “Natürliche Ausrede“
Das Baskenland, die Autonome Gemeinschaft Basken-land, Euskadi, oder Euskal Herria, um es in der den Menschen dieser Gemeinschaft wichtigen Sprache zu sagen, kann auf eine turbulente, äußerst eigensinnige Geschichte zurückblicken. “Natürliche Ausrede“ ist eine von Christopher Braucks erstellte Podcast-Serie, die unterschiedliche Themen in Augenschein nimmt und damit in Bezug stehende Personen interviewt. In Folge 213 ein Mitglied des baskisch-deutschen Kulturvereins Baskale zu Geschichte und Tourismus.
Alternative Reisekultur
Die Corona-Pandemie hat den Tourismus weltweit zum Erliegen gebracht. Den Massentourismus ebenso wie die Reise-Alternativen. Doch bereits im Sommer 2021 war deutlich zu spüren, dass Tourismus wie eh und je große Menschenmassen ins Baskenland führt. Anlass für den Kulturverein Baskale, seine alternativen Reise-Angebote erneut in die Waagschale zu werfen. Seit 8 Jahren praktiziert Baskale einen sozial-verträglichen Tourismus in Form von Rundgängen und Exkursionen. Nun erscheint eine neue Webseite.
Alltag macht krank
Nach so viel Fiesta und mehr als zwei Monaten Sommer müsste es verboten sein, einfach so ins kalte Wasser geworfen zu werden: zurück an das Montage-Band, das Lehrerpult, den Lieferdienst oder den unbequemen Schulstuhl. Es ruft die Pflicht im Kapitalismus. Malochen oder darauf zuarbeiten. Die Folge: Kurz-Depression, Entzugs-Erscheinungen oder eine erste Krankschreibung wegen eines imaginären Bandscheiben-Vorfalls. Doch das Leben geht weiter, bis zur nächsten Fiesta, bis zur nächsten Demonstration.
Fiesta Stiere Tod
Europa hat gewählt, nun ist Frankreich an der Reihe, die Ultrarechte darf sich auf einen neuen Wahlerfolg freuen. Faschisten kommen nicht mehr per Militärputsch an die Macht, sondern über Wahlen. Nachdem das Wahlvolk vorher ordentlich belogen und getäuscht wurde. Nur im Baskenland funktioniert dieses Konzept noch nicht. Hier wird aus rechts und links, aus Krieg und Frieden mit einem Mal Fiesta, Fiesta, Fiesta. In Pamplona werden Stiere durch Straßen getrieben, zum Spaß der internationalen Macho-Welt.
Das Meer lacht sich kaputt
“Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter, sogar die Sonne muss bei uns eine Jacke von Flanell tragen, wenn sie sich nicht erkälten will“, schrieb Heinrich Heine einst über die wärmste Jahreszeit, zwischen 1797 und 1856 hatte er das Vergnügen eines Erdbewohners. Wie sich die Zeiten ändern. Heute müsste Heine schreiben: “Unser Winter ist nur ein weiß angestrichener Sommer, sogar die Schneeflocke muss bei uns in Isoliertüten gepackt werden, wenn sie nicht vor dem Niedergang schmelzen will.“
Der Vorkriegs-Sommer
Der Sommer kann beginnen. Vorher erwarten wir die Europa-Wahlen. Oder: Europa erwartet, dass wir wählen gehen. Deutsche Unternehmer meinen: auf keinen Fall Ausländer-Feinde, denn Migranten sind wichtig für die Produktion (und die Profite). Doch 100 Millionen Wähler*innen aus 27 Ländern sind da anderer Ansicht: Grenzen zu, gegen Islam, gegen Feminismus, gegen Klima-Katastrophismus. Im Baskenland sind auf der Straße immer mehr Stimmen gegen den Krieg zu hören. Vor allem gegen den Völkermord in Gaza.
88 Jahre danach
Viele machen Reisen, andere legen sich im Urlaub an einen anonymen Massenstrand. In Nafarroa gibt es ein Projekt der besonderen Art, mit historischer Erfahrung: Dreißig junge Menschen folgen dem Weg des republikanischen Exils, der Flucht vor den siegreichen Faschisten. “Die Route ins Exil“ ist ein Sensibilisierungs-Projekt aus Nafarroa. Im Laufe von 15 Tagen besucht die Gruppe die wichtigsten Orte Navarras und überquert anschließend die Muga (Grenze) nach Urepel und zum Konzentrationslager Gurs.
Düstere Aussichten in Rot
Endlich Mai. Der erste Tag des Monats findet die baskischen Geister in unterschiedlicher Erwartungshaltung vor. Die einen gehen an den Strand, weil arbeitsfrei ist. Die andern fühlen sich zu den Demonstrationen getrieben, die von ihren Gewerkschaften organisiert werden. Der Kampftag der Arbeiterklasse ist ausgerufen, doch Klassenbewusstsein scheint ein Begriff von vorgestern. PS: Der imminente Angriff Israels gegen das palästinensische Rafah liegt der Mehrheit der Erdbevölkerung hart im Magen.