Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

owep01Katholizismus und Nationalismus

Die gemeinsam von Renovabis und dem Zentralkomittee der deutschen Katholiken herausgegebene Vierteljahres-Zeitschrift “OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) publizierte 2008 den Artikel “Wir sind die Basken des Baskenlandes – baskische Identität(en) heute“. Die Autorin Antje Bräcker hat 1998/1999 an der Universidad San Sebastián (Donostia) studiert und ist z. Zt. Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Trier.

periko01Befreiungstheologie auf Baskisch

Das Baskenland hat den Tod einer geliebten und verehrten Person zu beklagen. Am 24.Juni 2015 starb der abertzale Arbeiterpriester Periko Solabarria. Sein politisches Engagement geht bis in die Zeit des franquistischen Regimes zurück. Auch als Parlamentarier blieb er seinen sozialistischen Ideen und Idealen treu. Bis kurz vor seinem Tod erfuhr Periko Solabarria Repression und Gefängnis, vor allem aber großen Respekt von Unterdrückten und sozialen Bewegungen, für die er sich stark machte.

usabiaga01Verteidiger der Republik

Marcelo Usabiaga, einer der letzten überlebenden Verteidiger der Republik gegen den faschistischen Aufstand von 1936 ist im Alter von 98 Jahren im Juli 2015 gestorben. Marcelo Usabiaga war Mitglied der baskischen Abteilung der spanischen KP. Nach dem Militärputsch wurde er Befehlshaber des Bataillons Rosa Luxemburg, geriet auf eine Irrfahrt zwischen Frankreich und den Resten der Republik. Die Nachkriegszeit war geprägt von Verfolgung, Illegalität, Gefängnis und ungebeugtem Widerstand.

irujo01Nicht nur die Zahl der Toten

Der 1967 im Exil in Venezuela geborene Xabier Irujo ist Geschichtswissenschaftler und Philologe. Seit 2005 leitet er die Abteilung Baskische Studien der Staatlichen Universität von Boise (BSU) im US-amerikanischen Bundesstaat Idaho, wo sich über die Jahrhunderte viele baskische Migrantinnen niedergelassen haben. Hinter sich hat Xabier Irujo eine lange Liste von Publikationen zu verschiedenen baskischen Themen. Er gilt als Spezialist zum Thema Spanischer Krieg und Vernichtung von Gernika.

beristain01Eine Wahrheits-Kommission fürs Baskenland?

Carlos Martín Beristain ist Arzt und Doktor in Sozialpsychologie. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er in Lateinamerika und im Baskenland mit Opfern von Gewalt und mit Menschenrechts-Organisationen. Bilbao, Mexiko-City und Kolumbien, alles Orte, mit denen Beristain stark verbunden ist, sind quasi sein zweites Zuhause. Im Baskenland hingegen ist dieser angesehene Experte wenig bekannt. Beristain arbeitete zudem in Guatemala, in El Salvador, Peru, Paraguay, Ecuador und auch in der Westsahara.

frauenarbeit01Ehefrauen, Mütter, Kämpferinnen

Die industrielle Entwicklung brachte eine Reihe von gesellschaftlichen Umformungen mit sich, die weit über die ökonomische Dimension hinaus gingen. Frauen traten verstärkt in den Mittelpunkt industrieller Arbeit und ins Licht des öffentlichen Interesses. Selbst in den Minen waren sie vertreten. In der Landwirtschaft mussten sie die in die Industrie abgewanderten Männer ersetzen. Daneben waren sie weiter Hausarbeiterinnen, Ehefrauen und Mütter, deren Arbeitstag nicht enden wollte.

nazis ipar01Besetzung des Nordbaskenlandes

Das Baskenland auf französischem Staatsgebiet war kein Schauplatz großer Schlachten oder bemerkenswerter kriegerischer Handlungen – abgesehen von der schmerzlichen Bombardierung der Stadt Biarritz (bask: Miarritze) seitens der Alliierten. Es war auch kein Ort besonderer Aktivitäten der Resistance. Von direkten Kriegsgefechten blieb das französische Baskenland verschont, da es von nationalsozialistischen Truppen kampflos besetzt wurde aufgrund des deutsch-französischen Waffenstillstands.

arb beweg 21Fünf große Generalstreiks

Im ersten Kapitel zur Geschichte der baskischen Arbeiterinnen-Bewegung wurden die Ausgangsbedingungen für die Industrialisierung Bizkaias beschrieben: der Einfluss liberaler Ideen, die baskische Niederlage in den Karlisten-Kriegen und das Aufkommen einer neuen baskisch-nationalistischen Bewegung. Nach der Gründung von Klassen-Organisationen – die PSOE als sozialistische Partei, die UGT als Gewerkschaft – wurden in Generalstreiks fundamentale Rechte für die Arbeitenden erstritten.

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