Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

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Jahre der faschistischen Freundschaft

Schon lange vor dem Spanienkrieg bestand die deutsche Gemeinde in Bilbao vorwiegend aus Nazis oder deren Sympahisanten. Während des Krieges sorgte die von Hitler entsandte Luftwaffe mit ihrer Legion Condor, dass die Aufständischen um Franco den Krieg für sich entscheiden konnten. Nach dem Krieg waren die franquistischen Amtsträger Bilbaos gefällige Gastgeber der Nazis in der Stadt. Für ihre Kriegswirtschaft nahmen die Deutschen alles mit, was sie für ihre Weltkriegs-Feldzüge brauchen konnten.

pacodelucia01Verwandtschaft mit dem Baskenland

Vor einem Jahr, am 25.Februar 2014 starb in Mexiko während einer Tournee überraschend das Gitarrengenie Paco de Lucia. Dass der im andalusischen Algeciras geborene Musiker eine baskische Verbindung hatte und längere Zeit im bizkainischen Durango lebte, ist wenig bekannt. Seine erste Ehefrau Casilda Varela stammte aus dieser Kleinstadt bei Bilbao. Ein seltsames Paar: er der Nicht-Gitano mit dem antifaschistischen Gitano-Herzen, sie die Tochter eines faschistischen Generals.

sagardia01Ein Verbrechen wird aufgeklärt

Im blutigen Sommer von 1936 wurde in Navarra eine schwangere Frau mit sechs ihrer Kinder in die Felsspalte von Legarrea geworfen. Nicht aus politischen Gründen, dennoch ist nicht klar, wie es zu diesem brutalen Mord kam. Bisher war dieses Kapitel aus dem Spanischen Krieg im Dunkeln geblieben. Doch ohne Klärung lastet die Geschichte wie eine offene Wunde im Bewusstsein einer Familie und eines ganzen Dorfes. Nachforschungen und ein neues Buch beleuchten das Sagardía-Verbrechen.

briancurrin11Mit Brian Currins Unterstützung

Aus Anlass der Selbstauflösung der baskischen Friedens-Organisation LOKARRI kam der südafrikanische Anwalt Brian Currin im März 2015 einmal mehr ins Baskenland. Seit dem Gewaltverzicht der Untergrund-Organisation ETA und dem Beginn eines Normalisierungs-Prozesses im Baskenland ist Brian Currin eine feste Größe in diesem Prozess. Bereits vorher war Currin als Vermittler und Berater an den Vorbereitungen beteiligt, die zur Aiete-Friedens-Konferenz und zum Gewaltverzicht von ETA führten.

arb beweg 01Entstehung der proletarischen Bewegung

Um 1840 begann in der baskischen Provinz Bizkaia der industrielle Abbau von hochwertigem Eisenerz. Dies war der Ausgangspunkt der industriellen Revolution im Baskenland und gleichzeitig der Beginn der Formierung der baskischen Arbeiterinnen-Bewegung. In der Folge wurden sozialistische Parteien und Gewerkschaften gegründet. Der Mangel an Arbeitskräften wurde kompensiert durch die Einwanderung aus anderen spanischen Regionen. Gleichzeitig entstand die nationalistische Bewegung.

condor01Die "Wahrheit" eines Kriegsverbrechens

Gernika, Picasso, von Richthofen, Bürgerkrieg, Internationale Brigaden, Legion Condor – das sind die wenigen Stichworte, die einigen von uns heute noch bekannt sind über ein historisches Ereignis, das die deutsche wie die spanische und baskische Geschichte wesentlich beeinflusst hat. Ohne Gernika war der zweite Weltkrieg nicht denkbar. Im Baskenland und Spanien wurden militärische Versuche gemacht, die in Warschau und Coventry zur massiven Anwendung kamen.

medoc01Vergeltung des Gernika-Bataillons

Am 14. April jährte sich zum 70sten Mal die Medoc-Schlacht, eine der letzten des zweiten Weltkriegs. An dieser Vertreibungsaktion beteiligt war das Bataillon "Gernika", eine militärische Einheit, die ausschließlich aus baskischen Gudaris, baskischen Milizionären bestand. Bei diesen Gefechten auf der Halbinsel Medoc südwestlich der Gironde, zwischen Bordeaux und dem Atlantik, standen französische Befreiungstruppen, unterstützt von baskischen Einheiten, den verschanzten Nazis gegenüber.

frieden03 1Die schwierige politische Normalisierung

Dreieinhalb Jahre sind vergangen, seit die baskische Untergrund-Organisation ETA (Baskenland und Freiheit) das definitive Ende ihrer bewaffneten Aktion bekannt gegeben hat. Nach dieser Zeit besteht kein Zweifel mehr, dass die Entscheidung endgültig ist und nicht mehr relativiert werden kann, wie einige Stimmen aus dem spanischen Staat befürchtet oder vorhergesagt haben. Bei ihren Initiativen haben ETA und die baskische Linke die Unilateralität zum tragenden Element gemacht.

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