Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

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Arabisch, Mandarin, Amazigh und Rumänisch

Neben Spanisch und Baskisch werden in der Provinz Bizkaia Galicisch, Arabisch, Tamazight und Rumänisch von mehr als 10.000 Personen gesprochen. Bizkaia, wie das gesamte Baskenland, ist eine aufnahmefreundliche Region. Seit Jahrzehnten, vor allem in den letzten zwei, ist die Provinz zur neuen Heimat von Tausenden von Menschen aus der ganzen Welt geworden. Das bedeutet, dass die sprachliche Vielfalt erheblich bereichert wurde: mittlerweile werden hier mehr als 120 Sprachen gesprochen.

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Fall der Festung Amaiur

Der Name Amaiur ist mit der Geschichte des Baskenlandes – insbesondere mit der Geschichte des Königreichs Navarra – eng verknüpft. Denn die Festung Amaiur-Maya war die letzte Bastion der Verteidiger des alten Königreichs gegen die kastilischen Eroberer. 1522 wurde die Festung erobert und wenige Tage danach von den Siegern in Brand gesetzt und gesprengt. Damit war die Geschichte des Königreichs Navarra im Süden beendet. 1922 und 1982 wurden Denkmäler zur Erinnerung an das Symbol Amaiur aufgestellt.

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Pedro de Morga aus Gernika

Pedro de Morga, baskischer Sklavenhändler – Ein Buch des Historikers Javier Ortiz Arza aus Bilbao dokumentiert die bedeutende Rolle von baskischen Geschäftsleuten im Sklavenhandel von Sevilla im 16. Jahrhundert, von den Lizenzen bis zu den Schiffen. Als Händler, Schiffbauer und Beamte spielten Basken eine große Rolle, sowohl am kastilischen Hof wie auch in Sevilla, der Stadt, von der aus die mörderischen kolonialen Unternehmungen ausgingen. Pedro de Morga aus Gernika ist ein aussagekräftiges Beispiel.

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Der stagnierende Friedensprozess

Im Gefängnis eingesperrte Mütter können ihre Kinder bei sich behalten bis zum Alter von drei Jahren. Dann werden sie der Familie übergeben und können nur noch monatliche Besuche machen. Wenn sich das Gefängnis 800 Kilometer vom Wohnort der Familie befindet, bedeutet dies entsprechend lange Reisen und enorme Kosten. Seit 30 Jahren wird dieses Prinzip der Haftverbüßung im spanischen Staat praktiziert. Gegen baskische Gefangene. Es ist eine Strafe für die Angehörigen und Freundinnen. Zwei Beispiele.

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Berango und die notwendige Erinnerung

In Zusammenarbeit mit dem Memoria-Institut Gogora und dem Museum der “Gedenkstätte Eiserner Gürtel“ hat die bizkainische Stadt Berango das Buch "Berango in Memoriam, 1936-2020" herausgegeben, das der örtlichen und regionalen Öffentlichkeit die Episoden näher bringen soll, die die Einwohner*innen der Stadt während des Spanienkriegs erlebt haben. Ganz speziell geht es dem Autoren darum, das Schicksal der kleinen, in der Geschichtsschreibung häufig vergessenen Orte während des Spanienkrieges zu schildern.

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2020: Ein Franquist wird verhört

In den bürgerlichen Medien gilt Spanien als Modellfall des Übergangs von einer Diktatur zu einer Demokratie. Dabei wurden und werden die Schattenseiten bewusst übersehen. Denn die franquistische politische Klasse blieb nach dem Tod des Massenmörders Franco im Amt: Polizei, Justiz, Militär. Wer sich Politiker nannte, ersetzte das Falange-Hemd durch ein Demokraten-Hemd. Eine Amnestie sorgte für Straffreiheit. Dennoch wurde nun einer der Hemdenwechsler verhört, von einer argentinischen Richterin.

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Anarchistin, Journalistin, Schriftstellerin

Cecilia García de Guilarte (1915-1989) gilt als die einzige Kriegs-Berichterstatterin während des Spanienkriegs an der spanischen Nordfront. Sie wurde 1915 als Tochter einer aus Burgos eingewanderten Arbeiterfamilie geboren. Bekannt wurde Cecilia mit Romanen und Kurzgeschichten, für die sie mehrere Auszeichnungen bekam. Weniger bekannt ist ihre Arbeit als Reporterin im Spanienkrieg. In dieser Funktion machte sie Anfang 1937 in Bilbao ein Interview mit einem Mitglied der nazideutschen Legion Condor.

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Jesús Galíndez: Antifranquist und US-Agent

Jesús de Galíndez Suárez war nach dem Spanienkrieg von 1936 bis 1939 einer der bedeutendsten baskischen Exilpolitiker. Während des Krieges organisierte er als Parteiaktivist der PNV das baskische Zentrum in Madrid. Nach dem Krieg zog Galíndez über Frankreich in die Dominikanische Republik, wo er unter dem Diktator Trujillo zu einer wichtigen Persönlichkeit der baskischen Diaspora wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er in die USA, wo er 1956 von dominikanischen Agenten entführt und ermordet wurde.

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