Aktuell

Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.

kolu72x00Palästina ist überall

Wenn die spanische Rechte den 12. Oktober als “Begegnung der Kulturen“ oder als vor ultra-Nationalismus triefenden “Tag der Hispanität“ feiert, schalten viele Ohren im Baskenland auf Durchzug. Oder sie erinnern ausdrücklich an den Völkermord an den indigenen Ureinwohner*innen des amerikanischen Kontinents, der nach 1492 auf die “Entdeckung“ durch Kolumbus folgte. Eigentlich ein bezahlter Feiertag, den jedoch viele (auch Gewerkschafter) nicht wollen und deshalb ganz bewusst arbeiten gehen.

kolu70x00Bis zum Umfallen

Wer im Baskenland dem Massen-Tourismus entfliehen will, macht im August Urlaub und fährt weit weg, um dem Massen-Tourismus an anderer Stelle am Laufen zu halten. Manche müssen im August Urlaub nehmen, weil der Betrieb schließt, ob sie nun Geld haben für eine Reise oder nicht. Wieder andere haben Urlaub, können aber auf keinen Fall weg, weil sie die örtlichen Fiestas auf keinen Fall verpassen wollen, das gilt für Gasteiz, Donosti und Bilbo, und für so manche anderen Orte wie Gernika oder Portugalete.

elge1Erinnerungen an 1937

Eine fünf Kilometer lange Wanderung zwischen dem Gipuzkoa-Ort Elgeta und den Intxorta-Bergen gibt einen Einblick in die Bewegungen und Kämpfe, die sich im Westen der baskischen Provinz abspielten, als baskische und republikanische Kräfte versuchten, den Vormarsch der aufständischen Faschisten aufzuhalten. Die Intxorta-Berge mit der Urkiola-Hochebene und dem Amboto-Berg im Hintergrund waren ein gut bewachtes natürliches Hindernis, zu dessen Überwindung die Franco-Truppen 9 Monate brauchten.

kolu69x0700Tanz und Vergnügen

Ende Juni haben alle sozialen Bewegungen noch mal ihre letzten Reserven in die Waagschale geworfen, um ihre politischen Inhalte so heiß wie möglich durch den Sommer zu bringen. Denn im Juli ist alles anders: Ferien, Urlaub, Jaiak, Fiestas, Konpartsak, Kalimotxo, Konzerte, Thekenschichten, Entspannung. Oder Organisierung der lokalen Fiesta. Nichts ist wie vorher, nicht wie die übrigen 10 Monate. Zehn plus eins macht elf, dann kommt der August, an den sich im September niemand mehr erinnern will.

kktomax1Interview Kommunisten-Kneipe

Die Arbeiterbewegung im Baskenland beleuchtet ein Podcast, der innerhalb der Interview- und Podcast-Serie “Kommunisten-Kneipe” auf zwei verschiedenen Kanälen im Internet zu hören ist. In der Folge vom 22. Juli 2025 sprechen die Redakteur*innen Ann-Sofie und Harro mit Tomax, einem langjährigen Aktivisten aus dem Baskenland, über die Geschichte und Gegenwart der baskischen Arbeiterbewegung. Ein Gespräch über Klassenpolitik, nationale Befreiung, Erinnerungskultur und aktuelle Herausforderungen.

naparra1a45 años de búsqueda

Se han cumplido 45 años, desde que el 11 de junio de 1980 desapareciera en Euskal Herria Norte José Miguel Etxeberria, más conocido por su apodo “Naparra”. Era activista de Comandos Autónomos Anticapitalistas. Se supone que Naparra fue víctima de la guerra sucia.Desde entonces, la familia ha efectuado docenas de intentos para aclarar el destino de Naparra, recuperar el cuerpo y —a través del duelo— cerrar un capítulo atroz de sus vidas. Sin embargo, no ha sido posible y la herida duele todavía.

kolu71x00Zurück zur Maloche

Wer nach den Fiestas keine Zeit zur Ruhe hatte, sollte sich vor dem Wiedereintritt in die abhängige Beschäftigung (Lohnarbeit) eine kurze Entziehungskur einlegen, um sich vom exzessiven August-Alkohol-Konsum zu erholen. Neben der kapitalistischen Ausbeutung wartet im September auch das erste Bewegungs-Hoch, mit dem soziale Bewegungen ihre sommerliche Untätigkeit in Sachen Politik wieder aufzuholen trachten. Die Beschleunigung von Null auf Hundert fällt wie immer schwer. Augen zu und durch.

kolu68x00Die Sorgen der Zeit

Krieg ist weit weg und doch so nah. Aus baskischer Sicht ist der weit entfernte Krieg der nächstliegende: Palästina ist dauerpräsent. Ukraine ist ein Thema aus den Nachrichten, neben Trump, seinen Zöllen und der Qualifikation von Athletic für die Champions. Besorgt sind Bask*innen wegen der Immobilien- und Miet-Preise, wegen des zunehmenden Massen-Tourismus und wegen der Pläne, alle Berge mit Windrädern vollzustellen. Unternehmer sind besorgt, dass eine 35-Stunden-Woche ihre Profitrate reduziert.

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