Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.
2013 bis 2025
Seit ihrem Start Ende 2013 wurde die Webseite BASKULTUR.INFO beständig erweitert und aktualisiert. Aus fünf Kategorien wurden sechs, aus 26 thematischen Sektionen wurden 42. Waren es zu Beginn vier Artikel im Monat, die online gingen, sind es mittlerweile bis zu 50 pro Monat. Dazu beigetragen hat nicht nur die kleine Redaktion von BASKULTUR innerhalb des Kulturvereins BASKALE, sondern auch die technologische Weiterentwicklung, die es ermöglicht, Texte in den “großen“ Sprachen maschinell zu übersetzen.
Bleibt der ewige Schatten
Der spanische Putschist und Diktator Francisco Franco starb vor 50 Jahren. Was auch nach einem halben Jahrhundert bleibt, ist ein fortdauernder Schatten seiner Staats-Struktur. Denn der Tod von Franco und die Entwicklung danach bedeutete nicht de facto die Befreiung vom Schatten der gesellschaftlichen Struktur, die der faschistische Führer über 4 Jahrzehnte aufgebaut hatte. Der Historiker Iñaki Egaña gibt einen Überblick über die Ereignisse während des Regimes und über das Todesjahr des Diktators.
Solidarität und Boykott
Um nach den Fähnchen zu urteilen, die an baskischen Balkonen hängen, um politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind die Sorgen der baskischen Bevölkerung von folgenden Themen bestimmt: gelb für Flüchtlinge, bunt für Palästina, rot-blau für Fußball, weiß für politische Gefangene. Ohne Zweifel: 2025 war das Palästina-Jahr. Sorge Nummer eins von vielen in der baskischen Bevölkerung ist dennoch die Situation auf dem Wohnungsmarkt – ein Dach über dem Kopf und mehr als einen Heiermann in der Tasche.
Zehn Jahre Besetzung
Highlight des Monats ist zweifellos das Freundschafts-Länderspiel der baskischen Fußball-Auswahl (Euskal Selekzioa) und des Palästina-Nationalteams im Stadion San Mames von Bilbao. Dabei geht es nicht um ein Ergebnis, sondern um den Ausdruck beispielloser baskischer Solidarität. Drei Wochen vor Anstoß ist das Stadion ausverkauft, der Erlös geht an das UNO-Hilfswerk Palästina. Im Schatten des Sport-Ereignisses steht das 10-jährige Jubiläum der Besetzung eines Schulgebäudes in Bilbao: Karmela.
Mit besten Absichten
Wer wollte nicht mit guten Absichten ins neue Jahr 2026 starten – neue Hoffnungen gegenüber alten Sorgen: Wird der Mietvertrag verlängert? Wird mein Gesundheits-Zentrum geschlossen? Gewinnt Athletic wieder den Pokal? Finde ich eine neue Wohnung? Komme ich mit meinen Einnahmen über die Runden? Wie kann ich meine Euskara-Kenntnisse verbessern? Kommen womöglich die Faschisten an die Regierung? Stehen wir am Abgrund oder lassen sich massive Aufrüstung und Kriege doch verhindern? Gu ta gutarrak!
Baskischer Widerstand
Am 26. Oktober 2025 jährt sich zum 25. Mal die letzte Aktion von Iparretarrak (IK, baskisch: die aus dem Norden). Danach verschwand die im französischen Baskenland aktive bewaffnete Organisation, es herrschte Stille. Nie gab es eine formelle Erklärung zum Ende ihrer Tätigkeit oder ihrer Auflösung. Allerdings trafen sich 2015 einige ehemalige Aktivisten und übergaben der Internationalen Kontakt-Gruppe GIC (eine Konflikt-Vermittlungs-Gruppe) ein Dossier über ihren politisch-militärischen Werdegang.
Menschenrechte
Dezember ist der Monat der Buch- und Musikmesse in Durango. Er beginnt mit dem Tag der baskischen Sprache – welches Land muss einen Tag der eigenen Sprache feiern, wenn sie nicht unterdrückt und marginalisiert wird. Internationale Frauentage gäbe es nicht, wenn Frauen nicht unterdrückt wären. Dem Euskara-Tag folgt der weihnachtliche Konsumterror, voran geht der Tag, an dem die Bauern ihre Produkte in die Stadt bringen – heiliger Thomas – um die Pacht zu zahlen und zur Messe zu gehen. Auf Baskisch.
Zwei Jahre “Drecksarbeit“
Am 7. Oktober 2023 vor zwei Jahren, genau 50 Jahre nach Jom Kippur (dem Krieg zwischen Ägypten und Syrien gegen Israel um die Rückeroberung des Sinai und der Golanhöhen), startete der militärische Arm der Hamas-Bewegung eine Offensive. Hamas hatte die letzten Wahlen in Gaza mit absoluter Mehrheit gewonnen. Israel hatte die Hamas anfangs unterstützt und gefördert, weil sie mit der PLO von Yasser Arafat rivalisierte, die gerade die erste Intifada unterstützt hatte, den Krieg mit Steinen gegen Gewehre.