90 items tagged "Bilbao"

  • Covid-Polizeistaat in Bilbao

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    Ein Stadtteil im polizeilichen Alarm-Zustand

    Der Arbeiter-Stadtteil San Francisco liegt am Hang gegenüber der touristischen Altstadt Bilbaos. Der Name geht zurück auf ein Kloster aus dem 15. Jahrhundert. Berühmt wurde San Francisco vor 150 Jahren als Wiege der baskischen Arbeiter-Bewegung: in den Bergen wurden reichhaltige Eisenerz-Vorkommen abgebaut. Auf deren Schließung in den 1970er Jahren folgten Armut, Drogen, Alternativ-Szene und Migration. Nachbarschafts-Initiativen beklagen, dass mit brutalen Polizeimethoden Ordnung geschaffen werden soll.

  • Das Logo der Metro Bilbao

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    Otl Aicher im Museum der Schönen Künste

    Das Museum der Schönen Künste in Bilbao präsentiert zum ersten Mal eine monografische Ausstellung zum Thema Design. Gewidmet ist diese Retrospektive dem deutschen Grafik-Designer Otto “Otl“ Aicher. Auf ihn geht das Logo der Metro Bilbao zurück, deren Eröffnung sich im November 2020 zum 25. Mal jährte. Aicher gilt als einer der prägendsten deutschen Gestalter bzw. Grafik-Designer des 20. Jahrhunderts. Verheiratet war Aicher mit der Schwester der von den Nazis ermordeten Hans und Sophie Scholl.

  • Das schmutzige Guggenheim

    ggg01Reinigungskräfte im Streik

    Äußerlich glänzt die Titan-Haut des Guggenheim-Museums in Bilbao, Paradestück des baskischen Massentourismus, mit und ohne Sonne. Doch im Innern gärt es wieder einmal. Den ausländischen Besucher*innen soll Kunst vom Feinsten geboten werden, den einheimischen Museums-Angestellten werden elementare gewerkschaftliche Rechte verwehrt. Deshalb sind die Reinigungskräfte seit 72 Tagen im Streik. Bereits der zweite große Streik nach den pädagogischen Kräften im Jahr 2016. Eine vorläufige Streik-Bilanz.

  • Der 19.Juni 1937: Agur Bilbao

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    Der Fall Bilbaos im Spanienkrieg

    Der zur Verteidigung Bilbaos gebaute „Eiserne Gürtel” wurde am 12. Juni 1937 durchbrochen, danach begann die Agonie des republikanischen Bilbao. Nach verzweifelten Abwehrkämpfen fiel die letzte baskische Bastion eine Woche später in die Hand der aufständischen Faschisten. Versuche der baskischen Regierung, in einem letzten Akt einen Hauch von Humanität in die Kriegshandlungen zu bringen, wurden von der Gegenseite ignoriert. Deren Strategie bestand allein aus Blut, Brutalität und eiserner Hand.

  • Der baskische Treue-Preis

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    Eine Karriere – ein Club

    Eine Auszeichnung der ganz besonderen Art hat sich der baskische Fußball-Club Athletic Bilbao 2015 einfallen lassen: die Ehrung für Spieler, die ihre gesamte Karriere in einem einzigen Club zugebracht haben. Der „One Club Player Award” ist insofern die Anerkennung für eine Art von Treue, die im heutigen Fußballgeschäft kaum mehr zu finden ist. Denn überall lockt das Geld. Vereinswechsel werden in der Regel mit besserer Bezahlung belohnt. Die Auszeichnung 2018 ist für den Katalanen Carles Puyol.

  • Die Schädel von Atapuerca

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    Ausstellung im Archäologie-Museum Bilbao

    Der urzeitliche Fundort der in der spanischen Provinz Burgos gelegenen Sierra de Atapuerca gehört zu den spektakulärsten auf der Iberischen Halbinsel. Entdeckt wurden dort Ende des 20. Jahrhunderts Schädel von Humanoiden, die den Neandertalern vorausgingen. Ein Teil dieser Geschichte wird nun in einer vom baskischen Anthropologen Juan Luis Arsuaga ausgearbeiteten Ausstellung in Bilbao gezeigt. Daneben sind Funde aus dem Baskenland zu sehen, unter anderem das älteste Fossil, ein Oberarmknochen.

  • Dubuffet in Bilbao

    dubuffet1Rohe Kunst im Titanbau

    “Jean Dubuffet und die Schönheit des Gewöhnlichen“ ist seit Ende Februar im Guggenheim-Museum Bilbao zu sehen. Die Ausstellung zeigt den Kampf des Künstlers gegen die Vorherrschaft der Kunst-Akademiker und gegen die Vorstellung von Kunst als Übernatürlichem. Dubuffet entwickelte ein Konzept der “Rohen Kunst“, abseits der bestehenden ästhetischen Ideale. Rohe Kunst bedeutete neue Darstellungsformen, naiv, aus verschmähten Stoffen, eine Provokation im damaligen Status Quo. “Inbrünstiges Feiern“.

  • Eulalia Abaitua – Fotografin

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    Fenster zur Vergangenheit Bilbaos

    In der Altstadt Bilbaos ist derzeit eine Ausstellung mit dem Titel „Estereoskopiak 16+16“ zu sehen (28. September 2016 bis 29. Januar 2017). Die Ausstellung im Euskal Museoa / Museo Vasco umfasst einen kleinen Teil der historisch wertvollen Bilder-Sammlung der Fotografin Eulalia Abaitua (1853-1943), den das Ethnografische Museum verwaltet. Es ist die siebte Ausstellung der einzigartigen Fotografin Eulalia Abaitua, die in ihrer Heimatstadt noch nicht die Anerkennung erfährt, die sie verdient.

  • Fallrückzieher

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    Der Erfinder ein Baske aus Bilbao

    Kürzlich erzielte Cristiano Ronaldo von Real Madrid mit einem Fallrückzieher ein Tor. Ein spektakuläres, das jedoch vor allem wegen seines Schützen derart gefeiert wurde. Denn Fallrückzieher gab es viele in der Geschichte dieses Sports. Bekannt werden jedoch nur die im Fernsehen übertragenen Aktionen. Sie finden Eingang in die Sportgeschichte, wie auch jener legendäre Elfmeter von Panenka 1976. Wenig bekannt ist, wer den Fallrückzieher erfand. Auf der Suche stoßen wir auf eine baskische Geschichte.

  • Feministische Kunst

    judy001Judy Chicago in Bilbao

    Judy Chicago (* 1939) gilt als eine der bedeutendsten US-amerikanischen feministischen Künstlerinnen. In den 70er Jahren arbeitete Judy Chicago mit anderen Künstlerinnen zusammen an neuen Konzepten zur Emanzipation von Frauen in der Kunstszene. Aktuell lehrt Judy Chicago und ist als künstlerische Leiterin einer Non-Profit-Kunstorganisation tätig, die sie 1978 in Zusammenhang mit ihrer künstlerischen Arbeit gründete. Teile ihres Werks sind bis 10.1.2016 in Bilbo im Alhondiga-Zentrum zu sehen.

  • Feministisches Kulturzentrum

    sinso1La Sinsorga in Bilbaos Altstadt

    Das von den baskischen Journalistinnen Irantzu Varela und Andrea Momoitio ins Leben gerufene Projekt „La Sinsorga“ soll ein Café-Restaurant, ein Kleidergeschäft, einen Raum für Treffen, Vorträge oder Konferenzen und einen Coworking-Raum umfassen. Ausgerechnet in einem ehemaligen Geschäft für Brautkleider, das während der Pandemie schließen musste. Gesucht werden Frauen zur finanziellen Förderung des Projekts sowie Fachfrauen aus dem Baugewerbe, die sich mit den Renovierungsarbeiten befassen.

  • Flüchtlinge in Bilbao

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    Allein die Nachbarschaft hilft

    Flüchtlinge aus dem Süden sind seit 3 Jahren im Baskenland ein Thema. In Bilbao existiert eine breite Volksbewegung, die die Aufnahme von Flüchtlingen fordert. Unterstützt wird sie von den baskischen Behörden, der Regierung, den Provinzen und den Rathäusern. Umso überraschender, dass nun 50 kürzlich angekommene Migranten auf der Straße schlafen müssen. Die behördlichen Strukturen haben total versagt, der politische Wille ist plötzlich unsichtbar. Doch die Nachbar*innen reagieren und organisieren.

  • Fluchtpunkt Baskenland

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    Bilbao: Migranten auf der Straße

    Migrant*innen aus Afrika gibt es im Baskenland seit fünfzehn Jahren. Nicht so viele aber überall sichtbar. In Bilbao leben sie vor allem in den alten Arbeitervierteln wie San Francisco. Seit Ende Juni hat sich die Situation geändert. Das Sommerwetter hat viele Afrikaner zum Sprung über die Meerenge motiviert. Die Flüchtlingsblockade der neuen Ultra-Regierung in Italien und der sozialdemokratische Regierungswechsel in Madrid haben die Fluchtlinien verändert. Die Behörden sind überfordert. (*)

  • Foto-Festival BasqueDok

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    Momentaufnahme der Dokumentar-Fotografie

    In Bilbao fand Anfang Juli 2018 das BasqueDokFestival statt, eine Tagung, bei der die aktuelle Situation der Dokumentar-Fotografie und ihre Zukunftperspektiven im Mittelpunkt standen. Bekannte Fotograf*innen aus dem Baskenland, dem spanischen Staat und aus anderen Ländern kamen ins Tagungshaus Bizkaia Aretoa der baskischen Universität, um ihre Erfahrungen auszutauschen und sie gleichzeitig einem interessierten Publikum zu vermitteln. Gleichzeitig wurden Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert.

  • Foto-Geschichten mit Frauen

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    Die Vergessenen von San Francisco

    “ELLAS – SIE” ist der Titel des Projekts, mit dem die Fotografin Ainhoa Resano die Erinnerung an Frauen aus dem Stadtteil “aus den Familien-Alben auf die Straße“ gebracht hat. Die Rückbesinnung an “SIE“ ist eine Hommage an die Nachbarinnen, die “viel erlebt und wenig erzählt haben“. Sie alle haben in den 1960er und 1970 Jahren im Stadtteil San Francisco (Bilbao) gelebt, in den Straßen Cortes und San Francisco. In dem nach Kalifornien klingenden Stadtteil, der seinen Namen von den Franziskanern hat.

  • Frank Gehry – Guggenheim

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    Der Übervater des modernen Bilbao

    Der in Kanada geborene Frank Gehry ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Architekten und Designer. Für seine dekonstruktivistische Architektur wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pritzker-Award. Mit dem Baskenland steht Gehry in besonderer Verbindung. Mit dem Guggenheim-Museum gab der Stararchitekt der Stadtverwaltung Bilbao ein Instrument in die Hand, das die Geschichte der Stadt auf Jahrzehnte hinweg beeinflussen wird. Auch eine Brücke wurde nach Frank Gehry benannt.

  • Frauenfußball: Gegen die Stille

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    Links verteidigen bei Athletic Bilbao

    Eunate Arraiza ist Profi-Fußballspielerin bei Athletic Bilbao und mit dem Club schon einmal Meisterin der spanischen Frauenliga geworden. Das war im Jahr 2016, auch in die staatliche Auswahl wurde sie berufen. Eunate Arraiza gilt als Musterbeispiel für den Kampf gegen widrige Umstände, denn sie ist die einzige Profispielerin in der Liga mit einer Hörbehinderung. Seit sieben Spielzeiten spielt sie in der Abwehr bei Athletic in Bilbao und zählt zu den besten linken Außenverteidigerinnen des Landes.

  • Fussball im Theater

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    Pichichi, der Messi der 1920er Jahre

    Es ist eher ungewöhnlich, dass das Phänomen Fußball im Theater thematisiert wird. In Bilbao gibt es eine Ausnahme: Das Stück “Ich bin der Pichichi“ basiert auf der Biografie von Rafael Moreno Aranzadi, einem der berühmtesten und gleichzeitig legendärsten Kicker des baskischen Fußballclubs Athletic Bilbao. Das Stück von Lander Otaola ist ein Musical-Kabarett, eine typische Geschichte aus Bilbao, mit Protagonisten, die in der Stadt alle kennen. Nach großem Erfolg 2018 kehrt es nun auf die Bühne zurück.

  • Gentrifizierung per AIRBNB

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    Urbane Nomaden und prekäres Leben

    Was touristische Unterkünfte anbelangt ist die Internet-Plattform Airbnb mittlerweile in aller Munde. Was für Tourist*innen eine billige Pension ist, bedeutet für viele Einheimische den Verlust an Mietoptionen. Viele Immobilien-Besitzer sind bereits in das lohnende Geschäft eingestiegen. Airbnb fördert die Immobilien-Spekulation und entzieht dem Markt Mietwohnungen. Neben dem Wohnungsmangel steigen die Mieten, arme Bevölkerungsgruppen werden vertrieben, ihre ganze Lebenswelt verändert sich.

  • Gentrifizierung und Pandemie

    gent001Am Beispiel Bilbao

    Neuerungen in der kommunalen Ökonomie und neue Kauf- und Konsum-Gewohnheiten haben an vielen anderen Orten die Lebensverhältnisse verändert. In Bilbao war die Schließung von 7.000 Geschäften in einem Jahrzehnt die Folge. Neue Konsumformeln haben jedes fünfte Geschäft zum Verschwinden gebracht. Die armen Stadtviertel verlieren, das Zentrum gewinnt. Bilbao hat sich stark verändert, umso mehr während der Pandemie. Das Jahr 2008 war das erste Jahr einer neuen Ära, Gentrifizierung ist die Konsequenz.

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