Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

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Kampagne „Prozess gegen Martín Villa“

Am 31. Januar 2019 haben verschiedene antifaschistische Kollektive den Beginn einer Kampagne bekannt gegeben. Deren Ziel ist es, den altfranquistischen Politiker Rodolfo Martín Villa wegen seiner Funktionen im Franquismus und danach vor Gericht zu stellen und der Straffreiheit des Regimes ein Ende zu bereiten. Bei den Gruppen handelt es sich um Ahaztuak, Egiari Zor, Goldatu, Sanfermines 78 Gogoan und Martxoak-3. Sie alle sind seit Jahren mit der Aufarbeitung franquistischer Verbrechen beschäftigt.

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Basken in Down Under, die unbekannte Migration

Eine eindrucksvolle Fotografie zeigt das Deck eines Schiffes, überfüllt mit jungen Leuten, einige mit Baskenmützen, viele mit einem ernsten Blick, ausschließlich Männer. Wir schreiben 1958, es handelt sich um baskische Auswanderer, die mit der „Toskana" nach Australien reisen. Das Bild ruft eine vergessene Realität in Erinnerung, die der fast 2.500 Basken, die Mitte des letzten Jahrhunderts in die andere Erdhälfte ausgewandert sind und unter harten Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienten.

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Notaufnahme in der Sowjetunion

Um baskische Kinder vor den anrückenden Faschisten in Sicherheit zu bringen, traf die baskische Regierung im Juni 1937 eine dramatische Entscheidung: Tausende von Kindern wurden mit Schiffen evakuiert, nach England, Belgien, Frankreich und in die Sowjetunion. Einige kamen Jahre später zurück, die letzten zwanzig Jahre danach, manche nie. Jon war eines dieser „Kriegskinder“, die häufig auch „Kinder von Gernika“ genannt wurden, nach dem weltbekannten Kriegsverbrechen der nazideutschen Legion Condor.

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Franquismus: Auch Pfarrer nicht verschont

Ein dunkles und bis heute relativ unbearbeitetes Kapitel der Geschichte der spanischen Franco-Diktatur ist die Repression gegen die Arbeiterpriester der 1960er Jahre. Die katholische Kirche war neben dem Militär, der Guardia Civil, der Falange und der Oligarchie eine der Grundsäulen des faschistischen Regimes. In der baskischen Kirche hingegen gab es Räume, die für den antifranquistischen Widerstand genutzt wurden – selbstverständlich entgegen der Kirchenoberen. Die Opfer fordern Anerkennung.

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Bilbao: Migranten auf der Straße

Migrant*innen aus Afrika gibt es im Baskenland seit fünfzehn Jahren. Nicht so viele aber überall sichtbar. In Bilbao leben sie vor allem in den alten Arbeitervierteln wie San Francisco. Seit Ende Juni hat sich die Situation geändert. Das Sommerwetter hat viele Afrikaner zum Sprung über die Meerenge motiviert. Die Flüchtlingsblockade der neuen Ultra-Regierung in Italien und der sozialdemokratische Regierungswechsel in Madrid haben die Fluchtlinien verändert. Die Behörden sind überfordert. (*)

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Demokratie oder Franquismus light?

40 Jahre demokratische Verfassung – oder – Light-Version des Franquismus: Am 6. Dezember 1978 wurde nach dem offiziellen Ende des Franquismus die neue spanische Verfassung per Referendum beschlossen. Sie sollte endlich eine demokratische Epoche in der spanischen Geschichte einleiten. Der 6. Dezember ist deshalb Feiertag und heißt Verfassungstag. Alle im Lande nehmen die Gelegenheit wahr, ein Fazit zu ziehen. Die Schlussfolgerungen zum Thema Verfassung könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein.  

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Der rote Pfadfinder zurück in Baranbio

Der Spanienkrieg-Freiwillige Fritz Teppich war gerade zwei Monate alt als die Kommunistin Rosa Luxemburg vor 100 Jahren in der Reichshauptstadt ermordet wurde. Er war einer der ersten Ausländer, die aus eigenem Antrieb zur Verteidigung der spanischen Republik in den Süden zogen. Ausgerechnet ins Baskenland. 100 Gründe für Baskultur.Info, die letzten Jahre Revue passieren zu lassen, in denen das antifaschistische Erbe von Fritz Teppich im Baskenland wieder zu Tage gefördert und gepflegt wurde.

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Europa korrigiert so gut es geht

Nie hat sich die spanische Justiz aus dem Schatten der Diktatur gelöst. Das politische Sondergericht (AN) blieb bestehen, Parteien wurden verboten, Künstler*innen eingesperrt oder ins Exil getrieben. Insbesondere katalanische und baskische Aktivist*innen sind davon betroffen. Die Generation der franquistischen Richter ist abgetreten, doch die Schule für die neuen Jurist*innen ist fest in ultrarechter Hand. Skandalöse Urteile gibt es nahezu am Fließband. Europa muss gelegentlich korrigierend eingreifen.

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