Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

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Von Orozko nach Argentinien

Viele Baskinnen und Basken – einzeln oder als Familien – haben sich über die Jahrhunderte auf den Weg in andere Länder gemacht. Die Gründe waren sehr unterschiedlich. Die einen mussten weg, um vor Krieg oder Verfolgung ihr Leben zu retten. Andere flohen vor der Not, oder suchten Glück und Reichtum. Auch wenn nur wenige später zurückkamen, bewahrten sich doch viele in der neuen Lebensumgebung ihre Kultur und Tradition. Die baskischen Kulturzentren (Euskal Etxea) in aller Welt sind ein Zeichen davon.

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Baskischer Vorgänger der japanischen Todes-Flieger

Für die republikanische Fliegerei der 1930er Jahre gilt der Leutnant Felix Urtubi Ercilla aus der baskischen Kleinstadt Elorrio als erster Pilot der Geschichte, der ein gegnerisches Flugzeug durch ein gezieltes Rammen zum Absturz brachte und gleichzeitig selbst in den Tod ging. Ganz freiwillig war Urtubis Flugaktion nicht. Doch war der baskisch-republikanische Kämpfer auf die Situation vorbereitet. Sein Tod ging der später legendären japanischen Kriegs-Taktik aus dem Zweiten Weltkrieg voraus.

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Rachejustiz im Baskenland und in Katalonien

Die jüngste Verurteilung von baskischen Jugendlichen zu hohen Haftstrafen, sowie die Anklagen gegen katalanische Politiker machen zwei Dinge klar: die spanische Justiz urteilt durchweg politisch. Und gegen die „Verräterprovinzen“ ist ohnehin jede juristische Maßnahme gerechtfertigt. Gesetze sind die Mittel zum Zweck, wenn nötig im Widerspruch zu Menschenrechten. Immer steht der Feind links, für Ordnung sorgt die paramilitärische Guardia Civil. Das hat sie bereits während der Franco-Diktatur getan.

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Einseitige und lückenhafte Medienarbeit

An baskischen Balkonen hängen derzeit mehr katalanische Flaggen als baskische. Das ist kein Zufall. Nirgendwo anders im spanischen Staat hat der katalanische Selbstbestimmungs-Prozess so viele Unterstützer*innen wie hier. Die Mehrzahl der baskischen Medien (mit Ausnahme der auflagenstärksten Tageszeitung) zeichnet sich durch eine pro-katalanische oder zumindest neutrale Berichterstattung aus. Das ist die Ausnahme, denn sowohl spanische wie europäische Medien halten diesem Vergleich nicht Stand.

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Legion Condor war doch beteiligt

Am 31. März 1937 wurde die bizkainische Kleinstadt Durango während des Spanienkrieges bei einem Fliegerangriff bombardiert, es kam zu mehr als 300 Toten. Bis heute waren Historiker*innen davon ausgegangen, dass diese Bombardierung von der italienischen Luftwaffe „Aviazione Legionaria Italiana“ ausgeführt wurde, die Franco von Mussolini zur Hilfe geschickt worden war. Neue Nachforschungen haben ergeben, dass auch die Nazis mit ihrer Legion Condor an dieser Bombardierung direkt beteiligt waren.

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Durango kämpft um seine Geschichte

Es geschah am 31. März 1937, vor etwas mehr als 81 Jahren. Bei einem Luftangriff der italienischen Luftwaffe, die Mussolini zur Unterstützung des franquistischen Militäraufstands geschickt hatte, wurde die bizkainische Kleinstadt Durango zerstört. 336 Menschen fanden bei diesem Massaker den Tod, unzählige wurden verletzt. Es versteht sich von selbst, dass in Durango jedes Jahr Ende März an diesen schwarzen Tag erinnert wird. Bis heute sucht die Stadt Justiz, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung.

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Etappen eines politischen Konflikts

2011 hat die baskische Untergrund-Organisation ETA ihren bewaffneten Kampf für beendet erklärt. 2017 hat ETA ihre Waffenarsenale übergeben und 2018 hat sie sich nach einer Befragung unter ihren Militanten aufgelöst. Für die einen waren diese 60 Jahre antifranquistischer Widerstand und Kampf für ein sozialistisches Baskenland – für die anderen waren es Jahrzehnte des Terrors. Der Streit um die Geschichtsschreibung ist schon längst im Gang. Rückblick auf die Ereignisse der vergangenen 60 Jahre.

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Weiterer Schritt in der Kriegs-Aufarbeitung

Es ist schwer vorstellbar, dass von einer Leiche nur zwei Oberschenkel-Knochen übrig bleiben, auch wenn sie seit mehr als 80 Jahren unter der Erde liegt. So dachten viele der knapp 100 Personen, die sich am 24.3.2018 nach Lemoa in Bizkaia aufmachten, um an einem Bergabhang der Exhumierung eines Soldaten aus dem Spanienkrieg beizuwohnen. Vor 81 Jahren hatten hier heftige Schlachten stattgefunden zwischen den aufständischen Faschisten mit ihren Verbündeten und der baskischen Verteidigungsarmee.

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