Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.


Das WM-Experiment

„Nationalteams“ werden sie genannt, die Kickertrupps, die um die Krone des Fußballs streiten. Wer sich die Teams von England, Frankreich, Holland, Portugal oder Deutschland anschaut – Länder mit blutiger Kolonial-Tradition – mag sich über die große Zahl schwarzer oder brauner Spieler wundern. In jedem dieser Länder existieren große Gruppen in der Bevölkerung, die diese Nicht-Weißen am liebsten rauswerfen würden, ein Symptom des neuen Faschismus in Europa. Viel national und nix mit national.

kaxil1Vergessene Kämpferinnen

Clara Morán Miguel, Milizionärin aus Gallarta, die im Alter von 19 Jahren im Kampf bei Kanpazar fiel - Cecilia García de Guilarte, Kriegsreporterin aus Tolosa - Manuela Gavilán, aus Bilbao stammend und Verbindungsfrau der Angriffs-Truppen – das sind nur einige der Namen, an die in diesem „republikanischen April“ erinnert wird: 90 Jahre nach dem Militärputsch von Juli 1936, 89 Jahre nach der Zerstörung von Gernika durch die Legion Condor der Nazis und 95 Jahre nach Ausrufung der Spanischen Republik.

ertl1La mujer que vengó al Che

En 1953 llegó a Bolivia una hermosa adolescente alemana de solo dieciséis años que se llamaba Monika Ertl. Iba a reunirse con su padre, el cineasta bávaro y propagandista de las SS (Schutz Staffel: Escuadras de Protección de Hitler), Hans Ertl (Múnich 1908 / Bolivia 2000), que había escapado de Alemania cinco años antes, junto con numerosos asesinos nazis involucrados en crímenes contra la humanidad, entre ellos, Klaus Barbie, el conocido “carnicero de Lyon“, al cual Monika llamaba “tío“.

iprrld1Baskischer Gemeinde-Verband

Die baskische Linke übernimmt den Vorsitz im Regional-Verband Iparralde dank der Unterstützung der baskischen Rechten (PNV) – so lautet die Schlagzeile zum letzten wichtigen Wahlereignis aus dem französischen Baskenland, Iparralde. Seit 2017 gibt es dort einen Verband baskischer Gemeinden, die erste ausschließlich baskische Verwaltungs-Struktur der Geschichte. Bisher regierte ein französischer Zentrums-Politiker den Verband, bei den Wahlen im April 2026 konnte sich der linke Gegenkandidat durchsetzen.

ortzi1Francisco Letamendia (1944-2026)

Am 26. April 2026, dem 89. Jahrestag der Vernichtung der baskischen Stadt Gernika durch die nazideutschen Legion Condor, ist Francisco Letamendia „Ortzi“ im Alter von 82 Jahren verstorben, nachdem sich sein Gesundheitszustand aufgrund einer Erkrankung verschlechtert hatte. Er war ein angesehener Anwalt, Universitäts-Professor, Schriftsteller und Politiker aus Donostia (San Sebastián). Nach dem Jurastudium in Barcelona arbeitete er als Anwalt für Arbeitsrecht und Verteidiger baskischer politischer Gefangener.

josut1Verfahren ohne Ende

Die baskische Untergrund-Organisation ETA (Baskenland und Freiheit) ist Geschichte. Ihre Auflösung liegt acht Jahre zurück, ihre Selbst-Entwaffnung neun Jahre, ihre letzte bewaffnete Aktion siebzehn Jahre. Dennoch bleibt ETA Thema Nummer eins für die spanische Rechte und ihre Medien-Gefolgschaft. Jede minimale Verbesserung der Haftbedingungen der verbleibenden ETA-Gefangenen wird mit allergrößtem Argwohn verfolgt und regelmäßig öffentlich beklagt. Jetzt steht ein historischer Aktivist vor Gericht.

melde1Wer regiert in Pamplona?

Mehr als 500 Obdachlose warten seit Monaten auf eine Eintragung ins Einwohnerregister, die die Stadtverwaltung von Iruñea (span: Pamplona) systematisch, rechtswidrig und absichtlich verweigert. So funktioniert die billigste Grenze. Es gibt keine offiziellen Daten, aber Organisationen, die seit Jahren mit Migranten und Obdachlosen arbeiten, schätzen, dass die Stadtverwaltung von Iruñea allein zwischen Mai 2025 und Januar 2026 mehr als 500 Anträge auf Eintragung ins Melderegister abgelehnt hat.

kriki1Verhört von CIA und Franquisten

Die Bedrohung des Faschismus während des Spanienkriegs (Spanischer Bürgerkrieg) führte dazu, dass die baskische Regierung in Einverständnis mit den Eltern im Jahr 1937 Tausende von Minderjährigen ins Exil schickte, nach Belgien, England, Skandinavien, auch in die Sowjetunion, um sie vor der Verfolgung durch die Faschisten zu retten. Diese Kinder wurden später als „Kriegskinder“ bezeichnet, oder „Die Kinder von Gernika“. Als sie aus der UdSSR zurückkehrten, erlebten die „Kriegskinder“ die Hölle.

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information