Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

bimann1In der mexikanischen Wüste

Archäologen haben die Überreste eines Menschen identifiziert: das Skelett eines jungen Mannes, der in der Zeit vor siebenhundert bis tausend Jahren in einer Wüste des mexikanischen Bundesstaates Coahuila lebte und starb. Nach dem Namen des Nachbarortes wurden die sterblichen Reste “Bilbao-Mann“ genannt. Sicher nicht in Anlehnung an das baskische Bilbao in Europa, sondern das Bilbao eines anderen Teils der Welt. Mit jenem Bilbao in Mexiko sind es vier bekannte Orte weltweit, die den Namen tragen.

ozahl1Zahl der Opfer unterschätzt

Spanien geht ins 50. Jahr nach dem Tod des Massenmörders Franco. Noch immer ergeben Nachforschungen ungeahnte Neuigkeiten zum Verlauf des Krieges von 1936 und zu den damaligen Massakern. Die Zahl der Opfer von Krieg und Diktatur ist wesentlich höher als bisher bekannt. Jahrelange Nachforschungen beziehen sich auf die faschistischen Kriegsverbrechen in mehreren Städten Andalusiens. Nazi-Deutschland und Mussolini-Italien waren kriegsentscheidend. Ein Junge-Welt-Gespräch mit Francisco Moreno Gómez.

318aDie Legende vom friedlichen Übergang

Der vorbildhafte Übergang von der Diktatur zur Demokratie im spanischen Staat ist eine der Legenden der spanischen Geschichtsschreibung. Bei näherer Betrachtung der tatsächlichen Ereignisse stellt sich heraus, dass es sich um eine gezielte Falsch-Information (Fake News) handelt, um den plötzlichen ideologischen Wandel des Großteils der franquistischen Administration zu erklären, diese Faschisten in das neue “demokratische“ System zu integrieren und einem neuen Staatsstreich zuvorzukommen.

gaza35aWas Hannah Arendt sagen würde

Während die westlich-christlichen Gesellschaften Weihnachten feiern und sich mit Geschenken und guten Wünschen überhäufen, praktiziert der zionistische Staat Israel in Palästina, Gaza einen Völkermord, der für alle sichtbar in den Medien live kommentiert wird. Die Deutsch-Jüdin Hannah Arndt versuchte vor 62 Jahren, anlässlich des Eichmann-Prozesses in Jerusalem den Holocaust-Völkermord an der jüdischen Bevölkerung zu analysieren und als warnendes Beispiel vor der Welt-Öffentlichkeit zu denunzieren.

lavideo1abFilmdokumente aus Los Angeles

Spanienkrieg (Bürgerkrieg) im Baskenland: Die Universität im kalifornischen Los Angeles (UCLA) hat auf ihrer Website bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen über den Spanienkrieg von 1936 veröffentlicht. Darunter mehrere Streifen, die in süd-baskischen Orten wie Iruñea, Donostia, Irun, Bilbo oder Lekaroz gedreht wurden. Sie zeigen die Kriegshandlungen am Boden und aus der Luft sowie ihre vernichtenden Folgen. Auch die Niederlage von Bilbao im Juni 1937 und den triumphalen Einzug der Faschisten.

spee1Kantersieg gegen Faschisten

Pünktlich zur baskischen Buchmesse in Durango wurde ein neues Buch über die Geschichte des Fußball-Clubs aus Bilbao vorgestellt: “Unser Athletic auf der ganzen Welt“. Mit bisher unbekannten Geschichten zur Club-Geschichte. Erinnert wird an ein Duell im Stadion San Mamés im Jahr 1938, nachdem die Franquisten in Bizkaia einmarschiert waren, während der Spanienkrieg in anderen Regionen noch im Gang war. Eine Auswahl von Athletic trat an gegen eine Elf der Schiffsbesatzung des Nazischiffs Graf Spee.

sota1Ramón de la Sota

Ramón de la Sota y Llano (1857-1936) war ein baskischer Rechtsanwalt, Geschäftsmann, Politiker und Oligarch mit konservativ-nationalistischer Ideologie. Zusammen mit seinem Cousin Eduardo Aznar gründete er ein Familien-Imperium, das mit Eisenerz, Schiffen und Banken ein Vermögen verdiente und zur Basis einer neuen baskischen Oligarchie wurde. Mit dem Aufbau einer traditionalistisch-nationalistischen Partei hinterließ er dem Baskenland ein politisches Erbe, dessen Früchte bis heute zu erleben sind.

zumala1Der baskische Karlisten-General

Er galt als militärisches Genie und proklamierte eine baskische föderale Republik: Tomas Zumalakarregi. Absolutistischer Reaktionär, klerikaler Monarchist oder Held der baskischen Selbstbestimmungs-Rechte – das sind die gegensätzlichen Sichtweisen von Zumalakarregi, über den zwei Bücher erschienen sind. Sie beleuchten widersprüchliche Facetten: Zumalakarregi als militärisches Genie und als Förderer einer baskischen Republik. Den Karlismus verstehen heißt, die Unabhängigkeits-Bewegung zu verstehen.

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