Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

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Parlamentarische Wege zum Sozialismus

Der baskische Politiker Arnaldo Otegi spielt weiter den Feuerwehrmann. Im März 2016 wurde er nach sechseinhalb Jahren aus der Haft entlassen. Sofort trat er seinen Job als Generalsekretär der neuen Linkspartei Sortu an, der wegen seiner Abwesenheit vakant geblieben war. In jenem Moment wurde er von seiner Partei gleichzeitg als Retter in der Krise gesehen. Nun soll er der Linkskoalition Euskal Herria Bildu ebenfalls aus der Krise wieder auf die Sprünge helfen. Wir schreiben Juni 2017.

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Des Heizers letzte Reise

Andrés Gangoiti ist eine der vielen tragischen Figuren des Spanienkrieges vor mehr als 80 Jahren. Er war nicht der einzige, der im falschen Moment am falschen Ort war. Und das, obwohl er nicht direkt am Kriegsgeschehen teilgenommen hatte. Mit 15 Jahren fuhr Andrés zur See, wie viele aus seiner Familie. Lange sollte diese Laufbahn nicht dauern, dafür sorgten der Putsch der Franco-Generäle und der Spanienkrieg, der im Baskenland nur 11 Monate dauerte, bis zum 19. Juni 1937, als Bilbao besetzt wurde.

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Schattenboxen im spanischen Parlament

Das franquistische Spanien hatte nach dem Krieg von 1936 bis 1939 die Absicht, 7.300 Soldaten der nazistischen Legion Condor zu belohnen oder entschädigen. Die aktuelle spanische Regierung Rajoy hat auf parlamentarische Anfrage hin mitgeteilt, ihr sei nicht bekannt, ob diese Entschädigungen ausgeführt wurden oder nicht. Das läge „an der langen Zeit, die vergangen ist seit jenen Ereignissen“. An der Aufarbeitung des Franquismus hatte die PP-Regierung allerdings noch nie auch nur das geringste Interesse.

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Guernica und die Folgen des Krieges

Der vernichtende Angriff auf die baskische Stadt Gernika 26. April 2017 hinterlässt in deutschen Medien seine Spur. In der Wochen-Zeitschrift Ossietzky setzt sich der Journalist Hubert Brieden mit der Frage „Guernica und die Folgen des Krieges“ auseinander. Von Brieden, Mechthild Dortmund und Tim Rademacher erschien unlängst die Publikation „Kriegsfolgen. Gernika/Bizkaia und Wunstorf/Region Hannover. Über die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Militärgeschichte in Deutschland und Spanien“.

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Die Wunstorf-Guernica-Connection

Sich mit dem Namen „Guernica“ zu schmücken ist in Deutschland zu einer institutionellen Mode geworden. Dass gerade der 80. Jahrestag der Bombardierung der baskischen Stadt Gernika war, hat sicher dazu beigetragen, das gleichnamige Picasso-Gemälde wurde deshalb besonders oft in den Medien gezeigt. Doch auch vorher schon zierte „Guernica“ das Straßenbild deutscher Städte. In Kriegszeiten sind Friedenssymbole besonders begehrt, um die politische Praxis zu verschleiern. Geschichtslos, zusammenhanglos.

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Kleine Anfrage der Fraktion
Die Linke

Am 26. April 2017 jährt sich zum 80. Mal die nahezu komplette Zerstörung der baskischen Stadt Gernika (spanisch: Guernica) durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte unter dem Kommando der deutschen Legion Condor. Die Angriffe fanden ohne jeden Zusammenhang mit Kampfhandlungen statt. Ziel war die Zivilbevölkerung, hunderte bis tausende Menschen starben. Militärische Ziele wie eine Munitionsfabrik außerhalb der Stadt blieben unbeschädigt. (Kleine Bundestags-Anfrage der Fraktion der Linken).

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Das erfolgreiche Ende des Franquismus

Die Forderung nach einer Generalamnestie für alle politischen Gefangenen fand im Baskenland vor 40 Jahren breite Unterstützung. 1977 wurden drei Aktionswochen organisiert, das spanische Regime reagierte mit mehreren Teilamnestien. Die zweite Mobilisierungswoche im Mai verlief blutig, sieben Personen verloren das Leben durch das brutale Agieren der Guardia Civil. Die erreichte Amnestie hatte einen zweifelhaften Charakter, sie garantierte auch Straffreiheit für die Kriegsverbrechen der Franquisten.

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Der Baskenland- und Euskara-Forscher aus Berlin

Wilhelm Humboldt bereiste Europa und studierte Gewohnheiten und Sprachen, wie das Euskera. Sein Bruder Alexander fuhr nach Amerika und untersuchte Himmel, Flüsse und Tausende von botanischen Arten. Wilhelm (1767-1835) widmete sich der Anthropologie und reiste durch Europa, um die Sprachen zu lernen und Geschichte und Gewohnheiten der Völker zu studieren. Seine beiden Baskenland-Reisen trugen zum Euskera-Studium bei, er beschrieb das Land, seine Bevölkerung und seine politisch-soziale Struktur.

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