47 items tagged "Tradition"

  • Gentrifizierung und Pandemie

    gent001Am Beispiel Bilbao

    Neuerungen in der kommunalen Ökonomie und neue Kauf- und Konsum-Gewohnheiten haben an vielen anderen Orten die Lebensverhältnisse verändert. In Bilbao war die Schließung von 7.000 Geschäften in einem Jahrzehnt die Folge. Neue Konsumformeln haben jedes fünfte Geschäft zum Verschwinden gebracht. Die armen Stadtviertel verlieren, das Zentrum gewinnt. Bilbao hat sich stark verändert, umso mehr während der Pandemie. Das Jahr 2008 war das erste Jahr einer neuen Ära, Gentrifizierung ist die Konsequenz.

  • Geschichte Atlantik-Fischerei

    kabeljauexpo01Ausstellung in Donostia

    Das Schiffs-Museum in Donostia zeigt die Ausstellung "Die großen Kabeljau-Fischzüge" (La gran pesca del bacalao). Sie zeigt die Geschichte der baskischen Seeleute, die schon vor Kolumbus den amerikanischen Kontinent befahren haben auf der Suche nach dem wertvollen Fisch. Gezeigt werden Dokumente, Fotografien, Holzschnitte, Gemälde und Modelle aus der Zeit zwischen dem 16.Jahrhundert und heute, die den entbehrungsreichen harten Alltag der Semmänner auf ihren fünfmonatigen Reisen zeigen.

  • Hausbesetzung in Pamplona

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    Jugendliche Selbstorganisation in der Stierstadt

    Im Dezember 2015 begann in der Compañia Straße der Altstadt von Iruñea (Pamplona) ein neues Besetzungs-Projekt. Kurz danach beschloss die Vollversammlung der Besetzerinnen, den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen alternativen Standort in einer alten Villa am Rande des Altstadt zu akzeptieren. So schnell es geht wollen die jungen Aktivistinnen dort Wurzeln schlagen und ihr Kulturprojekt vorantreiben. Geplant ist, das neue Gaztetxe-Jugendhaus Iruñea am 29.Oktober zu öffnen: fröhlich und ungehorsam.

  • Hirten Schafe Hunde

    artzain11Lebendige Tradition

    Das historische Baskenland, mit seinen sieben Provinzen nördlich und südlich der Pyrenäen ist traditionell eine Bauern- und Hirtenkultur, was angesichts der Landschaft mit vielen Bergen und Tälern nicht weiter verwundert. Mit der Industrialisierung und dem Entstehen großer Städte wurde diese Tradition zwar verdrängt, hat sich im Arbeits-Leben jedoch gehalten. Daneben hat sich die Hirtenarbeit im Kultur-Bereich einen festen Platz erkämpft. Schäferhund-Wettbewerbe sind Feste und werden gut besucht.

  • Holzfällerin als Sport

    aizkolari01Berufs-Traditionen bewahren

    Waldwirtschaft hat im Baskenland eine lange Tradition. In längst vergangenen Zeiten wurden Bäume von Hand mit der Axt gefällt. Um diese – und eine lange Reihe anderer – ehemaligen bäuerlichen Tätigkeiten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde daraus ein Sport gemacht, der heute bei keiner baskischen Fiesta und bei keinem Vieh- oder Großmarkt fehlt. Die Rede ist von Herri Kirolak, dem baskischen Landsport, bei dem an Steineheben, Holzfällen, Rudern oder die Arbeit in den Bergwerken erinnert wird.

  • Industrielles Kulturerbe

    ike01Trotz Schutz verkommen, abgerissen, missachtet

    Der Großraum Bilbao war das erste Industrie- und Bergbau-Zentrum des Staates, die Gegend zwischen Bilbao und der Nervion-Mündung bei Santurtzi ist voller Zeugnisse dieser industriellen Tätigkeit. Viele Grundstücke und Fabrikanlagen sind verlassen. Obwohl in den letzten zehn Jahren Juwelen der baskischen Industriegeschichte rechtlich geschützt wurden, sind viele von ihnen stark gefährdet, einige wurden sogar abgerissen, berichtet der Baskische Verband für Industriekultur und öffentliche Arbeiten.

  • Itxina, Höhlen und Mystik

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    Wo die Legendenfrau Mari lebt

    Die baskische Legendenfrau Mari hat viele Behausungen. Fast in jedem baskischen Bergmassiv wird ihr eine Niederlassung nachgesagt. Nicht zuletzt im Naturpark Gorbeia (spanisch: Gorbea). Dort sind Naturgeheimnisse zu entdecken wie das Itxina-Massiv - eine der eindrucksvollsten Landschaften des Baskenlandes. Das auf 1100 Meter Höhe liegende karstige Gebiet ist mit Buchen bewachsen und weist eine Unmenge Gruben, Höhlen und Dolinen auf. Mythen und Legenden ranken sich um Mari und ihren Lebensraum.

  • Konserven-Arbeiterinnen

    konserv1In die Büchse mit dem Fisch

    Die Historikerinnen Amaia Apraiz Sahagún und María Romano Vallejo haben in ihrer Forschungsarbeit die Geschichte der Arbeiterinnen in den Konservenfabriken der Küstenorte und Fischereihäfen in Bizkaia und ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen dokumentiert. Diese Forschungsarbeit wurde gleichzeitig zu einer Ausstellung mit dem Titel "Die Konserven-Frauen. Conservera aus Überzeugung": die Geschichte der meist anonym gebliebenen Frauen eines feminisierten und ausgebeuteten Sektors.

  • Kunst und Kultur – Open Air

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    4. Ausgabe des Azken-Muga-Festivals

    Das Kunst- und Kultur-Festival AZKEN MUGA 2019 – Letzte Grenze, Última Frontera – nimmt in seinem vierten Jahr konkrete Formen an. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen auf dem Zarate-Pass zwischen Bedaio in Gipuzkoa und Azkarate in Navarra, haben die Organisatorinnen neue Aktivitäten geplant. Einer der Höhepunkte ist die Wiederbelebung der traditionellen Holzkohle-Produktion in einem großen Holzmeiler, der eine Woche lang brennen und schwelen wird, um schließlich eine Tonne Holzkohle zu liefern.

  • Lauter gute Weine

    anamartin1Rioja und baskischer Txakoli

    Die Önologin Ana Martín (Bilbao) gilt als eine der Geburtshelferinnen des neuen Txakoli-Weins, einer typisch baskischen Produktion. Als überzeugte Verfechterin der Arbeit in den spanischen und baskischen Weinkellern hat sie wissenschaftliche Methoden in die Weinproduktion eingebracht. Nach 1995 war Ana Martín als Beraterin für die Provinzverwaltung Bizkaia mit der Neu-Entwicklung des traditionellen baskischen Txakoli-Weins beschäftigt. Bis 2000 arbeitete sie 5 Jahre lang am Wiederaufleben des Txakoli.

  • Neue baskische Küche (5)

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    Vierzig Jahre kulinarische Revolution

    1976 wurde der Grundstein gelegt für die sogenannte Neue Baskische Küche, eine gastronomische Bewegung, die im Laufe der Jahre an Einfluss gewann und den Ausgangspunkt bildete für eine neue Art baskischer Gastronomie. Sie prägte eine Generation von Köchinnen, die bereits zu Legenden wurden, und machte Restaurants und Rezepte international berühmt. Nach wie vor stehen viele der Protagonisten von damals heute noch aktiv am Herd, mit derselben Energie wie vor vier Jahrzehnten und mit neuen Anregungen.

  • Patxaran Schlehenlikör

    patxaran1Der Likör nach dem Essen

    In stacheligen Hecken auf navarrischen Hügeln und in den entsprechenden Plantagen sind die Schlehen Mitte Oktober bereits reif. Der baskische Schlehenlikör Patxaran ist das bekannteste Getränk in der Region Nafarroa, dem einzigen Ort, an dem die Schlehen-Früchte für ihr späteres Einlegen speziell angebaut werden. Kein anderes alkoholisches Getränk wird im Baskenland so häufig zu Hause angesetzt wie der Patxaran. Die Zutaten sind einfach zu besorgen, mit der Zeit entwickeln alle ihre eigenen Rezepte.

  • Pelota in den USA

    miami1“Furcht vor dem Schuß“

    Pelota ist eine Art von “National-Sport“ im Baskenland, über die Herkunft gibt es unterschiedliche Theorien. Zur bekanntesten Pelota-Variante wurde Jai Alai (Cesta Punta), das als schnellstes Ballspiel der Welt gilt. Vor 55 Jahren entdeckte der “Spiegel“ das Thema und verbreitete seine ureigene Sicht des Sports, verbunden mit Kolonialismus-Legenden, mit einem Schuss Mackertum und dem aus heutiger Sicht etwas ungewohnten Schreibstil der 1960er Jahre. Journalistisch gesehen eine Sport-Antiquität.

  • Pelota Jai Alai

    jaialai1Das fröhliche Spiel

    Mit alten Traditionen zu brechen, ist nicht einfach. Das gilt auch für den Sport, insbesondere, wenn es sich um eine legendäre Version wie das Jai-Alai-Spiel handelt, auf Spanisch: Cesta Punta, eine der urbaskischen Sportarten, die in Europa wenig bekannt ist. Gespielt wird Jai Alai mit gekrümmten Schlägern, die aus Schilf produziert werden. Von Hand – und genau das ist zum Problem geworden. Es fehlen die Korbflechter, die solche Cesta-Schläger herstellen können. Nun droht der Kunststoff-Ersatz.

  • Reisen ohne Hindernisse

    bidasoa1Rudern für Freizügigkeit an der Grenze

    Achtzehn Migrant*innen bildeten die Besatzung eines kleinen Ruderboots bei der Überquerung des Bidasoa-Flusses. Mit dieser Überquerung unterstützte die Geschichts- und Kultur-Initiative Elkano Itsas Herria die Forderung nach Freizügigkeit zwischen Irun und Hendaye, zwischen Iparralde und Hegoalde, oder zwischen den Staaten Spanien und Frankreich. Am Bidasoa starben neun Migranten beim Versuch der Überquerung. Elkano Itsas Herria erinnert an die erste Weltumsegelung des Basken Elkano vor 500 Jahren.

  • Silvesternacht in Navarra

    ura00
    Klares Wasser statt zwölf Trauben

    Wenn am 31. Dezember die Glocken zum Jahreswechsel läuten, beginnen viele Menschen hektisch Trauben zu essen: mit jedem der 12 Glockenschläge eine Traube. Das soll Glück bringen und wird in so gut wie allen zum spanischen Imperium gehörenden Ländern und Regionen praktiziert. In Navarra existiert eine andere Tradition, die stark mit der Natur verbunden ist: das neue Jahr wird mit einem Schluck klaren Wassers begonnen. Gedacht wird dabei an das Wasser aus dem Himmel und an das Wasser aus der Erde.

  • Tag der Patrioten

    abegun1Aberri Eguna für immer

    Jeden Ostersonntag feiern diejenigen Bask*innen, die an eine eigene Zukunft ohne den spanischen oder den französischen Staat glauben, den Aberri Eguna. “Aberri“ ist baskisch und bedeutet Vaterland oder Nation. Dieser Vaterlandstag geht zurück auf den PNV-Gründer Sabino Arana, der als der Erfinder oder Vater des modernen baskischen Nationalismus gilt. Arana kam ideologisch aus dem Karlismus und erfand verschiedene Symbole, die der baskischen Nation künftig eine gemeinsame Grundlage geben sollten.

  • Tradition baskischer Dörfer

    txalap02Widerstandskultur aus baskischen Dörfern

    Im Baskenland gibt es eine breite Kultur von politischem und kulturellem Widerstand, was auch in Europa durchaus bekannt ist. Weniger bekannt ist, dass sich diese Widerständigkeit stark auf das soziale und kulturelle Engagement vieler Menschen in Kleinstädten und Dörfern stützt. Insbesondere kleine Orte haben dabei eine kulturelle Vielfalt entwickelt, die in Mitteleuropa in der Regel nur in Städten zu finden ist. Landflucht ist im Baskenland deshalb unbekannt.

  • Tradition der Steinhauer

    harrizulatzaile01Auf der Suche nach dem Herzen des Steins

    Steinhauer – baskisch: harrizulatzaile – war in den Bergwerken des Baskenlandes ein harter Beruf, der wie viele andere später zu einer Sportart wurde. Mit der Erfindung des Dynamits entwickelte sich diese Tätigkeit, bald wurde daraus auch ein Wettbewerb. Technischer Fortschritt brachte modernere Werkzeuge und führte dazu, dass der Steinhauer-Beruf und die Vergleichskämpfe verschwanden. Ende der 90er Jahre wurde die Steinhauerei als sportlicher Wettkampf wiederbelebt.

  • Traditionen im Baskenland

    pastor 23792xHandwerkstraditionen

    Die Topografie des Baskenlands zeichnet sich durch zwei charakterische Landschaften aus: das Meer und die Berge. Beide Landschaften haben die dort lebenden Menschen geprägt. Das Meer führte zu einer entwickelten Kultur von Fischfang und Schiffsbau. Baskische Schiffe fuhren ins unentdeckte Amerika lange bevor Kolumbus geboren wurde. In den Bergen wurden Tiere gehütet, im Sommer auf den Almen, im Winter in den Tälern. Eine differenzierte Käsekultur entstand. Vom Wein der südlichen Ebenen später.

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